Schon seit dem ersten Fallout müssen sich Spieler und Bewohner des Ödlandes mit den Supermutanten herumschlagen. Diese Kreaturen haben verschiedene Ursprünge, einer der schrecklichsten ist in Vault 87.
Vaults sind ein zentraler Punkt im Universum von Fallout. Augenscheinlich sollten sie Menschen vor den Atombomben während des großen Krieges schützen, doch viele Vaults waren eigentlich wissenschaftliche oder gesellschaftliche Experimente der Firma Vault-Tec.
Wenn man Pech hatte und im falschen Vault Schutz suchte, erwartete einen dort ein noch schrecklicheres Schicksal als im verseuchten Ödland. Eine davon war Vault 87. Wer dort gelandet ist, hat es vielleicht rausgeschafft, aber wohl nicht mehr als menschliches Wesen.
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Experimente mit einem Virus gingen natürlich schief
Was passierte in Vault 87? Vault 87, die ihr in Fallout 3 erkundet, widmete sich der Forschung an Supermutanten und dem FEV. FEV steht für Forced Evolutionary Virus und kann aus Menschen übermenschliche Monster erschaffen. Ziel war es, mit dem Virus eine Armee aus Supersoldaten zu erschaffen, die im Großen Krieg eingesetzt werden konnten.
Die Forschung des Virus wurde in Vault 87 von Dr. Wayne Merrick durchgeführt. Eigentlich sollte ein soziales Experiment in der Vault durchgeführt werden, aber im Jahr 2076, ein Jahr vor dem Fall der Bomben, entschied man sich dazu, die Vault für Experimente mit dem FEV-Virus zu nutzen. Die Idee dahinter entstand in Zusammenarbeit mit dem US-Militär.
Die Bewohner der Vault wussten gar nicht, dass sie Teil der Forschung sind, und einzelne Bewohner wurden regelmäßig mit dem Virus infiziert, um zu beobachten, was passiert. Starb jemand beim Experiment, vertuschte man dies einfach, damit die Bewohner nicht in Panik gerieten.
Ein anderes Experiment für Kriegszwecke waren die Todeskrallen:
Die Entstehung eines Supermutanten
Wie ging das Experiment vonstatten? Da das FEV nicht einfach durch Luft oder Körperflüssigkeiten eines Infizierten übertragen werden kann (via Fallout Wiki), muss ein Testsubjekt entweder Kontakt mit der grünen Substanz haben oder es injiziert bekommen.
Nach 10 Tagen verwandeln sich die Infizierten langsam. Die Muskelstruktur wird größer und die Haut zäher und resistenter. Je nach Methode ist die Verwandlung ziemlich schmerzhaft, da sich die Körper der Infizierten verformen.
Nach wenigen Tagen sinken auch die Gehirnfunktionen und die Infizierten werden aggressiver und gefährlicher. Dr. Merrick hat in solchen Fällen die Supermutanten getötet, weil die Gefahr einfach zu groß war und der Nutzen solcher Mutanten nicht gegeben.
Es kam, wie es kommen musste, und ein Testsubjekt konnte fliehen und dabei die Sicherheitsleute von Vault 87 besiegen. Die eingesperrten Supermutanten entkamen, übernahmen die Vault und überfielen mit einer neuen Aufgabe das Ödland: Sie entführten Menschen aus dem ehemaligen Gebiet von Washington D.C. und infizierten sie mit dem FEV. Das ging knapp 200 Jahre so, bis die FEV-Vorräte geleert waren.
Im Jahr 2277 begibt sich die Hauptfigur aus dem Spiel Fallout 3 in die Vault im Zuge der Hauptgeschichte, um das Garden of Eden Creation Kit zu erlangen. Dort trifft er nicht nur auf gefährliche Supermutanten, sondern auch den friedlichen und halbwegs intelligenten Fawkes, den man als Begleiter dazugewinnen kann, wenn man ihn aus seinem Gefängnis befreit.
Die anderen Supermutanten
Gibt es noch andere Supermutanten in der Welt von Fallout? Im Universum von Fallout sind die Supermutanten eine ständige Gefahr und haben deshalb auch, je nach Ort, andere Ursprungsgeschichten:
Im ersten Fallout möchte der Master das Ödland mit einer eigenen Supermutantenarmee erobern, weshalb er das FEV nutzt.
In Vault 96 (aus dem Spiel Fallout 76) forscht Dr. Edgar Blackburn am FEV. Entstandene Supermutanten ließ er aus der Vault raus.
Das Institut aus Fallout 4, das auch die Synths (Androiden) erschaffen hat, experimentierte auch am FEV, was erklärt, warum es auch im Commonwealth Supermutanten gibt. Das Experiment wurde von Brian Virgil beendet, der sich selbst in einen Supermutanten verwandelte.
Innerhalb der Supermutanten gibt es verschiedene Varianten. So sind die Nightkin eine Art Elite-Variante der normalen Supermutanten, und mit den Behemoths gibt es gigantische Varianten, die noch gefährlicher sind. Unregelmäßig entstehen auch intelligente Supermutanten wie Fawkes, mit denen man reden kann und die nicht grundsätzlich gefährlich sind.
Nur die wenigsten Vaults waren rein zum Schutz der Menschheit da. Viele wurden von Vault-Tec nur gebaut, um Experimente durchzuführen. Das sieht man auch in der Amazon-Serie zu Fallout, die aktuell mit Staffel 2 läuft: Fallout Staffel 2: Wann ist der Release von Folge 4? – Datum und Folgenanzahl der Amazon-Serie
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