A Knight of the Seven Kingdoms ist die neue Serie im Universum von Game of Thrones. Für MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes ist sie direkt zum Jahresbeginn ein großes Highlight, weil sie die Schwächen anderer Serien umgeht.
Was ist A Knight of the Seven Kingdoms überhaupt? Die neue Serie von HBO startet am 19. Januar 2026 auf HBO Max. A Knight of the Seven Kingdoms spielt etwa 80 Jahre nach House of the Dragon und knapp 90 Jahre vor Game of Thrones. In Westeros ging es zu der Zeit recht friedlich zu und man begleitet Ser Duncan den Großen auf seinem Weg, ein ehrbarer Ritter zu werden.
Dabei trifft er auf den kleinen Egg, der sein Knappe werden möchte. Zusammen wollen die beiden wachsen und die Gefahren in Westeros bestehen.
Die erste Staffel von A Knight of the Seven Kingdoms besteht aus 6 Folgen, die ich mir vorab alle anschauen konnte. Schon nach der ersten Folge wusste ich, dass die Serie den richtigen Weg geht, denn sie ist bereits im Januar eines der großen Serien-Highlights des Jahres.
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Spielt zwar in Westeros, ist aber kein Game of Thrones
Schon nach knapp 4 Minuten zeigt die Serie: Man will kein Game of Thrones sein, auch wenn man in Westeros spielt. Während das Hauptmusikstück von Game of Thrones läuft, wird es plötzlich unterbrochen, weil Ser Duncan, gespielt von Peter Claffey, auf dem Klo sitzt. Das stimmt die Zuschauer direkt auf die Atmosphäre der Serie ein.
Vor allem Ser Duncan selbst ist ziemlich untypisch für Westeros-Verhältnisse. Er möchte ein ehrbarer Ritter sein. Er kämpft mit Unsicherheiten und nutzt keine fiesen Komplotte, um seinem Ziel näher zu kommen. Duncan ist liebenswert, heroisch und eben ein echter Ritter.
Das ist ein spannender Kontrast in einer Welt, die voller fieser Schurken ist. A Knight of the Seven Kingdoms ist eine lockere Serie. Es gibt zwar dramatische oder emotionale Szenen, doch die meiste Zeit hat man Spaß, denn die Serie setzt auf viel Humor und Witz.
Dabei gefiel mir vor allem das Timing der Serie. Witze werden nie zu lang gezogen und dramatische Szenen mit einem Furz oder anderem Fäkalhumor aufgelockert. Das passt erstaunlich gut in die schmutzige Welt.
Die Serie wird dabei aber nie zu albern, sondern bleibt liebenswert. Viele der Nebenfiguren brauchen nur wenige Sätze, um sich einen Platz in meinem Herzen zu verdienen. Ein großes Highlight waren diesbezüglich Ser Lyonel, gespielt von Daniel Ings, und Ser Raymun, gespielt von Shaun Thomas.
2 Menschen, die wachsen wollen
In der 1. Staffel begleitet man Duncan und Egg als Ritter und Knappe. Die beiden haben eine tolle Chemie, wodurch ich direkt mit den beiden mitfiebern musste. Ihre Beziehung besteht aus mehreren Facetten: Duncan als großer, starker Held, Egg als smarter, intelligenter kleiner Junge. Beide mit dem Herz am rechten Fleck.
Selbst wenn Duncan ihn anschreit oder anmeckert, sieht man ihm an, dass es ihm leidtut. In den ruhigen Momenten der beiden wird ihre Beziehung ruhig, aber glaubwürdig ausgearbeitet. Sie sind nach kurzer Zeit ein Team, kämpfen aber auch beide mit eigenen Problemen. Sie ergänzen sich perfekt und bilden einen schönen roten Faden für die recht simple Geschichte, die sich über 6 Folgen entfaltet.
Die Folgen sind zwischen 30 und 40 Minuten lang, und A Knight of the Seven Kingdoms zeigt, wie man 6 solcher Folgen perfekt nutzt. Stranger Things und Fallout haben mich zuletzt enttäuscht. Sie zerfasern die Geschichte mit Nebenhandlungen für Nebenfiguren, die aber selten befriedigend sind. Es ist einfach zu viel.
Die Geschichte von Ser Duncan und Egg macht das Gegenteil. Sie respektiert die Zeit des Zuschauers, lässt Nebenfiguren auch wirklich Nebenfiguren sein. Es reichen kurze Sätze, um Beziehungen klarzustellen, und für mich als Zuschauer gibt es keine Unterbrechung der eigentlichen Story. Ich will die Geschichte von Duncan und Egg sehen, nicht die von ganz Westeros. Das gelingt A Knight of the Seven Kingdoms fantastisch.
Genau so müssen Prequels, Fortsetzungen und Spin-offs sein. Nicht alles muss eine immer größer werdende Narrative sein. Auch kleine Geschichten über einen Ritter und seinen Knappen können Facetten von Westeros zeigen, die genauso gut sind, wie königliche Intrigen und Ränkespiele.
Die 6 Folgen schauten sich locker weg und ich brauchte keinen fiesen Cliffhanger, um Lust auf Staffel 2 zu haben. Ich will sehen, wie es für die beiden weitergeht, weil die Figuren so toll sind, und nicht, weil mehrere Nebenhandlungen noch offen bleiben.
Action darf natürlich nicht fehlen
Trotz der lustigen Stimmung und der Distanz zu Game of Thrones sieht die Serie ziemlich gut aus. Sie ist schön gedreht, die Sets sind idyllisch und passen perfekt zu den Figuren. Auch die Kostüme haben mir sehr gefallen.
A Knight of the Seven Kingdoms zeigt in den Kampfszenen, dass man sich zumindest dort von Game of Thrones inspirieren lässt. Die wenigen Actionsequenzen sind schön choreografiert, spielen mit einigen Ideen und zeigen dabei, wie schmutzig ein Ritterkampf sein kann. Außerdem wird nicht nur das Schwert als Waffe genutzt, wodurch Abwechslung entsteht.
Egal wie albern der Humor vorher war, bei den Kämpfen war ich emotional immer dabei und habe mit meinen Lieblingen mitgefiebert. Ich wollte sie gewinnen sehen, weil sie mir so sehr ans Herz gewachsen sind.
Stranger Things und Fallout haben mich am Ende von 2025 enttäuscht, doch mit A Knight of the Seven Kingdoms hat das Serienjahr 2026 einen schönen Auftakt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es in einer kommenden 2. Staffel für die Helden weitergeht, denn ich wünsche Duncan und Egg das Beste in einer fiesen Welt wie Westeros. Am 19. Januar 2026 könnt ihr euch die 1. Folge der Serie selbst anschauen. Alle Infos dazu findet ihr hier: A Knight of the Seven Kingdoms: Wann kommt Folge 1? – Alle Release-Termine der HBO-Serie
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