Die Filme zu Herr der Ringe von Regisseur Peter Jackson erfreuen sich seit ihrem Erscheinen großer Beliebtheit. Das gilt auch für die Extended Cuts, also die längeren Versionen. Jackson hat sich nun zu Gerüchten geäußert, es gäbe eine noch wesentlich ausführlichere Fassung.
Egal ob als Buch oder in der Verfilmung – Herr der Ringe ist ein Epos. Die Geschichte nimmt einige Zeit in Anspruch, was an den zahlreichen Figuren, Schauplätzen und Handlungssträngen liegt.
Wie so oft existieren auch von Herr der Ringe verschiedene Schnittfassungen. Zum einen die Kinofassung, die, alle drei Filme umfassend, etwa 558 Minuten dauert. Zum anderen die sogenannten Extended Cuts, also ausführlichere Versionen, die insgesamt 683 Minuten dauern, also über 11 Stunden.
Doch auch das ist vielen Fans noch nicht genug. Seit Jahren gibt es Gerüchte rund um eine weitere Schnittfassung, den sogenannten „Mithril Cut“.
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Peter Jackson antwortet auf die Gerüchte
Was ist der Mithril Cut? Kurz und einfach: eine längere Version von Herr der Ringe, quasi ein Extended-Extended-Cut. Fans glauben, es gäbe noch weitere, geheime Szenen, die nie veröffentlicht wurden, dem Filmuniversum aber noch weitere Inhalte hinzufügen würden.
Der Name „Mithril“ bezieht sich übrigens auf ein wertvolles Metall, das sehr selten und resistent ist. Frodo erhält in „Die Gefährten“ ein Hemd aus diesem Stoff, das ihn auf der Wetterspitze vor der ansonsten tödlichen Klinge des Hexenkönigs von Angmar rettet.
Gibt es den Mithril Cut wirklich? Wie oft bei solchen Gerüchten scheinen sie wahrer zu werden, je länger sie existieren. Doch nun hat einer darauf geantwortet, der es wissen muss: Peter Jackson, der Regisseur der Trilogie.
Im Gespräch mit Empire muss er die Fans enttäuschen. Den Mithril Cut gab und gibt es nicht. Er führt weiter aus:
Gibt es großartige Szenen, die wir nie verwendet haben? Die Antwort lautet Nein. Es gibt hier und da ein paar Kleinigkeiten, denke ich. Aber wenn man eine Extended-Extended-Cut-Fassung oder wie auch immer man das nennen mag, herausbringen würde, wäre das enttäuschend. Es wäre eine Extended-Cut-Fassung mit ein paar zusätzlichen Sekunden stellenweise; das wäre es nicht wert, gemacht zu werden.
Peter Jackson
Die Gerüchte sind entstanden, da in der Vergangenheit einzelne Szenen Erwähnung fanden, die nie im Film auftauchen. Etwa eine, in der man einen jungen Aragorn zu Gesicht bekommt. Wie sich nun herausstellt, waren das aber nur Fragmente von Szenen, die wenig Mehrwert bieten würden.
Also kein neues Material für die Fans? Peter Jackson enttäuscht zwar all jene, die auf den Mithril Cut gewartet haben, weckt aber Hoffnungen auf eine mögliche Dokumentation über Herr der Ringe.
Laut dem Regisseur gibt es neben den ohnehin schon sehr ausführlichen Making-ofs (zu finden auf den DVDs und Blu-rays) noch mehr alternative Szenen und Patzer. All das könnte in einer zukünftigen, langen Doku vereint werden. Doch wann und ob das wirklich passieren wird, lässt Jackson offen. Bis dahin können wir uns weiter an der hohen Qualität der eigentlichen Filme erfreuen: Die Trilogie von Herr der Ringe sieht auch nach 2 Dekaden fantastisch aus, das verdanken wir einer über 113 Jahre alten Technik
Der Beitrag Regisseur von Herr der Ringe verrät nach 23 Jahren, was aus den geheimen Szenen geworden ist erschien zuerst auf Mein-MMO.
