Obwohl das erste erfolgreiche MMORPG auf Steam von 2026, Dreadmyst, grafisch keine großen Sprünge macht, gibt es jetzt Kritik an vermeintlich geklauten Spielgrafiken. Der Entwickler geht hingegen in die Offensive und macht sein Spiel Open Source.
Was ist das für ein Spiel? Dreadmyst ist ein Tab-Target-MMORPG, das aus der Iso-Perspektive gespielt wird und Anfang Januar 2026 auf Steam gestartet ist. Das Spiel setzt seinen Fokus vor allem auf ein tiefes Build-System, bei dem die Spieler ihren Charakter möglichst individuell zu etwas ganz Besonderem machen können.
Die vier Klassen werden hingegen ziemlich oldschoolig gespielt und das MMORPG setzt für die meisten Inhalte auf Gruppen-Gameplay. Auch für PvP-Spieler gibt es einen Spielmodus, in dem man beweisen kann, wer den besten Charakter hat.
Hier könnt ihr den Trailer zu Dreadmyst sehen:
Autoplay
Von wegen Diebstahl
Was sind das für Vorwürfe? Schon vor dem Release gab es immer wieder Kritik und Vorwürfe gegen den Solo-Entwickler, der das MMORPG ganz alleine führt. So soll dieser in der Vergangenheit wohl an mehreren erfolglosen Projekten beteiligt gewesen sein, etwa WoW-Privatservern, die kurz nach dem Start offline gingen.
Neu sind hingegen Vorwürfe auf Reddit, der Entwickler hätte sein Spiel gar nicht selbst entwickelt, sondern nur von einem anderen Titel geklaut. Dabei soll das Spiel „Undead World“ sein, das sich auf Steam im Early Access befindet. Die Spieler ähneln sich dabei sehr im Grafikstil, auch wenn „Undead World“ ein reines Single-Player-RPG ohne MMO-Elemente ist.
Doch der Entwickler hat eine gute Erklärung für die Ähnlichkeit und geht dabei sogar einen Schritt weiter.
Warum sehen die Spiele so gleich aus? Der Solo-Entwickler von Dreadmyst hat nicht jeden Baum in seinem MMORPG selbst gemalt. Stattdessen hat er sich an sogenannten Assets bedient, vorgefertigten Texturen und Objekten, die er gekauft hat und für sein Spiel verwenden kann.
Dies gibt er nicht nur offen zu, sondern zeigt die Lizenzen auch klar auf seiner Website Dreadmyst.com. Auch das Spiel „Undead World“ auf Steam hat sich einige der gleichen Assets gekauft und sie im Spiel verwendet. Dadurch wirken die beiden Titel ähnlich, auch wenn dahinter wohl zwei verschiedene Entwickler stecken.
Der Entwickler von Dreadmyst geht jedoch noch einen Schritt weiter. Um weiteren Anschuldigungen und Gerüchten vorzubeugen, macht er sein MMORPG Open Source. Das bedeutet, dass jeder den Code seines Spiels einsehen und überprüfen kann, wie das Spiel entwickelt wurde.
So erklärt er auf Steam und X.com auf welchen Grundprinzipien sich das Spiel bei der Entwicklung stützt und wie er es erstellt hat. Den Code des Servers veröffentlicht er jedoch nicht, somit sind erst einmal keine Privat-Server des Spiels möglich.
Dass der Solo-Entwickler hinter dem MMORPG jetzt mit offenen Karten spielt und ultimativ beweisen will, dass sein MMORPG nicht zu gut, um wahr zu sein scheint, ist ein guter Schritt. Die Steam-Spielerzahlen erreichen dabei jeden Tag neue Höhen und der Erfolg hält an: Ein Solo-Entwickler veröffentlicht ein ganzes MMORPG auf Steam, wird zum Überraschungshit, nur eine Schwäche wird deutlich
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