Mark Darrah ist der ehemalige Executive Producer von Anthem und gibt in einem vierstündigen Video viele Einblicke in die Entwicklung des MMOs. Zum Ende des Videos legt er einen Fokus auf die Zukunft des Spiels und verrät, wie das Spiel doch noch weiterleben könne.
Wie könnte man Anthem noch retten? Laut Darrah wäre es technisch machbar, Anthem zu retten. Dafür würde es ungefähr 10 Millionen US-Dollar benötigen, also etwa 8,5 Millionen Euro. Zudem müsste sich der Titel nach seinem Relaunch rund 400.000 Mal verkaufen, damit die Rettung für EA rentabel wäre.
Dafür stellt er quasi einen 3-Stufen-Plan vor, wie eine Rettung aussehen würde:
Schritt 1: Das Spiel auf aktuelle Konsolen bringen, also PS5 und Xbox Series X. Dabei solle die Grafik auf PC-Ultra-Niveau gehoben und auf stabile 60 Bilder pro Sekunde fixiert werden.
Schritt 2: EA müsse weg von den teuren „Dedicated Servers“ und hin zu „Locally Hosted Servers“. Der Code existiere dafür bereits, müsse also nur reaktiviert und poliert werden.
Schritt 3: Es müssten Gameplay-Anpassungen vorgenommen werden, da das Kampfsystem auf 4 Spieler ausgelegt ist und nicht nur auf eine Einzelperson. Seine Lösung wären KI-Begleiter, die jeweils ihren eigenen, kleinen Story-Arc bekämen.
Vor allem der zweite Schritt würde das Unternehmen kaum etwas kosten, so Darrah. Doch damit bleiben immer noch Schritt 1 und 3, die mehrere Millionen Euro verzehren würden. Der Ex-Entwickler schätzt deshalb noch ein, ob EA überhaupt dafür bereit wäre, Anthem wiederzubeleben.
Autoplay
EA und die Chance, Anthem wiederzubeleben
Würde EA das Spiel wiederbeleben? Laut Darrah würde EA „sicher nicht“ in eine Wiederbelebung investieren. Obwohl es machbar und vermutlich sogar profitabel wäre, passe es nicht zur Strategie des Unternehmens.
Ihm zufolge würde EA nach Milliarden-Dollar-Hits im Live-Service-Bereich suchen und investiere ungerne in Projekte, die nur ein bisschen Geld abwerfen. Insbesondere, wenn die Marke Anthem ohnehin schon geschädigt sei.
Sein Video könnt ihr euch hier auf YouTube ansehen:
Was hat No Man’s Sky damit zu tun? Der Titel ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Rettung. No Man’s Sky startete katastrophal auf Steam, weil es Versprechen nicht hielt und die Technik nicht auf dem besten Stand war. Doch das Spiel kämpfte sich voran, die Entwickler arbeiteten hart an daran und veröffentlichten riesige Updates, durch die es heute immer noch am Leben ist.
No Man’s Sky ist sogar so erfolgreich, dass andere Titel Assets aus dem Spiel klauen. Die Chefs von No Man’s Sky und von Once Human haben neulich sogar darauf reagiert: Einem kostenlosen Survival-Spiel auf Steam wurde vorgeworfen, ein Item bei No Man’s Sky geklaut zu haben, dessen Chef reagiert jetzt
Der Beitrag Ex-Entwickler von Anthem erklärt, was alles schiefgelaufen ist, schätzt die Chancen für eine Wiederbelebung wie bei No Man’s Sky ein erschien zuerst auf Mein-MMO.
