Was mit dem Housing von World of Warcraft möglich ist, zeigen viele Leute gerade. Eine Freundin von MeinMMO-Dämon Cortyn demonstriert, wie düster das werden kann.
In den vergangenen Wochen habe ich mich, so wie viele andere in World of Warcraft auch, intensiv mit dem Housing beschäftigt. Dabei habe ich nicht nur meinen eigenen, kleinen Magierturm gebaut, sondern mir auch viele Häuser von Nachbarn und Freunden angeschaut, wie etwa das abgedrehte Haus von Ticks. Heute will ich das Haus einer Freundin vorstellen, das eigentlich gar kein „Haus“ ist – denn es ist eine Höhle mit finsteren Geheimnissen, interessanten Schreinen und einer kleinen RP-Geschichte drumherum.
Autoplay
Eine Höhle voll finsterer Schreine
Was ist das für ein Haus? Mir gefällt das Haus bereits von außen, denn wenn man durch das Gebiet spaziert, fällt gar nicht auf, dass es sich dabei um ein Grundstück handelt. Ein großer Felsen mit einigen Bäumen erweckt eher den Eindruck, dass es einfach ein Teil der „Umgebung“ der Nachbarschaft ist.
Die Idee hinter dem „Haus“ – es handelt sich dabei um eine verschachtelte Höhle mit vielen versteckten Seitengängen. Dafür wurden jede Menge Felsen genutzt, die im Grunde sämtliche Wände des Hauses verkleidet haben. Die Struktur der Räume ist überhaupt nicht mehr zu erkennen, sodass man tatsächlich das Gefühl hat, in einer Höhle zu verschwinden.
Allein den Eingang finde ich schon faszinierend. Denn von innen sieht der Weg nach draußen aus, als würde Licht von außen hineinfallen, das durch die Efeu-Ranken strahlt. Natürlich kam dabei der Universal-Teppich zum Einsatz.
Mehrere Abzweigungen führen zu verschiedenen Räumen, wie etwa einem mystischen Brunnen mit einer elfischen Statue.
Wer genau aufpasst, kann aber auch kleine, verborgene Seitengänge finden, in denen offenbar irgendjemand ein Lager aufgeschlagen hat oder sich Büchern widmet.
Ein weiterer Schrein ist am Ende eines langen Ganges zu finden, ebenfalls mit einigen Opfergaben versehen.
Besonders spannend fand ich allerdings die zahlreichen versteckten Pfade. Etwa hinter mehreren Spinnenweben oder einer Wand aus Laub ging es zu einem weiteren Schrein, dessen Augen in unheimlich roter Anima-Farbe leuchten.
Innerhalb dieses Geheimganges gibt es dann aber noch einen weiteren Geheimgang hinter einer Steinplatte versteckt. Dort befindet sich eine kleine, elfische Behausung:
Doch selbst hier endet die Höhle noch nicht. Denn wieder versteckt (hinter einem Schrank) führt ein langer Gang weiter in die Tiefe.
Die Farbgebung wandelt sich und hinter einer Tür sind so viele grünliche Effekte, dass man das Gefühl hat, in eine ganz andere Dimension zu reisen – nur um dann in einem großen Raum voller Kissen, Betten und okkulter Gegenstände zu landen. Ach, und natürlich Handschellen auf dem Bett. Warum auch nicht?
Was ist die „Geschichte“ hinter der Höhle? Da es sich um einen Rollenspiel-Realm handelt, soll auch diese Höhle irgendwann einmal für eine RP-Geschichte genutzt werden. Auf Nachfrage hat man mir das so erklärt:
Die Höhle ist das Zentrum einiger Gerüchte. Kinder, die sich verlaufen haben, sollen diese Höhle hin und wieder finden und von seltsamen Lichtern hineingelockt werden, um dort die Nacht zu verbringen. In der Höhle gibt es alles im Überfluss, sodass sie am nächsten Tag ihren Eltern davon berichten. Doch dann ist die Höhle nicht mehr auffindbar.
Jahre später fangen die inzwischen erwachsenen Kinder an, im Schlaf Reime aufzusagen, aus denen sich dann neue Gerüchte ergeben. In der Höhle sollen drei Elfenschwestern aus alten Zeiten gelebt haben, deren Geister noch heute dort sind. Wer sie aufsucht, kann an ihren Schreinen eine Bitte stellen – Gesundheit, Wohlstand oder Gerechtigkeit. Doch jede Bitte erfordert auch eine Gabe in Form von Blumen und einem persönlichen Opfer.
Tatsächlich verbirgt sich hinter den Schreinen und den „Bewohnern“ der Höhle allerdings ein viel düstereres Geheimnis. Aber das muss man wohl im Spiel herausfinden …
Ich finde es auch nach inzwischen 4 Wochen noch immer extrem beeindruckend, wie kreativ einige Leute beim Housing sind und was für Ideen sie sich einfallen lassen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bisher lediglich ein kleiner Teil der Housing-Gegenstände im Spiel ist und das Housing-Level bisher noch auf 5 begrenzt ist. Ich kann nur erahnen, wie viel größer und komplexer Projekte noch werden, wenn diese Limits weiter angehoben werden.
Gerade das Housing hat für viele eine völlig neue Möglichkeit erschaffen, wie man World of Warcraft spielen kann. Nicht nur deswegen ist gerade wohl der beste Zeitpunkt, um sich WoW genauer anzuschauen. Falls ihr noch skeptisch seid, schaut doch in unseren Neulinge- und Rückkehrer-Guide, um den perfekten Start zu haben.
Der Beitrag Eine Freundin hat aus ihrem Haus in WoW eine finstere Höhle gemacht erschien zuerst auf Mein-MMO.
