CEO von Razer plädiert für mehr KI in der Spieleentwicklung, sagt: „Gamer lieben KI – sie wissen es nur noch nicht“

Razer‑Boss Min‑Liang Tan erklärt im Decoder-Podcast von Nilay Patel, warum KI nicht bloß Hologramme und Anime‑Waifus bedeutet, sondern Entwickler wirklich entlasten kann – und warum Gamer davon profitieren könnten, auch wenn sie gerade skeptisch sind.

Wie will Razer KI in der Entwicklung einsetzen? Razer-Chef Min-Liang Tan war im Januar 2026 anlässlich der Technikmesse CES in Las Vegas zu Gast im Decoder-Podcast von The Verge. Dort sprach er über Project AVA, Razers KI-Assistentin, und vor allem über seinen Blick auf den Einsatz von KI in der Spieleentwicklung.

Project AVA ist ein KI-Assistent, der euch helfen soll, besser in euren Games zu werden. Razer selbst bezeichnet das Projekt auf ihrer offiziellen Website als KI-Gaming-Copiloten.

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Autoplay

Tan betont im Interview: KI solle keine Inhalte generieren, sondern Entwicklerstudios bei repetitiven Aufgaben entlasten. Besonders wichtig sei der Einsatz in der Qualitätssicherung. Durch automatische Fehlererkennung und strukturierte Fehlerberichte könnten Games effizienter getestet und schneller verbessert werden – ohne menschliche Kreativität zu ersetzen.

Was wir […] nicht ablehnen, sind Tools, die zur Verbesserung oder Unterstützung beitragen und Spieleentwicklern dabei helfen, großartige Spiele zu entwickeln. […]
Wenn es also KI-Tools gibt, mit denen Spieleentwickler ihre Spiele schneller und besser testen und Fehler beseitigen können, sind wir alle einer Meinung und würden das sehr begrüßen.

– Min-Liang Tan im Decoder-Podcast

KI-Slop in Spielen bereiten Sorge

Warum glauben viele Spieler, dass KI schlecht für Gaming ist? Tan räumt im Gespräch ein, dass viele Gamer KI gegenüber berechtigt skeptisch sind – vor allem durch hitzige Debatten um generative KI, wie automatisch erzeugte Artworks oder Dialoge. Diese Sorge kommt nicht von ungefähr: Immer wieder schleichen sich subtile oder auch sehr plakative (Negativ-)Beispiele in aktuellen Spielen ein.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Zombie-Santa aus Call of Duty 7, der mit einer ungewöhnlichen Anzahl an Fingern den Ladebildschirm geschmückt hat (via Standard). Und auch in der Branche wird intensiv über die Verwendung solcher KI diskutiert (via taz).

COD Zombie-Santa, der einen Finger zu viel hat (Quelle: Reddit)

Dennoch ist der Razer-CEO überzeugt:

Gamer lieben KI in der Spieleentwicklung – sie wissen es nur noch nicht.

Für ihn liegt das Problem in der Wahrnehmung: Wenn KI unsichtbar bei der Qualitätsicherung oder Lokalisierung hilft, merken Spielerinnen und Spieler oft gar nicht, dass ein Tool im Hintergrund arbeitet – erleben aber trotzdem ein stabileres Spiel mit weniger Bugs.

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Razer setzt bereits selbst in verschiedenen Bereichen auf KI-Integrationen sowie partiell auf generative Elemente. Aktuell kooperiert das Unternehmen im Kopfhörer-Segment mit OpenAI’s ChatGPT (Razer) und für die kürzlich vorgestellte KI-Assistenz AVA mit Elon Musks KI Grok (xAI)(Razer).

Sofern KI in der Spieleentwicklung hilft, repetitive Aufgaben zu übernehmen, bleibt mehr Raum für Kreativität – genau darin sieht auch ein Nobelpreisträger die große Chance der Technologie. Warum er glaubt, dass uns KI nicht die Jobs, sondern mehr Freizeit bringt, lest ihr hier: Ein Nobelpreisträger sagt, dass Bill Gates recht haben könnte

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