Obwohl das MMORPG Tibia vom deutschen Entwickler CipSoft bereits 1997 erschien, ist es heute noch beliebt – so sehr, dass Spieler mit Warteschlangen kämpften. Einige hatten sogar Angst davor, sich auszuloggen. Die Entwickler sind sich der Probleme bewusst und äußern sich dazu.
Was gibt’s Neues bei Tibia? Am 24. November 2025 bekam das Free2Play-MMORPG aus Deutschland ein umfangreiches Winter-Update spendiert. Das lieferte unter anderem neue Gebiete und Monster. Zudem überarbeitete es das System für Jagdaufgaben komplett.
Hier seht ihr einen Trailer mit allen Neuerungen zum Winter-Update 2025 von Tibia:
Autoplay
Die Server von Tibia halten dem Andrang nicht stand
Was ist nun das Problem? Das Update lockte viele Spieler an, was aber die Server überlastete. Wie die polnische Gaming-Website mmorpg.org berichtet, beschwerten sich viele Spieler über Performance-Probleme wie Lags, oder dass das Spiel nicht mehr flüssig laufe.
Daraufhin reduzierten die Entwickler im Dezember kurzerhand die Kapazitäten einiger der beliebtesten Server, darunter Antica und Secura. Dies führte jedoch zu einem neuen Problem: lange Warteschlangen.
Ein Spieler teilte auf Reddit ein Foto, um das Ausmaß des Problems zu zeigen. Er schrieb: „Ich habe Der Hobbit (Extended Edition) geschaut, während ich in der Warteschlange saß“. Der Film dauert etwa 3 Stunden und war, wie auf dem Foto zu sehen, vorüber, bevor der Spieler auf dem Server landete.
Die langen Warteschlangen sorgten auch bei einigen Spielern dafür, dass sie Angst davor hatten, ihre Figur überhaupt aus dem Spiel auszuloggen. Stattdessen „parkten“ sie diese in einer der „No-Logout“-Zonen. In diesen werden Spieler bei Inaktivität nicht vom Server gekickt. Dort ließen sie das Spiel bis zur nächsten Session einfach weiterlaufen.
Reduzierte Server-Kapazitäten nur eine kurzfristige Lösung
Was sagen die Entwickler dazu? In einer Diskussion auf dem offiziellen Tibia-Forum sagte Community-Manager Liamas, man habe versucht, „kurzfristig die bestmögliche Balance zu finden“. Inzwischen können aber wieder mehr Spieler auf die Server, das Limit sei wieder angehoben worden.
Der Community-Manager erklärt weiter: „Durch den enormen Zuwachs an Inhalten ist Tibia nicht mehr das, was es vor 15 oder 20 Jahren war.“ (nicht spielerisch, sondern technisch) Ziel der Entwickler sei es jedoch, es allen Spielern so komfortabel wie möglich zu gestalten – dazu gehörten auch eine stabile Performance und kürzere Warteschlangen.
Die Entwickler sind sich der Probleme also bewusst. Dass Spieler von Tibia im Jahr 2026 aber immer noch über volle Server klagen können, grenzt schon an ein Wunder. Immerhin ist das Spiel schon fast 30 Jahre alt. MeinMMO hat sich die Geschichte des MMORPGs näher angeschaut: Vom deutschen Jugendzimmer zum MMORPG-Welterfolg – Die unglaubliche Geschichte von Tibia
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