Arbeitsspeicher ist bereits sehr teuer, doch SSDs folgen den hohen Preisen bereits. Ein Manager einer der größten Speicherhersteller, Kioxia, erklärte in einem Gespräch, dass die Zeit der günstigen SSDs vorbei sei. Und eine Stichprobe zeigt bereits: Die SSDs sind bereits so teuer wie seit Monaten nicht mehr.
Wie sieht die aktuelle Situation aus? Wer derzeit neue Hardware für sein Gaming-System oder einen Computer kaufen möchte, wird mit hohen Preisen konfrontiert: Arbeitsspeicher ist so teuer wie nie und auch andere Komponenten wie Grafikkarten oder SSDs werden immer teurer.
Ein Geschäftsführer der Firma Kioxia, einer der größten Flash-Hersteller der Welt, erklärte jetzt, dass die Zeit der günstigen SSDs vorbei sei. Für Spieler bedeutet das auch, dass sie mit steigenden Preisen im SSD-Bereich rechnen sollten.
Autoplay
SSDs werden bereits immer teurer und die Preise könnten weiter steigen
Shunsuke Nakato, Geschäftsführer der Memory Business Unit von Kioxia, sprach über die aktuelle Situation am Markt. Nakato beschrieb die aktuelle Situation in einem Interview mit der koreanischen Publikation Digital Daily:
Um ehrlich zu sein, ist die diesjährige Produktionsmenge bereits ausverkauft. Die Zeiten der günstigen 1-TB-SSDs für rund 7.000 Yen (ca. 45 US-Dollar) sind vorbei.
Er warnt davor, dass die steigende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz weiterhin anhalten wird, und beschreibt den aktuellen Markt als „High-End-Phase mit hohen Preisen“, was zu einer Verknappung des Angebots auf dem Unternehmens- und Verbrauchermarkt führt.
Was die Produktionskosten angeht, stellt der Kioxia-Manager einen Preisanstieg von „mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr“ fest und prognostiziert, dass sich dieser Trend mindestens bis 2027 fortsetzen wird. Er erklärte außerdem:
Unternehmen haben das Gefühl, dass sie ins Hintertreffen geraten, sobald sie ihre Investitionen in KI einstellen, sodass sie keine andere Wahl haben, als weiter zu investieren.
Wie sehen aktuell die Preise aus? Wer aktuell eine NVMe-SSD für seinen PC oder seine Konsole kaufen möchte, zahlt bereits deutlich mehr als vor einem halben Jahr. Das konnten wir bei einer Stichprobe bestätigen, die wir auf Geizhals.de durchgeführt haben. Der Vergleichbarkeit halber haben wir nur Modelle mit 1 TB verglichen.
Die Samsung SSD 990 EVO Plus 1 TB lag im September 2025 noch bei etwa 75 Euro, jetzt sind es zwischen 130 und 140 Euro.
Für die WD_BLACK SN7100 NVMe SSD 1 TB habt ihr im September 2025 noch rund 70 Euro gezahlt, mittlerweile liegt der Preis eher bei 130 Euro.
Die Crucial P3 Plus SSD 1 TB lag im September 2025 noch bei knapp 60 Euro, mittlerweile zahlt ihr knapp 160 Euro.
Bei allen Modellen sind die Preise in den letzten Wochen spürbar angestiegen und haben sich, je nach Modell, sogar mehr als verdoppelt. Und bisher sieht es nicht danach aus, als würden die Preise aufhören zu steigen.
Hardware ist richtig teuer geworden. Einige Nutzer gehen jetzt so weit, dass sie teilweise 18 Jahre alte Komponenten kaufen: DDR3-RAM und passende Prozessoren sind nämlich deutlich günstiger. Händler berichten, dass die Verkaufszahlen für alte Hardware rapide gestiegen sein sollen: Nutzer kaufen gerade aus Verzweiflung 18 Jahre alte Hardware, weil moderner Arbeitsspeicher gerade viel zu teuer ist
Der Beitrag Manager einer SSD-Firma sagt, „die Zeiten der günstigen 1-TB-SSDs“ sind vorbei, bestätigt, dass der Vorrat bereits bis 2027 ausverkauft ist erschien zuerst auf Mein-MMO.
