Mythische Bosse sind die härtesten in World of Warcraft. Doch gestern galt das nicht. Nur wenige Sekunden überlebten aktuelle Raidbosse auf mythisch.
Der Pre-Patch 12.0 von World of Warcraft Midnight ist live und brachte einige große Neuerungen. Mit dabei ist wieder ein „Stat Squish“, also ein „Werte-Quetsche“. Die sollte alle Charaktere und Gegenstände auf niedrigere Werte reduzieren. Doch das hat nicht ganz geklappt. Denn manche konnten vollkommen übermächtig bleiben und sogar mythische Raidbosse in unter 20 Sekunden besiegen.
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Was war los in den Raids? Wer in die Bestenlisten der Raids hineinschaute, konnte gestern den eigenen Augen nicht trauen. Manche mythische Raidbosse fielen in Rekordzeit um – etwa in 18 Sekunden. Bei einem Bosskampf, der eigentlich mehrere Minuten andauern sollte, ist das schwer zu begreifen. Der Grund dafür liegt allerdings in der missglückten Werte-Quetsche.
Zeitwanderung wehrt sich gegen Item-Squish
Warum ging das in 18 Sekunden? Das liegt daran, dass manche Charaktere noch immer ein Itemlevel von 600 und höher hatten, obwohl das aktuelle Maximum irgendwo zwischen 160 und 170 liegen dürfte.
Schuld war ein Zeitwanderungs-Händler. Denn der hat offenbar von der Werte-Quetsche gar nichts mitbekommen und verkaufte Gegenstände, die noch immer auf Stufe 632 waren. Diese Items sind ungefähr 75x besser, als Gegenstände aktuell eigentlich sein dürften.
Wer sich mit solchen Gegenständen ausrüstete, hatte nicht nur schier unendlich viele Lebenspunkte und war quasi unbesiegbar, auch der Schaden der eigenen Fähigkeiten war so hoch, dass mythische Bosse innerhalb weniger Sekunden in den Staub fielen.
Ist das noch immer so? Nein, Blizzard hat den Fehler relativ schnell behoben, sodass die Anzahl der Charaktere, die den Fehler ausnutzen konnten, sich in engen Grenzen halten dürfte. Die entsprechenden Händler wurden inzwischen gefixt und verkaufen nun nur noch Gegenstände, die dem eigentlich gedachten Itemlevel entsprechen.
War das erlaubt? Nein, ziemlich sicher nicht. Es handelt sich hier klar um die Ausnutzung eines Exploits. Für vergleichbare Vergehen hatte Blizzard in der Vergangenheit immer wieder Strafen erlassen und Accounts zumindest für eine Weile gesperrt. Wer sich mithilfe dieser Gegenstände bereichert hat – egal ob an Ausrüstung oder Erfolgen -, kann also davon ausgehen, dass eine Strafe folgen wird.
Blizzard plant übrigens noch mehr Neuerungen wie die Verschlinger-Spezialisierungen – Todesritter könnten sich bald auf eine Lich-Skillung freuen.
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