Resident Evil Requiem hat nach 3 Stunden etwas geschafft, das ich für unmöglich hielt: Ich habe wieder Angst vor Zombies

MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes konnte sich bereits 3 Stunden lang in Resident Evil Requiem austoben und ist begeistert. Ausgerechnet die Zombies haben ihn positiv überrascht.

Seit der Ankündigung warte ich schon gespannt auf Resident Evil Requiem. Als Capcom mir dann noch die Chance gegeben hat, bereits 3 Stunden des Spiels vorab zu zocken, war die Reaktion klar: auf jeden Fall!

In der Demo konnte ich einen größeren Abschnitt mit der neuen Figur Grace Ashcroft spielen und 2 kurze mit dem Fanliebling Leon Kennedy, der nach Teil 6 im Jahr 2012 nicht mehr in einem Hauptteil zu sehen war.

Vorab kann ich sagen: Die 3 Stunden waren ziemlich gut, auch wenn sich beide Figuren unterschiedlich spielen. Grace spielt sich am ehesten wie Ethan in Resident Evil 7 und Leon ist halt Leon – der Actionheld aus Teil 4.

Beides zusammen klingt erst einmal widersprüchlich, funktionierte für mich aber echt gut. Die große Überraschung für mich waren aber ausgerechnet die Zombies. Die wandelnden Leichen waren so gruselig wie lange nicht mehr.

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Autoplay

Zombies sind ein alter Hut, oder?

Die 3-stündige Session knüpfte nahtlos an die gamescom-Demo an. Ich startete mit Leon, der wegen einer Ermittlung in einer Klinik angekommen ist. Nach kurzem Gequatsche mit einer Schwester geht es auch direkt in die Action. 

Klassische Zombies (einer mit Kettensäge) gehen auf Leon los und in einem kleineren Raum muss man sich mit seiner Pistole wehren. Das fühlte sich grundsätzlich ziemlich gut an, ähnlich wie das Remake zu Resident Evil 4.

Man kann Gegner benommen machen, sie wegtreten oder sogar Finisher ausführen. Als ich dann aber den Zombie mit der Kettensäge zu Boden getreten habe, wollte ich zu ihm, doch plötzlich kriecht er mit der Waffe zu mir und verletzt mich. Ein Verhalten, das ich nicht vorhersehen konnte, weil ich mich in Sicherheit wog – er lag ja auf dem Boden.

Nachdem ich alle Zombies erledigt hatte, spielte ich Grace. Im Spiel soll man zwischen den Perspektiven frei entscheiden können. Ich ließ die Einstellungen, wie sie waren, weshalb Leon aus der 3rd-Person gespielt wurde und Grace aus der First-Person.

Der Teil von Grace war deutlich weniger actionreich. Dank fehlender Feuerkraft musste ich hier behutsamer vorgehen: schleichen, tricksen und manchmal wegrennen. Hier habe ich es aber bei den Zombies noch deutlicher gefühlt: Ich hatte Angst, weil sie so unberechenbar sind, wie nie zuvor.

Im Kampf gegen Zombies hat Grace nur begrenzte Ressourcen

Simple Zombies sind wieder gruselig – auch im Gameplay

2026 könnte man behaupten, dass man jede Art von Zombie kennt, vor allem als Resident-Evil-Fan: Es gibt schnelle, langsame, riesige oder absurd mutierte. Schon seit Teil 1 ist Resident Evil eine Reihe, die man oft mit Puzzle Games vergleichen kann. Es geht nicht einfach immer nur ums Ballern, es geht um Planung:

Wie bewältige ich mit meinen Ressourcen den Raum?

Welche Zombies sollte ich töten?

Welchen einfach ausweichen?

Die besten Spiele der Reihe bauen ihre Level komplett auf diesem System auf. Die Kunst liegt dabei in der Platzierung der Gegner und dem Aufbau des Raums. Diese Elemente merkte ich auch in dieser Anspielsession. Doch Requiem legt da noch einen drauf.

Wenn ich einen Raum betrete, schaue ich mir die Zombies an, und auch im Kampf antizipiere ich, wer eine echte Gefahr ist und wie ich mich bewegen muss. Das versuchte ich auch hier, doch die Zombies waren anders: Sie unterschieden sich, obwohl sie eigentlich nur Standard-Zombies waren.

Manch ein Zombie hat eine Waffe, die er wild herumwirbelt, andere kriechen zu einem los. Hinzu kommen verschiedene Geräusche: mal ein Stöhnen, mal ein Kratzen, mal ein Kreischen. Wenn ich von weitem einen Zombie hörte, hatte ich teilweise Gänsehaut und zögerte, weiterzugehen.

Bei mir wächst Druck und ich muss schnell entscheiden, was ich mit den jeweiligen Zombies jetzt mache. Es kam zu Momenten, in denen ich mich übel erschreckt habe, weil mir ein Untoter plötzlich gefolgt ist und meine ganze Planung zunichte gemacht hat.

Ich musste umplanen, lernen, was der Zombie anders macht und welche Route ich später sicher zurücklaufen kann. Das hat mir enorm viel Spaß gemacht, weil es nie frustrierend wurde. Es gab keine Insta-Deaths, ich musste einfach schnell umdenken. Ich musste Entscheidungen treffen, weil meine eigene Erwartung (und auch Arroganz) mich zu Fehlern verleitet hat.

Die Zombies schafften es, nicht nur visuell gruselig zu sein, auch im Gameplay sorgten sie für starke Horror-Momente.

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Mehr Entscheidungen bei den Ressourcen

In der Session gab es eine neue Ressource: Blut. Mit der konnte man verschiedene Dinge craften. Darunter war etwa Munition oder eine Spritze, mit der ich Zombies unbemerkt töten kann. Auch das verstärkte das Gefühl, dass ich anders planen muss.

Stealth-Kills sind etwa sicherer, wenn ich einen erwische, aber was ist, wenn ich plötzlich überrascht werde und keine Munition mehr habe? Vor allem als Grace, mit der jede Ressource wertvoll ist, sind das für mich unglaublich spaßige Momente.

Ich freue mich jetzt schon, das Spiel beim Release öfter durchzuspielen, um zu schauen, wie gut unterschiedliche Herangehensweisen sind.

Die hergestellen Ressourcen beeinflussen eure Herangehensweise gegen Zombies

Resident Evil Requiem könnte nicht bei jedem funktionieren

Beim Anspielen gefiel mir der Mix aus Leon und Grace ziemlich gut. Grace war echter Horror mit gruseliger Atmosphäre, und Leon brach das mit seinen Action-Sequenzen immer gut auf. Dabei fand ich auch die Balance ganz schön. Da der Abschnitt mit Grace länger war, konnte sich die Stimmung gut aufbauen.

Ausgehend von der Session denke ich auch, dass man Grace im Spiel öfter spielen wird. Wer Fan der gesamten Reihe ist, wird sich aber wohl mit beiden Figuren wohlfühlen.

Wer aber etwa nur Resident Evil 7 oder Resident Evil 4 erwartet, der könnte möglicherweise enttäuscht werden.

Ich, der die Reihe aber über alles liebt, bin mir sicher: Das könnte mein Spiel des Jahres werden, wenn die Stärken aus der Anspielsession überall zu finden sind. Auch auf ein anderes Capcom-Spiel freue ich mich: Ein neuer Sci-Fi-Shooter für die PS5 könnte richtig gut werden, auch wenn eine Mechanik die Spieler spalten wird

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