ARC Raiders – im Test (PS5)

Seite 1

Spiel:ARC RaidersPublisher:Embark StudiosDeveloper:Embark StudiosGenre:ActionGetestet für:PS5Erhältlich für:PS5, XSXUSK:18Erschienen in:12 / 2025

Die Köpfe hinter dem ­kostenlosen Multiplayer-Erfolg The Finals haben erneut Grund zum Feiern. Ihr neuer PvPvE-Extraction-Shooter ARC Raiders hat bereits zwei Wochen nach der Veröffentlichung die Marke von 4 Millionen verkauften Einheiten geknackt. Was macht das Spiel so besonders?

Die Roboter (Arcs) haben die Kontrolle über die Oberfläche übernommen und Menschen leben versteckt im Untergrund. Euer Ziel als mutiger Raider ist es, in jeder Runde möglichst viel Loot einzusacken. Damit stellt Ihr dann in Eurer Basis selbst Ausrüstung her oder Ihr verkauft das Gesammelte, um bei Quest-gebenden Händlern nützliches Equipment einzukaufen.

Trotz vieler Gemeinsamkeiten mit dem Konkurrenten Hunt: Showdown 1896 unterscheidet sich allein durch diese Grundprämisse der Spielverlauf enorm. Statt einen Boss zu jagen, bleibt es Euch überlassen, wie Ihr die halbe Stunde auf den Karten mit wechselnden Bedingungen nutzt. Sammelt schleichend ­Beute, hetzt andere Raider, die sich durch Geräusche in der Spielwelt bemerkbar machen, oder legt Euch mit den Robotern an, die Ihr nicht unterschätzen solltet. Diese sind nicht nur Beiwerk und können Euch das Leben schnell ausknipsen. Um zu verschwinden, müsst Ihr die zeitbegrenzten Fluchtwege wie eine U-Bahn oder Aufzüge erreichen, die jedoch bis zum ­Erscheinen mächtig Lärm ver­ursachen.

Durch seine Queststruktur und einen Levelbaum lässt sich ARC Raiders sogar erstaunlich gut als Solo-Erfahrung genießen. Einen getrennten Spielmodus gibt es zwar nicht, aber spielt Ihr ­alleine, packt Euch das Matchmaking möglichst in Lobbys mit anderen Einzelkämpfern. Da der PvE-Aspekt bereits sehr hart ist, schließen wir erstaunlich oft Freundschaften mit fremden Raidern allein durch die Nutzung des Emotes ”Nicht schießen!”. Eine Garantie ist es zwar nicht, dass uns der neue Kumpan nicht am Schluss doch übers Ohr haut, aber das gehört ohnehin zur Spannung, die das Genre so reizvoll macht.

Audiovisuell liefert Studio ­Embark ab. Die Karten mit aus im Sand versunkenen Städten oder einem Damm-Schauplatz mit halligen Energie- und Forschungsanlagen sehen verdammt schick aus. Die Lichtstimmung wechselt je nach Situation und Wetter zwischen friedvollen Sommertagen und gruseliger Düs­ternis verlassener Orte ähnlich im Stil des postapokalyptischen Meister­werks The Last of Us. Die Waffen haben Wumms und die Performance auf der PS5 Pro ist jederzeit flüssig mit 60 fps.

Meinung & Wertung

Steffen Heller meint: Durch die mächtigen Roboterfeinde und den Loot-Fokus erhält ARC Raiders eine frische Facette, die Hunt nicht bietet. Gleichzeitig besitzt es aber auch dessen Stärken wie ein grandioses Sounddesign, das meine spielerischen Entscheidungen stetig beeinflusst. Und gemeinsam mit einem Fremden zu fliehen, sorgt für Hochgefühle. Wie auch bei Hunt bleibt es außerdem Euch überlassen, ob Ihr für kosmetische Belohnungen Euren Fortschritt opfern oder lieber Euren Fähigkeitenbaum und Eure erspielte Beute dauerhaft behalten wollt. Ein Problem sehe ich momentan bei Exit-Campern, die es zu leicht haben. Die Motivationsspirale dürfte sich außerdem langfristig abschwächen und die aktuelle Inventar-Verwaltung in der Lobby benötigt zu viel Zeit.

Extraction-Shooter, der sich mit forderndem PvE und einer Loot-Spirale an Solo- und Multiplayer-Spieler richtet.

Singleplayer88MultiplayerGrafikSound

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *