Mit der richtigen Stromversorgung schafft man es in WoW Classic Hardcore auf Level 60 – irgendwann standen die Sterne für einen Twitch-Streamer dann doch richtig.
In World of Warcraft Classic Hardcore ist der Weg zu Level 60 beschwerlich und vor allem langwierig. Über 100 Stunden benötigt man und dabei kann ein einzelner Fehler bereits den ganzen Fortschritt kosten. Genau das versuchen aber gerade hunderte deutschsprachige Streamer der Gilde Sauercrowd und liefern dabei immer wieder amüsante Ereignisse.
Nach mehreren Rückschlägen hat nun auch Saltydayn endlich Stufe 60 erreicht. Dabei stellte sich heraus: Die größten Probleme waren gar nicht (nur) die Feinde im Spiel, sondern auch Disconnects oder eine stabile Stromversorgung.
Was waren die Probleme von Saltydayn? Nach kleinen Startschwierigkeiten, wie etwa dem „Abrutschen“ von einem großen Nachtelfenbaum auf Teldrassil oder dem tragischen (und zu gierigen) Tod im Kampf gegen ein paar Trolle, hat Saltydayn noch einmal die Zähne zusammengebissen. Dann waren es allerdings die äußeren Umstände, die ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung machten:
Disconnects sorgten für mehrere Schock-Momente, sodass ein neuer Router gekauft werden musste.
Stromausfälle kamen hinzu, weshalb er sich letztlich sogar ein USV-Gerät besorgte, um eine konstante Stromzufuhr zu gewährleisten.
USV steht für Unterbrechungsfreie Stromversorgung und dient dazu, die Stromversorgung bei einem Ausfall nahtlos zu gewährleisten. Diese Technik kommt vor allem dort zum Einsatz, wo jede Unterbrechung fatale Folgen haben kann, wie eben in Krankenhäusern. Mit einem USV-Gerät kann die Zeit überbrückt werden, bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist, oder ein Notstromaggregat anspringt.
Mit diesen „Hilfsmitteln“ ausgestattet, war das Ziel für den Streamer endlich in greifbarer Reichweite und sein Charaktere Insanedayn erreichte Level 60.
Endlich Level 60, aber nicht so wie geplant
Eigentlich wollte Saltydayn die letzten Erfahrungspunkte für Level 60 bei einer alten Bekannten holen – der Troll-Lady, die ihm schon zuvor den Weg zum Maximallevel ruiniert hatte. Also reiste er zurück in das Hinterland, um sich noch einmal seiner alten Nemesis zu stellen und von ihr dann die letzten XP für Stufe 60 zu erhalten.
Doch dazu kam es auch dieses Mal nicht, denn bereits auf dem Weg zum Troll-Tempel gab es unverhofft den Level-up als Saltydayn ein neues Gebiet auf der Karte aufdeckte. Das gewährt in WoW eine kleine Menge Erkundungs-XP und genau die genügten bereits, um Stufe 60 zu erreichen. Somit war das Finale dann etwas weniger spektakulär als ursprünglich gedacht, sorgte allerdings für einige Lacher im Voice und natürlich die üblichen Glückwünsche im Gildenchat.
Wir haben den Streamer gefragt, wie sich der große Moment für ihn angefühlt hat, und dabei dominierte vor allem eines: Erleichterung.
„Ich war vor allem erleichtert, dass es am Ende geklappt hat und eine große mentale Last von mir abgefallen ist. Hardcore-Settings sind extrem frustrierend, wenn man durch Dinge ohne eigene Kontrolle verliert, aber für mich war von Anfang an klar, dass ich es durchziehe. Umso dankbarer bin ich für die Unterstützung meiner Community und Gilde, die mir enormen Rückhalt gegeben haben.“
Jetzt muss Saltydayn „nur noch“ aushalten und sich ausrüsten, bis Sauercrowd endlich in den Raid Geschmolzener Kern zieht, das ist das große Ziel der Gilde. Denn auch wenn man Stufe 60 erreicht hat, ist man damit noch lange nicht sicher – eine ganze Gruppe 60er-Charaktere hatte durch einen kleinen Fehler kürzlich erst ihre Heldinnen und Helden verloren.
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