Eine Gruppe Kampfexperten der D&D-Truppe „Min-Maxed“ will durch ihre eigene Expertise die wirklich beste Methode finden, um einen Pfeil umzulenken. Das Ergebnis präsentieren sie in einem Video, das jedoch beweist, dass Regeln des TTRPGs nicht willkürlich gewählt werden.
Wie will die Gruppe die Regel auf die Probe stellen? Einige Mitglieder der D&D-Gruppe „Min-Maxed“ wollen herausfinden, welche Klasse des Rollenspiels wirklich in der Lage wäre, einen Pfeil umzulenken und so dem Schaden zu entgehen. Dafür stellten Bogenschütze Blumineck, die beiden Waffen-Experten von Sellsword Arts, Kampfkünstler Instructor Bensei und D&D-Content-Creator Tater the Bard ihr eigenes Können auf die Probe.
Anhand des Regelwerkes aus 2024 ist die Fähigkeit „Angriffe umleiten“ ein reines Klassenmerkmal des Mönches, das er auf Level 3 erhält. Ob das jedoch nur ein Mönch können sollte, prüft die motivierte Truppe im praktischen Test.
Sie versuchen, mit Kurz- und Langschwertern, einem Rope Dart (auch Shéng Biāo genannt), einem anderen Bogen oder mit bloßen Händen einen Pfeil aufzuhalten, der auf die Kampfkünstler abgefeuert wird. Blumineck betont, dass es sich um sichere Pfeile handelt, die mit einem leichten Bogen abgefeuert werden, damit niemand verletzt wird … oder zumindest nicht mehr, als nötig.
Autoplay
Einen abgefeuerten Pfeil zu stoppen, ist schwer – aber nicht unmöglich
Was war das Ergebnis ihres Tests? Der Test entpuppte sich mehr als ein ständiges Einstecken als eine professionelle Abwehr. Weder das Kurzschwert noch das Langschwert, das Seil des Rope Darts oder der Bogen konnten einen Pfeil effektiv abwehren. Für ein flinkes Ausweichen gab es zwar separat Punkte, das wollten die Experten aber nicht als Abwehr gelten lassen.
Egal wie professionell der Umgang der Content Creator mit ihren Waffen zu sein mag, niemand konnte das Geschoss stoppen, geschweige denn umleiten … bis auf einen.
Ausgerechnet der Dungeon Master der Gruppe, Tater the Bard, der keinerlei Waffenexpertise vorweisen kann, schaffte es, einen Pfeil mit seiner Hand zu fangen. Zwar ist es fraglich, ob er das in einem Kampf überlebt hätte, da er den Pfeil erst beim dritten Versuch und eher ungeschickt fangen konnte: „Ich bin tot, aber ich halte einen Pfeil!“
Blumineck konnte durch seinen Bogen zwar auch einen Pfeil abwehren, doch das lag eher daran, dass der sein Ziel sowieso nicht getroffen hätte.
Hier seht ihr den Videobeweis der Truppe auf TikTok:
Also hat das Regelwerk recht? Der Test zeigt eindrucksvoll, dass es in echt gar nicht so leicht ist, einen Pfeil abzuwehren. Die Verantwortlichen haben sich wohl etwas dabei gedacht, dass wirklich nur Mönche in der Lage sein sollen, so einen Angriff umzuleiten, wie es das Klassenmerkmal beschreibt.
Mit einer Reaktion können sie nicht nur Pfeile, sondern auch andere Angriffe, die Hieb-, Stich- oder Wuchtschaden zufügen würden, umleiten und somit den Schaden verringern.
Allerdings hat die Community von Dungeons & Dragons eine noch simplere Methode, um auch anderen Klassen diesen Vorteil bieten zu können:
„Man sollte ein großes, rundes oder eckiges Stück Holz oder Eisen herstellen, das man vor sich halten kann, um eine Art Wand zu bilden“, erklärt henryted98 in den Kommentaren des Videos auf Instagram, und auch dtsavage101 schreibt, aber mit etwas weniger Sarkasmus: „Die korrekte Antwort ist, und war immer, der gute alte Schild.“
Als Vorbereitung für ihre Kampagne, in der sich die Mitglieder von Mix-Max bezüglich ihrer Expertisen selbst spielen wollen, testeten die einzelnen Mitspieler weitere Fragen, die noch offenstehen. Die beiden Schwertkampf-Experten von Sellsword Arts wollten erst einmal wissen, ob sie im echten Leben überhaupt gut genug wären, um als Kämpfer auf Level 1 durchzugehen: Schwertkampf-Experten auf YouTube testen, ob sie Level 1 eines Kämpfers in D&D erreichen könnten
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