The Elder Scrolls Online gehört zu den größten MMORPGs, hat jedoch bereits fast zwölf Jahre auf dem Buckel. Lohnt es sich, jetzt nach Tamriel zurückzukehren oder erstmals im Online-Rollenspiel von Zenimax durchzustarten? MeinMMO verrät es euch!
Was muss ich grundsätzlich zum Spiel wissen? The Elder Scrolls Online (kurz: ESO) ist ein MMORPG der ZeniMax Online Studios, das am 4. April 2014 für den PC erschienen ist. Ein Jahr später folgten die Konsolen-Versionen. Damals wie heute setzt das Online-Rollenspiel auf ein Buy2Play-Modell mit optionalem Abo und Ingame-Shop.
The Elder Scrolls Online ist ein Themenpark-MMORPG, das mit seinen vollvertonten Dialogen einen großen Fokus auf die Quests, Geschichten und Figuren aus der Fantasy-Welt Tamriel setzt. Es gibt aber auch Dungeons und Raids, PvP-Inhalte, Crafting, Nebentätigkeiten wie ein Kartenspiel, Housing und einiges mehr.
In den vergangenen Jahren ist Karsten dann immer wieder zu seiner Khajiit-Nachtklinge zurückgekehrt, um die neuen Story-Inhalte durchzuspielen oder für Wochen in frisch veröffentlichte Features wie das Ruhmesgeschichten-Kartenspiel oder die Herausforderungen im Endlosen Archiv abzutauchen.
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The Elder Scrolls Online im Jahr 2026
Bei The Elder Scrolls Online verändert sich derzeit eine Menge. Nach einem Übergangsjahr führen die Entwickler 2026 ein saisonales Modell ein, das voraussichtlich im März oder April mit Saison Null durchstarten wird. Ein nettes Nebenprodukt der Saisons: Alle kommenden Gameplay-relevanten Neuerungen sollen allen Besitzern von ESO ohne weitere Kosten zur Verfügung stehen.
Ihr müsst in Zukunft also keinen Content Pass, kein Kapitel und auch keinen DLC mehr kaufen müssen, um die nächsten Quests, Regionen, Dungeon, Raids, Klassen und so weiter spielen zu können. Es reicht, das Basisspiel von ESO zu kaufen. Anders als bisher sollen die Updates dabei zeitgleich auf allen Plattformen erscheinen. Konsolen-Spieler müssen also nicht länger auf Neuerungen warten.
Ebenfalls cool: Einige der bislang kostenpflichtigen Inhalte sollen über die kommenden Monate hinweg nach und nach ins Basisspiel integriert werden. Dazu gehören die DLCs Diebesgilde, Dunkle Bruderschaft und Orsinium, aber auch das Greymoor-Kapitel. Wer 2026 neu in ESO einsteigt, bekommt dadurch so viele Inhalte wie noch nie für vergleichsweise wenig Geld.
Neben dem Kaufpreis für The Elder Scrolls Online wird es auch in Zukunft weiterhin das optionale ESO-Plus-Abo sowie den Kronen-Shop im Spiel geben. Außerdem ist für jeder der kommenden Saisons ein Battle-Pass-System mit dem Namen „Tamrielfolianten“ geplant. Für dieses System wird es je eine kostenlose sowie zwei kostenpflichtige Varianten geben.
Mehr dazu erfahrt ihr hier: Das Bezahlmodell von Elder Scrolls Online in 2026: Was bringt der neue Battle Pass und was passiert mit ESO Plus?
Mehr Liebe für Wiederkehrer, gewagte Experimente für Veteranen
2026 ist aber auch noch aus anderen Gründen ein spannendes Jahr für ESO. Zum einen möchten die Entwickler mit jeder Saison Experimente wagen und Dinge ausprobieren, für die es bislang keinen Platz in Tamriel gab. Hier einige Beispiele, die auf der aktuellen Roadmap für 2026 stehen:
Es sollen 3 neue Schwierigkeitsgrade für die offene Welt von ESO kommen.
Die erste Saison bringt mit dem Nachtmarkt erstmals eine sogenannte Event-Zone, die aufgrund ihres Schwierigkeitsgrads eine für ESO ungewöhnlich knackige Herausforderung bieten soll.
Es ist die Einführung von Weltmeeren, großen Schiffen und Schiffskämpfen geplant.
Es sollen Dungeon-Herausforderungen für Solisten kommen.
Zum anderen möchte man ab jetzt verstärkt daran arbeiten, umsetzbare Wünsche aus der Community ins Spiel zu bringen sowie die Spielerfahrung für Neueinsteiger und Wiederkehrer spürbar zu verbessern. Bereits die Liste der Neuerungen, die das nächste Update 49 bringen soll, ist lang und vielversprechend. Doch seht selbst:
Was sind die aktuellen Stärken von ESO?
Fans des Elder-Scrolls-Universums finden in ESO die Möglichkeit, die riesige, atmosphärische Welt von Tamriel alleine oder mit Freunden unsicher zu machen. Am meisten Freude werdet ihr haben, wenn ihr nach gut geschriebenen Geschichten, interessanten Figuren und stark vertonten Dialogen sucht. Und wenn euch Flexibilität wichtig ist.
Sobald ihr die Charaktererstellung verlasst, steht euch dank der flexiblen Stufenskalierung nämlich ganz Tamriel offen. Genauso frei ist auch die Charakterentwicklung, bei der ihr munter eine Vielzahl von Fertigkeitenlinien kombinieren könnt. Oder der Umstand, dass ihr mit Maus und Tastatur oder mit dem Controller, am PC oder der Konsole, aus der First-Person- oder Third-Person-Perspektive spielen könnt.
Nach fast zwölf Jahren blickt ESO dabei auf derart viele Inhalte, dass ihr dort viele Monate, wenn nicht sogar Jahre mit den Story-Inhalten, Gruppenherausforderungen, dem Ausbau eures Eigenheims, der Ausgrabung von Antiquitäten, dem Leveln eurer Gefährten und anderen Aufgaben verbringen könnt.
Autoplay
Was sind die aktuellen Schwächen von ESO?
Einige der aktuellen Schwächen schleppt ESO bereits seit seinem Release mit. Dem actionreichen Kampfsystem fehlt es beispielsweise seit jeher an Wucht und Treffer-Feedback. Das Einweben von automatischen Angriffen in die Fertigkeiten, um das Maximum herauszuholen, fühlt sich schlecht an. Zwar arbeiten die Entwickler daran, die Klassen zu überarbeiten, doch wird es dauern, bis alle davon profitieren.
Eine häufig genannte Kritik war in den vergangenen Jahren auch, dass ESO in vielen Bereichen zu einfach ist. Vor allem die Story- und Quest-Inhalte in der offenen Welt bieten oftmals keine Herausforderungen. Das trifft auch jetzt noch zu, doch soll man mit dem kommenden Update die optionale Möglichkeit haben, sich die Spielerfahrung in der Welt schwerer zu machen.
Was sich nicht so einfach lösen lässt, sind die Schwächen im MMO-Bereich. Andere MMORPGs bieten abwechslungsreichere Dungeon- sowie Raid-Inhalte, sie fühlen sich beim kooperativen oder kompetitiven Gruppenspiel besser an. Eine wichtige Säule der MMO-Erfahrung – die Schlacht in Cyrodiil – kämpft seit Jahren mit technischen und konzeptionellen Problemen.
Zu guter Letzt steht immer wieder das Bezahlmodell von ESO in der Kritik. Seit jeher schimpfen Spieler, dass der für Handwerker essenzielle Handwerksbeutel ein Vorteil vom ESO-Plus-Abo ist. Zwischenzeitlich fanden Spieler es doof, für beispielsweise neue Klassen oder Features wie die Schriftlehre zahlen zu müssen. Im vergangenen Jahr war es der teure Content Pass, der für Ärger sorgte. Und jetzt bekommt der neue Battle Pass einiges ab.
Lohnt sich jetzt der Start in ESO oder die Rückkehr nach Tamriel?
Wie gut die kommenden Saisons werden, können wir jetzt natürlich noch nicht sagen. Vielleicht verzetteln sich die Entwickler mit ihren Experimenten. Sicherlich wird nicht jede implementierte Verbesserung oder Neuerung ins Schwarze treffen. Der Plan für das Jahr 2026 klingt aber spannend wie lange nicht.
Glasklar ist, dass ihr für euer Geld ab jetzt so viele ESO-Inhalte wie nie erhalten könnt. Wer in einem MMORPG alleine oder mit Freunden am liebsten Quest- sowie Story-Inhalte spielt, dürfte in Tamriel sein Paradies finden. Zumindest, wenn ihr euch mit dem Kampfsystem arrangieren könnt.
Wer nach der bestmöglichen Action-Kampferfahrung im Genre sucht, sollte indes wohl eher Black Desert ausprobieren. Gruppeninhalte wie Dungeons oder Raids machen uns in WoW oder Final Fantasy XIV mehr Spaß. Die größten PvP-Schlachten gab’s zuletzt in Throne and Liberty. Ihr seht: ESO ist keine Nobrainer-Empfehlung für jeden, aber auch im Jahr 2026 eine solide Option. Oder seht ihr das anders? Was die neue Konkurrenz angeht, schaut hier vorbei: MMORPGs 2026: Die 8 hoffnungsvollsten Online-Rollenspiele, die dieses Jahr erscheinen sollen
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