In Shootern greifen viele Spieler auf Konsole zu unerlaubten Mitteln. Call of Duty verschärft jetzt den Kampf gegen die lästigen Schummler.
Was sind das für Spieler? Spieler, die auf Konsolen wie der PS5 oder Xbox Series X|S einen unfairen Vorteil haben wollen, greifen oftmals zu sogenannten Spoofern. Das sind Geräte wie der Cronus Zen oder der XIM Matrix, die das Eingabesignal von Controllern manipulieren und Spielern so unter anderem unerlaubte Hilfsmittel in verschiedenen Spielen verschaffen.
Mit diesen „Hilfsmitteln“ ist es beispielsweise möglich:
den Rückstoß einer Waffe zu verringern,
Macros einzurichten,
die Zielhilfe eines Spiels zu verstärken
halbautomatische Waffen auf Knopfdruck in höchstmöglicher Feuerrate automatisch abzufeuern
Des Weiteren ermöglichen diese Geräte eine universelle Controller-Nutzung an den verschiedenen Konsolen. So können Spieler etwa einen Xbox-Controller an der PlayStation verwenden – oder Maus und Tastatur in Spielen nutzen, die Maus und Tastatur gar nicht unterstützen. Alternativ können Spieler auf diese Weise den Aim-Assist von Controllern bekommen, obwohl sie Maus und Tastatur an der Konsole verwenden, weil das Gerät der Konsole die Verwendung eines Controllers vorgaukelt.
Autoplay
Das ist die neue Maßnahme von Call of Duty: In einem neuen Blog-Post erklärten die Entwickler, dass sie neue Erkennungsfunktionen einführen, um verbotene Geräte sowie Konten, die diese nutzen, zu erkennen.
Diese Erkennungsmaßnahmen zielen auf die Eingabegeräte ab, „die eine maschinell perfekte Zielgenauigkeit und Rückstoßkontrolle simulieren und damit Vorteile bieten, die kein menschlicher Spieler auf natürliche Weise erreichen kann.“
Dazu analysiere das Team das Timing, die Konsistenz und die Reaktionsmuster der Eingaben, „um natürliches menschliches Spielverhalten von maschinell modifizierten Eingaben zu unterscheiden.“ Man wolle damit Rückstoßkontrolle, Zielverhalten und Eingabegenauigkeit identifizieren, die über das hinausgehen, was mit einem Standard-Controller oder einer Maus physikalisch möglich ist.
Oftmals bleiben die Nutzer dieser Tools unentdeckt, da diese so konstruiert sind, möglichst schwierig entdeckt zu werden. Call of Duty legt jetzt den Fokus darauf, das zu ändern, und bestimmte Eingabemuster besser identifizieren zu können. Die Entwickler betonen jedoch, dass das weiterhin ein laufender Prozess sei.
Wer bei der Verwendung eines solchen Tools erwischt wird, muss demnach mit einer Strafe rechnen.
Ist das wirklich Cheaten? Ja. Die Verwendung von sogenannten Spoofern ist in vielen kompetitiven Spielen verboten, darunter etwa Rainbow Six: Siege, Valorant und auch in Call of Duty. Das stellten die CoD-Entwickler auch nochmal im jüngsten Blockbar klar:
„Um es klar zu sagen: Diese Geräte sind in Call of Duty nicht erlaubt. Es handelt sich um Cheating-Tools, auch wenn sie sich als Hilfsmittel für Barrierefreiheit tarnen.“
Dennoch greifen viele Spieler auf Konsole zu den Geräten, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen und ihre Chancen auf einen Sieg zu erhöhen. Das macht sich jedoch im Portemonnaie bemerkbar. Ein Cronus Zen oder ein XIM Matrix kostet auf der Seite des jeweiligen Herstellers rund 130 €, besondere Controller mit Schultertasten, oder Aufsätze wie das kontroverse Strike-Pack von Cronus, sind da noch nicht eingerechnet.
In Call of Duty: Black Ops 7 und Warzone startet diese Woche auch die zweite Season, die unter anderem neue Maps für den Multiplayer, Warzone und den Zombie-Modus bringt. Die wichtigsten Infos zum kommenden Update findet ihr hier in der Übersicht: CoD Black Ops 7 & Warzone: Season 2 startet in 2 Tagen – Alle wichtigen Infos in der Übersicht
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