Chris Metzen wünscht sich manchmal, er hätte Warcraft nicht Warcraft genannt

Der Erfinder von Warcraft glaubt, dass der Name gar nicht so gut ist. Denn irgendwie klingt das viel zu bösartig.

Wie man es auch dreht und wendet, Warcraft in seinen verschiedenen Ausprägungen war wegweisend für die Videospiel-Industrie. Egal ob es der Welterfolg Warcraft III oder das riesige MMORPG World of Warcraft ist, das in wenigen Tagen den Launch der 11. Erweiterung feiert – den Namen „Warcraft“ kennen die meisten vom Hören, egal ob sie sich mit Videospielen befassen oder nicht.

Doch Chris Metzen, der Erfinder von Warcraft, wünscht sich manchmal, er hätte die Welt nicht so genannt.

Warcraft klingt zu furchterregend

Was wurde gesagt? In einem Interview mit „The Game Business Show“ auf YouTube sprachen Holly Longdale und Ion Hazzikostas von Blizzard über Warcraft als Ganzes, die Vergangenheit des Franchise und die Zukunft. Dabei ging es viel darum, dass Warcraft (und WoW) inzwischen so viel mehr ist als nur eine kleine Spielwelt, in der sich Orcs und Menschen verprügeln. Dabei sprach Holly auch über ein kleines Detail:

Ich glaube, Warcraft ist auf Wachstum vorbereitet, es ist eine fantastische IP. In meiner bescheidenen Meinung glaube ich, dass es zu wenig genutzt wurde, und ich will es zu so vielen Menschen wie möglich bringen. Und das heißt eben auch, weiterzuentwickeln, was Warcraft ist und was es bedeutet. Wir wollen zugänglich sein.

Selbst mit Chris Metzen reden wir darüber. Manchmal sagt er so: „Man, ich wünschte, wir hätten das nicht Warcraft genannt. Das klingt so furchterregend!“

Allerdings beschwichtigt Holly das auch gleich:

Das denkt auch keiner über Warhammer. Das ist so ein Name, der einfach verstanden wird.

Was ist damit gemeint? Wer den Namen Warcraft hört, denkt als Erstes vermutlich genau daran: Kriegshandwerk. Armeen, Waffen, Soldaten. Das ist natürlich alles ein Teil von (World of) Warcraft, aber eben nur ein sehr kleiner Aspekt. Die Spielwelt und auch das Franchise sind deutlich mehr. Es ist eine bunte und manchmal düstere Fantasy-Welt, in der eben auch andere Geschichten Platz haben.

Mehr rund um WoW:

1
WoW kündigt arge Verluste an: Nicht alle werden die Weltenseelen-Saga überleben

von Cortyn

2
Hey Blizzard, World of Warcraft hat ein Patch-Problem und die Leute merken es

von Cortyn

3
Ein MMO starb nach 20 Tagen, ein anderes lebt seit 30 Jahren: 10 Rekorde aus der Geschichte der MMORPGs [MeinMMO Classic]

von Karsten Scholz

Cortyn meint: Auch wenn einige nun herumfantasieren, dass „Chris Metzen das War aus Warcraft entfernen will“, dürfte das damit wohl kaum gemeint sein. Denn ich verstehe Metzens Aussage, dass „Warcraft“ eben ein wenig einschüchternd wirkt und auch direkt mit Vorbehalten belastet ist. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich in meiner Jugend einigen Erwachsenen von Warcraft erzählen wollte und direkt ein „War heißt doch Krieg, da weiß ich schon alles, was ich wissen muss“ zur Antwort bekam.

Da gab es dann gar keine Möglichkeit mehr, zu erklären, dass hinter World of Warcraft eben nicht eine Welt steckt, in der es permanent um Krieg und Totschlag geht, sondern auch um soziale Gefüge wie Gilden, neue Freundschaften und zahlreiche andere Möglichkeiten, im Spiel Spaß zu haben.
Falls ihr wissen wollt, welche Story sich hinter Warcraft noch verbirgt, haben wir die ganze Geschichte für euch zusammengefasst.

Der Beitrag Chris Metzen wünscht sich manchmal, er hätte Warcraft nicht Warcraft genannt erschien zuerst auf Mein-MMO.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *