Eigentlich hat MeinMMO-Redakteurin Caro bereits vor Jahren mit Overwatch abgeschlossen und sich geschworen, nie wieder so viel Zeit in ein derartiges Game zu stecken. Dieser Schwur hielt jedoch nur so lange, bis der Hero-Shooter ihr endlich das zeigte, was sie sich schon so lange wünscht.
Im Jahr 2018, also eigentlich bereits zwei Jahre nach dem Release von Overwatch, wurde ich auf den Hero-Shooter aufmerksam. Ich befand mich am Start meines Game-Art-Studiums und obwohl ich mich noch nie wirklich für Shooter interessiert hatte, konnten mich die schicken Cinematics und das Charakterdesign der Helden direkt für sich gewinnen.
Durch Overwatch lernte ich neue Freunde kennen, wurde langsam besser und hatte trotz mancher Frustration unglaublich Spaß. Allerdings wurde mir bewusst, dass ich viel zu viel Zeit in das Spiel steckte. Anstelle des üblichen entspannten Zockens einer Singleplayer-Spielerin verfiel ich dem Grind. Und ich wusste: Diese Beziehung zu Overwatch ist nicht gut.
Vor zwei Jahren stoppte ich komplett und legte ein Gelübde ab, dass ich einem solchen Spiel, und vor allem Overwatch, keine zweite Chance mehr geben will. Und das klappte auch ganz gut … bis ich heute Morgen mit Blizzards neuer Ankündigung im Feed aufgewacht bin. Overwatch 2 soll wieder zu Overwatch werden, die Narrative des Universums wird weitergeführt, und ich kann eine neue Heldin spielen, auf die ich bereits seit Jahren gewartet habe: Fika, auch bekannt als Jetpack Cat.
Jetpack Cat – Die Legende lebt!
Jetpack Cat ist eine Heldin, die viele Spieler Jahr für Jahr bei beinahe jeder Heldenankündigung erhofft haben. Das Kätzchen entwickelte sich zu einer Legende, die jedoch damals von dem ehemaligen Director des Spiels, Jeff Kaplan, selbst vorgestellt wurde.
Kaplan erklärte in einem Interview mit Gamespot aus dem Jahr 2017, dass das Team bei der Entwicklung von Overwatch die Grenzen austesten wollte, wie weit sie mit ihren Charakterkonzepten gehen wollten – schließlich gibt es mit Winston auch einen intelligenten, sprechenden Gorilla, der ein wichtiger Teil der Organisation ist.
„Dann gab es diesen einen Helden, über den es eine große interne Debatte im Team gab, weil wir ihn so sehr mochten, aber er hat es nicht geschafft“, berichtet Kaplan. „Es war dieses Jetpack, in dem eine Katze lag, die ab und zu mit den Pfoten an den Steuerelementen herumspielte.“
Spätestens mit der Vorstellung von Wrecking Ball, dem Hamster Hammond in einem kugelartigen Mecha, stand für die Community fest, dass Jetpack Cat auch ins Spiel kommen könnte. Und nun ist es am 10. Februar 2026 endlich so weit!
Sie kann durch ihr Jetpack nicht nur fliegen, sondern auch verbündete Spieler durch die Luft tragen und mit ihrer Ultimate Gegner in Abgründe transportieren. Ihr Primärfeuer sind Projektile, die Verbündete heilen und Gegnern Schaden zufügen. Außerdem besitzt sie ein so mächtiges Schnurren, das dem Team in der näheren Umgebung immer mehr Heilung verschafft und Gegner zurückwirft.
Ein netter Fakt am Rand: Jetpack Cat wird von Jennifer Hale „gesprochen“, die in Overwatch auch die Stimme von Ashe ist.
Jetpack Cat ist der Köder, doch die anderen Ankündigungen machten mich schwach
Neben Jetpack Cat als langersehnter Heldin sind auch die weiteren Ankündigungen zu Overwatch sehr verlockend. Insgesamt sollen dieses Jahr 10 Helden erscheinen, von denen die ersten 5 bereits vorgestellt wurden. Neben Jetpack Cat finde ich vor allem den Tank „Domina“ (was ein Name!) spannend, die mit ihrem … nennen wir es „effektiven” Design sowohl die Community als auch mich selbst neugierig machte.
Neben den Helden freue ich mich sehr über ein weiteres Versprechen von Blizzard, das sie hoffentlich einhalten werden. Eine große Enttäuschung, die teilweise auch das Vertrauen zum Spiel anknackste, war für mich nämlich die gestrichene PvE-Kampagne, auf die ich mich bei der Ankündigung von Overwatch 2 sehr gefreut habe.
Die Lore und die Charaktere waren ein großer Punkt für mich, dem Shooter eine Chance zu geben. Die einjährige Narrative, die sie nun durch die Seasons erzählen wollen, stimmt mich ziemlich vorfreudig und hoffnungsvoll, mehr über die Helden zu erfahren, die mich damals zu einem solchen Fan machten.
Natürlich ärgere ich mich ein wenig über mein schlechtes Durchhaltevermögen und den Fakt, dass ich trotz bewusster Ablehnung Overwatch nun doch eine zweite Chance geben will. Ich habe einiges nachzuholen, was ich in den letzten zwei Jahren Pause verpasst habe, bevor ich schließlich am 10. Februar mit frischem Content überladen werde.
Dieses Mal will ich es nicht mehr zu einer toxischen Beziehung mit Overwatch kommen lassen. Stattdessen hoffe ich auf ein paar entspannte Runden mit alten befreundeten Personen, die ich kennenlernen durfte, und einen Shooter, der mich so abholen kann wie damals in 2018. Auch MeinMMO-Redakteur Darisuz findet eine Menge Spaß an Overwatch, und das auch bereits vor der großen Ankündigung: Overwatch 2 ist besser als jemals zuvor, weil Blizzard 3 Entscheidungen traf
Der Beitrag Nach 2.500 Stunden in Overwatch wollte ich nie wieder einen Hero-Shooter spielen, dann zeigten sie mir eine Katze … mit Jetpacks erschien zuerst auf Mein-MMO.
