Auf dem Twitch-Kanal der ARD findet heute Abend ein Gaming-Konzert statt. MeinMMO hat mit zwei Veranstaltern gesprochen, um hinter die Kulissen des außergewöhnlichen Konzertes zu blicken.
In jüngster Zeit wächst das Angebot an Gaming- und Anime-Konzerten immer mehr. In unterschiedlichen Städten in Deutschland finden Mash-ups der besten Musikstücke als Event statt. Einige Spiele bekommen sogar eine eigene Tournee, die quer durch Europa und andere Kontinente gehen.
Auch das BR Münchener Rundfunkorchester ist Veranstalter eines solchen Konzertes. Das Besondere: Wenn ihr nicht vor Ort in der Konzerthalle sein könnt, gibt es die Möglichkeit, das Event live auf Twitch zu verfolgen. Das Konzert findet heute um 19:00 Uhr auf dem Twitch-Kanal von ARD statt.
Darin erwarten Fans bekannte Stücke aus Kingdom Come Deliverance, The Legend of Zelda oder auch Uncharted. Wie so ein Konzert auf die Beine gestellt wird und was Zuschauer auf Twitch erwarten können, erfahrt ihr im Exklusiv-Interview auf MeinMMO. Hier standen Annekatrin Hentschel (Veranstalterin/Produktion) und Philipp Potthast (Veranstalter/Community & Twitch) den Fragen von MeinMMO-Redakteurin Jasmin Beverungen zur Verfügung.
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Autoplay
Die Entwicklung von Videospielmusik-Konzerten
Jasmin Beverungen: Aktuell gibt es immer mehr Angebote, was Videospielkonzerte angeht. Ein Beispiel ist „The Witcher“ und ich gehe nächstes Jahr noch auf ein Konzert von „Clair Obscur“, da gibt es gerade eine große Tour. Wie hat sich das für euer Empfinden in den letzten Jahren entwickelt und gewandelt, vor allem auch als Live-Event?
Philipp Potthast: Ich finde tatsächlich, dass in den letzten Jahren ein starker Wandel stattgefunden hat und dass es jetzt ernster genommen wird. Du hattest vor fünf bis zehn Jahren bei vielen Leuten, gerade im Mainstream-Bereich, noch das Gefühl: Videospielmusik, das ist Super Mario, das ist 8-Bit-Musik, Chiptune-Sound und so weiter. Dieses Gefühl dafür, dass da echte Kompositionen dahinterstecken, große Orchesterarrangements, das war nicht da. Das ist in den letzten fünf Jahren stark anders geworden.
Ich weiß nicht, inwiefern Corona eine Rolle gespielt hat, dass die Leute sich mehr mit ihren Lieblings-Videospiel-Soundtracks beschäftigt haben und dass das Bedürfnis danach größer geworden ist. Aber ich glaube schon, dass das der Zeitrahmen ist, in dem sich das verändert hat. Wir erleben total, dass Leute, auch aus dem professionellen Klassikbereich, keine Hemmungen mehr haben, Konzerte zu spielen. Alle haben Lust, sich damit zu beschäftigen. Man kann sagen, dass es als ernstgenommenes Thema mit Filmmusik gleichgezogen hat.
Annekatrin Hentschel: Weil die Qualität einfach so gut ist. Es kommt wahnsinnig gute Musik und ich glaube, da hat sich viel getan. Auf Seiten der Komponisten ist viel passiert, dass tolle Leute kommen und irre gute Musik schreiben, die auch für sich steht, neben dem Spiel. Das ist das eine: ob es im Spiel funktioniert oder ob man das auch im Konzert gut erleben kann. Das habe ich oft in der Auswahl – für die Konzerte ist nicht alles tauglich. Wenn man sich auf ein Spiel fokussiert, kann man das machen. Aber wenn man nach Musik sucht, die in einem Konzert alleinstehend funktioniert… Da gibt es irre gute Tracks, die man ganz losgelöst vom Spielgeschehen genießen kann. Auch wenn man das Spiel nie gesehen hat. Das finde ich erstaunlich, wenn das funktioniert.
Philipp Potthast: Das hängt auch damit zusammen, wie Videospiele insgesamt in der Popkultur ihren ganz eigenen Stellenwert haben. Man merkt das an den Videospielverfilmungen. Das war vor 15 Jahren noch ziemlich exotisch, wenn man einen Resident-Evil-Film gemacht hat. Inzwischen hat man gerade bei „The Last of Us“ – das ist ja eines der ganz großen popkulturellen Events der letzten drei Jahre gewesen – die Musik mit im Spotlight. Gerade bei The Last of Us ist das wirklich wahnsinnig toll und stimmungsvoll. Das pusht eine Serie nach vorne. Genau deswegen steigt die Lust auf Videospielmusik.
Link und seine Okarina sind vermutlich nicht dabei, dafür aber Stücke aus seinen Games.
Sind auch Nicht-Gamer eine Zielgruppe?
Jasmin Beverungen: Ihr habt es gerade angedeutet: Was glaubt ihr, inwieweit der Anteil der Leute mit reinspielt, der nicht viel mit Videospielmusik oder generell Videospielen anfangen kann, sich aber trotzdem für solche Events interessiert?
Annekatrin Hentschel: Gute Frage.
Philipp Potthast: Die Videospielkonzerte, bei denen ich bin, werden in erster Linie von Leuten besucht, die das Spiel gespielt haben. Ich war zuletzt – das ist jetzt anderthalb Jahre her – bei einem Final-Fantasy-Konzert in der Olympiahalle in München. Da ist ein richtiges Fandom am Start. Die Leute sind im Cosplay, die haben Bock drauf. Ich glaube schon, dass die Konzerte im Kern von den Leuten besucht werden, die das Spiel gespielt haben. Aber Anne, vielleicht ist das teilweise anders bei gemischten Konzerten, das weiß ich nicht genau.
Annekatrin Hentschel: Ja, das gibt es. Es gibt zum Beispiel in Düsseldorf eine Reihe, die machen das ganz geschickt und adressieren das grundsätzlich an ein junges Publikum und mischen das mit klassischer Musik. Manchmal gibt es klassische Stücke, die über ein Spiel berühmt geworden sind. Stücke, die uralt sind, Klassiker, aber die auch im Spiel stattfinden und ikonisch werden. Die kombinieren das gut. Die haben dann Super Mario mit einem klassischen Stück, was entweder einen Bezug zum Spiel hat oder musikalisch gut ins Programm passt. Da kann ich mir vorstellen, dass man auch andere abholt. Das habe ich natürlich nicht untersucht, doch es ist ein Gefühl.
Aber ich möchte es noch mal von der anderen Perspektive betrachten. Wir hatten das Gefühl in der Entwicklung, dass die Leute, die viel zocken und ihre Spiele sowie die Musik lieben, manchmal gar nicht wissen, dass sowas existiert und wie toll das sein könnte. Und ich habe das Gefühl, es gibt noch eine sehr große Menge an Menschen, die das entdecken könnte. Die auch mit großem Staunen sowas zum ersten Mal erleben würden und nicht ahnen, wie großartig das sein kann und wie sehr sie das abholt. Dass da noch viel Potenzial ist, auch Menschen in den Konzertsaal zu holen. Das ist auch ein großer Wert für die Orchester und die Klangkörper, die da spielen.
Auswahl der Stücke & Rechteklärung
Jasmin Beverungen: Um möglichst viele Spieler abzuholen, gerade bei Konzerten, bei denen gemischte Musik läuft, die sich nicht auf ein bestimmtes Fandom oder Videospiel konzentriert, müssen bestimmte Stücke ausgesucht werden. Wie wurde bei Game on Symphony sichergestellt, dass man ein möglichst breites Publikum abholt? Hat man auf unterschiedliche Epochen geachtet, unterschiedliche Genres, oder wie wurde vorgegangen?
Annekatrin Hentschel: Uns ist bewusst, dass man große Namen braucht, dass Triple-A eine große Rolle spielt und dass etwas dabei sein muss, was viele Menschen anzieht, was so allgemeingültig ist wie Zelda. Da weiß man, das holt viele Leute ab und dann ist man auf der sicheren Seite. Es ist schwierig, die Musik zu bekommen, das Notenmaterial mit den dazugehörigen Rechten. Wir veranstalten nicht nur ein Konzert, sondern brauchen auch die Livestream-Rechte und die On-Demand-Rechte für die Plattformen, auf denen das im Anschluss online steht – die ARD-Mediathek, YouTube und der ARD-Klassik-Kanal. Das ist aufwendig und kostspielig.
Das geht nur mit guten Partnern, die Connections zu den Publishern und den Musikverantwortlichen haben. Das ist ein Riesenweg. Es muss natürlich Notenmaterial existieren oder man muss es noch arrangieren. Grundsätzlich braucht man die Rechte und an manche kommt man gar nicht ran. Gerade, wenn die selbst auf Tournee sind, wie bei The Witcher, wird es schwer, für extra Konzerte diese Musik zu bekommen. Das wird erst wieder gehen, wenn die selber nicht mehr auf Tournee sind.
Wir haben einen guten Partner, der ist selber Komponist und kümmert sich darum. Mit ihm besprechen wir viel: Was Sinn macht, was gut klingt. Er hat ein Gefühl für kleinere Spiele, in denen die Musik wahnsinnig gut ist. Ich finde die Mischung gut. Man kann neben den großen Knallern auch etwas Kleines platzieren, Indie Games oder neue Spiele. Wir haben auch Uraufführungen dabei, bei denen die Musik so noch nie im Konzert gespielt wurde. Wir müssen sehr früh anfangen und das ist ein harter Kampf. Immer wieder nachhaken. Wir suchen den direkten Kontakt zu den Publishern und sind in Kontakt mit den Komponisten. In diesem Fall haben wir mit Wilbert Roget (Komponist von Helldivers 2, Anm. d. Red.) direkt gesprochen, wie wir vorgehen und wie er uns unterstützen könnte. Wir versuchen unterschiedliche Kanäle anzuzapfen, weil wir in eine Konzert-Reihe gehen. Wir planen jetzt schon sehr weit im Voraus.
Wir planen 2027 ein Konzert im Circus Krone mit Chor. Da gucken wir schon, welche Spiele wir kriegen können, weil es tolle Sachen gibt, wie Halo. Je früher man anfängt zu planen und anzufragen, desto wahrscheinlicher ist es, dass man das Notenmaterial bekommt. Wir versuchen auch Themenabende zu planen. Wir wollen zum Beispiel einen Strategieabend mit den großen Strategiespielen machen, wo das neue Anno mit dabei ist. Wir haben uns große Themen gesetzt, unter denen wir in Zukunft arbeiten wollen.
Das ist schön, wenn man langfristig planen kann, weil die Chancen viel größer sind, die entsprechenden Partner zu finden, die einen unterstützen. Aber jetzt haben wir geschaut, dass wir eine gute Mischung haben und dass die Musik qualitativ hochwertig ist. Das muss gut klingen, das muss mit Orchester gut klingen. Und dann hat man eine gewisse Besetzung, mit der man arbeitet. Wieviel Streicher, wie viele Bläser, wie viel Schlagwerk? Man muss ja Aushilfen einkaufen. Das hat viele Komponenten und wir arbeiten mit einer Größe, mit der wir gute Erfahrung gemacht haben, dass man die Sachen auch gespielt kriegt. Es ist teilweise bombastisch mit vielen Bläsern und das muss man erstmal zusammenkriegen. Das ist eine sehr große Besetzung, mit der wir arbeiten.
Planungsdauer eines Konzertes
Jasmin Beverungen: Wie lange dauert es von der ersten Idee, dass man sagt „Hey, Game on Symphony, das wollen wir machen“, bis dann wirklich das erste Konzert stattfindet?
Annekatrin Hentschel: Wir haben das schon mal gemacht. 2024 war die erste Testversion – da hatten wir im Grunde nur vier Monate. Und das war heiß. Wir hatten teilweise die Stücke bis einen Tag vor dem Konzert nicht da liegen. Es dauert, bis man die Noten bekommt. Die kommen an und müssen für das Orchester vorbereitet werden.
Alles dauert Zeit. Dann hat man die Musiker*innen, die das üben müssen, bevor sie in die Probe kommen. Der Dirigent muss es vorbereiten. Das kann man sich von außen manchmal gar nicht vorstellen, was das für Wege hat. Jetzt haben wir teilweise ein Jahr, auf das wir hinplanen können, und dann wird das alles etwas entspannter. Aber wir haben es auch schon in vier Monaten geschafft. An dem Konzert jetzt haben wir sechs, sieben Monate gefeilt.
Jasmin Beverungen: Beachtliche Leistung, das alles auf die Beine zu stellen.
Twitch-Übertragung & Bildkonzept
Jasmin Beverungen: Das Besondere dabei ist auch, dass das Konzert zeitgleich auf Twitch gestreamt wird. Wie wird sichergestellt, dass der Zuschauer vom Bildschirm annähernd – natürlich kann man das durch die Akustik nicht genauso hinbekommen – aber annähernd dasselbe Gefühl hat wie der Besucher, der in der Konzerthalle sitzt?
Philipp Potthast: Du meinst audiomäßig?
Jasmin Beverungen: Alles. Zum Beispiel visuell. Es gibt auch Bildschirme, die zeitgleich Spielszenen zeigen. Wie erlebt der Zuschauer auf Twitch das mit?
Philipp Potthast: Ich glaube, akustisch muss man nicht drumrumreden: Das kann das Live-Erlebnis nicht komplett reproduzieren.
Annekatrin Hentschel: Aber wir geben alles.
Philipp Potthast: Genau. Wir haben ein sehr gutes Team von Leuten, die große Erfahrung damit haben, Orchester aufzuzeichnen und die das auch in einer Live-Übertragung sehr gut hinbekommen. Ich glaube, dass es auf Twitch wahrscheinlich nicht besser geht. Es wird alles etwas komprimiert, sonst kommt das nicht durch die Leitung.
Von der Umsetzung her: Wir haben keine Spielszenen, weil wir gesagt haben, dass die Leute, die das vor Ort gucken, richtig Bock auf das Orchester haben. Natürlich kann man es mit Spielszenen unterstützen, aber gerade unser Konzert ist gemischt. Da ist es nicht so, dass man atmosphärisch komplett in eine Reise durch das Spiel reintaucht, sondern man ist wieder in einer neuen Welt. Das Konzerterlebnis steht im Vordergrund.
Auf Twitch haben wir die Erfahrung gemacht – wir haben User-Testings gemacht – dass viele Leute das Ganze nebenbei konsumieren. Dass viele Leute einen Stream anmachen, während sie teilweise gar nicht gucken. Deswegen haben wir gesagt, wir wollen den Fokus auf die Akustik setzen. Nichtsdestotrotz haben wir viele Kameras und eine aufwendige Live-Regie. Das ist ein hoher Orchester-Live-Übertragungs-Standard, mit dem wir das in Fernsehqualität auf Twitch präsentieren. Wir wollen den Orchesterbesuch so gut es geht am Bildschirm emulieren.
Zu Kingdom Come Deliverance erschien letztes Jahr ein DLC.
Annekatrin Hentschel: Wir haben schon um die 10 Kameras. Und wir versuchen auch, ein Bildkonzept herzustellen, was etwas moderner ist als das, was man in der Klassik macht. Das ist auch noch mal wichtig. Da gibt es ja seit vielen Jahren einen Standard, aber wir versuchen viel mehr Nähe herzustellen, weil Twitch so emotional ist. Diese Musik ist so emotional.
Das Orchester wurde bei den ersten Tests, die wir gemacht haben – wir haben auch mit Filmmusik mal was gemacht, mit Downton Abbey Soundtrack und so – das Orchester wird so gefeiert, dass man das auch zeigen darf. Ich war total überrascht, wie die Twitch-Community auf diese Musiker*innen abgeht. Wie toll die dann so ein Cello finden und wie die sich dafür begeistern können. Und diese Nähe wollen wir auch bildlich herstellen.
Wir arbeiten auch mit Grafiken. Wir haben eine Grafikerin, die baut Overlays im Stile des Spiels; also aus Moodboards heraus baut die Extra-Grafiken. Es gibt ein paar Effekte, die wir in Twitch nutzen, die auch zu den Spielen passen. Es gibt für jedes Spiel Infotafeln, wo man noch mal was über das Spiel lesen kann, auch über die Musik, über die Komponisten, wenn das irgendwie interessant ist, wenn es da interessante Facts gibt.
Und dann haben wir auf der Orchesterbühne noch eine Leinwand, da wird der Host übertragen, wie er im Stream zum Publikum spricht. Da gibt es auch Rücksetzer, Bilder, die auch der Spielewelt entsprechen, die wir aber alle selbst kreiert haben, weil das ja auch eine Rechtefrage ist. Und teilweise auch mit KI hergestellt haben. Das macht alles eine junge Grafikerin, die wir haben. Und dadurch gibt es schon noch eine sehr schöne grafische Ebene, mit der wir da arbeiten. Aber nicht direkt aus dem Spiel.
Interaktion & Rahmenprogramm für Zuschauer
Philipp Potthast: Außerdem machen wir vorher eine halbe Stunde einen Stream und nachher noch mal eine halbe Stunde Stream. Pre- und Aftershow nennen wir das intern. Da haben wir dann auch zum Beispiel den Dirigenten; der setzt sich dann da mit rein und hat auch die Möglichkeit, mit dem Chat zu interagieren. Auch der Komponist Wilbert Roget wird zugeschaltet. Wir stellen insgesamt die Leute aus dem Orchester noch mal etwas in den Fokus, damit man sich auch mit denen beschäftigen kann.
Annekatrin Hentschel: Und es gibt noch eine Streamerin, die dabei ist, KaddiTV, die dann auch als Gast den ganzen Abend mit dabei ist. Da gibt es verschiedene Komponenten. Und natürlich der Host, der durch den Abend führt.
Jasmin Beverungen: Wird der Chat dann auch irgendwie über den Abend moderiert?
Annekatrin Hentschel: Wir haben drei Leute im Chat, die ihn moderieren und die auch jetzt ganz viel vorbereiten. Es gibt dann auch noch mal Quizzes … all diese Funktionen, die Twitch auch bietet. Wir können als Öffentlich-Rechtliche nicht alles nutzen, weil wir ja keinen kommerzialisierten Kanal haben, aber es gibt Tier-Lists und Quizzes. Man kann noch mal abstimmen, welches Stück als Zugabe gespielt werden kann.
Wahrscheinlich werden wir diese Heatmap ausprobieren. Wir arbeiten mit Easter Eggs, verstecken irgendwo was im Orchester aus den Spielen. Wir haben schon sehr viel überlegt nach den ersten Tests, wie interaktiv wir das machen können. Und das ist jetzt auch ein ongoing Process, dieses Format dann immer weiterzuentwickeln. Jetzt gehen wir schon mal einen Schritt weiter als in den ersten Testversionen. Es ist immer noch ein Optimieren.
Uncharted wird ebenfalls auf dem Konzert vertreten sein.
Aber wir haben, wie der Philipp gesagt hat, in diesen User-Testings auch festgestellt, dass wirklich die Musik der Kern ist und man manchmal gar nicht so viel machen sollte. Wo wir total auf die Schnauze gefallen sind, um ehrlich zu sein: Wir haben einen React-Stream probiert, wo der Host und ein Gast auch über die Musik sprechen. Das war die große Erkenntnis, dass das total schlecht ankam. Die waren richtig sauer im Chat, wenn die über die Musik gesprochen haben und damit das Musik-Erlebnis stören.
Das haben wir uns sehr zu Herzen genommen, dass das auf keinen Fall mehr passieren darf. Und man darf dann der Musik auch echt ihren Raum geben. Das soll so sein und ich finde das auch toll, dass das so gewünscht ist. Und es darf dann auch nicht „too much” sein. Ich glaube, wir brauchen eine gute Balance. Das ist die Erfahrung aus den ersten Runden.
Philipp Potthast: Du kannst es dir einfach als Audio nebenbei laufen lassen, während du vielleicht irgendwie selber irgendwas zockst oder so. Und du kannst es aber auch aktiv gucken, weil da visuell genug geboten ist, du kannst dich mit dem Orchester beschäftigen. Und wenn du die Interaktion im Chat haben möchtest, ist das eben auch noch da. Du kannst quasi so viel engagen, wie du möchtest, ohne dass es dich stört, wenn du dich nicht so engagen möchtest.
Jasmin Beverungen: Ja, das hört sich doch eigentlich nach einem guten Mittelweg an. Dass das Publikum ein bisschen interagieren kann, aber trotzdem noch die Musik genießen kann.
Um das bestmögliche Klangerlebnis so eines Konzertes zu erleben, sind gute Kopfhörer oder Lautsprecherboxen essentiell. Ein Audio-Experte nahm sich auf YouTube mehrere Kopfhörer zur Brust und fällte dabei ein knallhartes Urteil: Audio-Experte rechnet auf YouTube mit Gaming-Kopfhörern ab – „Ich habe schon viele gehört, alle sind schrecklich“
Der Beitrag Heute Abend könnt ihr eine Stunde Gaming-Musik live auf Twitch erleben, wir haben die Veranstalter gefragt, wie das abläuft erschien zuerst auf Mein-MMO.
