Neues Strategiespiel aus Deutschland mischt XCOM mit Warhammer 40.000, kommt schon im Early Access auf Steam „sehr positiv“ an

Mit Menace ist ein neues Spiel aus Deutschland erschienen, das sich offenbar zum Ziel gemacht hat, euch mit aller Macht zum Nachdenken zu zwingen. Als Mischung aus Strategie- und Rollenspiel setzt der geistige Nachfolger von Battle Brothers auf komplexe Mechaniken und knifflige Kämpfe. Auf Steam haben die Spieler eine klare Meinung.

Was ist das für ein Spiel?

Ihr kommandiert in Menace eine Truppe aus Elite-Soldaten, Söldnern und Kriminellen, die in den äußeren Bereichen der Galaxie gegen Weltraum-Piraten und Großkonzerne überleben müssen.

Das Spielprinzip ist dabei ähnlich wie XCOM: Ihr steuert eure Einheiten einzeln über ein Grid-Feld, nutzt Deckung und kämpft in Runden gegen eure Feinde. Dabei gilt Permadeath: Stirbt eine Einheit oder ein Anführer, bleibt er auch tot.

Menace ist am 5. Februar im Early Access auf Steam gestartet und wird von Overhype Studios aus Hamburg entwickelt. Das Studio hat zuvor das taktische Rollenspiel „Battle Brothers“ erschaffen, in das sich sogar HandOfBlood verliebt hat.

Das macht Menace aus: Im Kern ist Menace ein klassisches, rundenbasiertes Strategiespiel oder konkreter ein taktisches Rollenspiel. Ihr stellt euch ein Team zusammen und erfüllt der Reihe nach Missionen, die eine grobe Story erzählen.

Auch wenn das Gameplay simpel klingen mag, steckt der Clou an Menace im Detail. Statt – wie möglicherweise von XCOM gewohnt – mit Aktionen zu spielen, besitzen eure Einheiten Aktionspunkte, die sie pro Runde aufteilen können.

Mit Mechaniken wie Unterdrückung (durch Sperrfeuer) und Moral verändert sich die Dynamik im Kampf und erfordert oder ermöglicht ganz neue Strategien. Menace hat dabei noch mehr in petto:

Jedes Projektil ist ein physisches Objekt, kann treffen, abprallen oder Deckung und sogar eigene Einheiten verletzen.

Euer Team stellt ihr jedes Mal neu zusammen und habt dabei einen Pool an Punkten. Zur Auswahl stehen Fahrzeuge, Infanterie mit verschiedenen Waffen, Mechs und mehr.

Vorbereitung ist der Schlüssel: Geht ihr auf eine Mission ohne panzerbrechende Munition und trefft auf Fahrzeuge, könnt ihr so gut wie nicht mehr gewinnen.

Viele Waffen und Einheiten sind dabei anpassbar, der Schwarzmarkt bietet neue Ausrüstung von verschiedenen Fraktionen.

Anders als Battle Brothers spielt Menace in einem düsteren Weltraum-Setting, das vom Ton her stark an Warhammer 40.000 erinnert, nur mit nicht ganz so absurden Skalierungen. Eine echte 40k-Alternative wäre vermutlich das erfolgreiche Chaos Gate: Daemonhunters.

Menace kostet standardmäßig 39,99 Euro. Zum Release bekommt ihr es jedoch mit 25 % Rabatt. Bis zum 19. Februar zahlt ihr lediglich 29,99 Euro.

Eines der anspruchsvollsten Taktik-Erlebnisse der letzten Jahre

Auf Steam hat Menace aktuell 86 % positive Reviews bei 3.149 Bewertungen (Stand 9. Februar, 11:57 Uhr). Insbesondere der Umfang, der schon im Early Access geboten wird, sorgt für viel Freude unter den Spielern. Man habe genug Auswahl und viel zu tun.

Die einzelnen Missionen seien zwar irgendwann repetitiv, aber zumindest angenehm kurz, sodass man eine oder zwei Runden leicht in den Feierabend legen kann. Unsere Kollegen von der GameStar sind in ihrem Test zu Menace etwas ausführlicher. Dort heißt es:

Die größte Stärke von Menace liegt in der Tiefe der Kampfsimulation: Jedes Projektil existiert als physisches Objekt in der Spielwelt, und Fehlschüsse haben Konsequenzen. Sie zerstören Deckungen oder treffen dahinterstehende Einheiten – Freund wie Feind. […]

Ein dickes Lob verdient der Umfang: Schon im Early Access erschlägt euch das Spiel fast mit seiner Auswahl an Waffen, Rüstungen und Fahrzeug-Mods. Ihr könnt auf dem Schwarzmarkt stundenlang tüfteln, um eure Truppen mit passiven Boni und neuen Spielzeugen zu optimieren.

Gleichzeitig müsst ihr das Schiff selbst ausbauen. Für den Abschluss von Missionen erhaltet ihr seltene OCI-Komponenten. Diese Tech-Bauteile sind essenziell, um die Systeme der Impetus zu verbessern – etwa für eine effizientere Krankenstation, um verwundete Squad Leader schneller wieder fit zu bekommen, oder aktive Waffen wie Raketenschläge, die ihr einmal pro Mission zünden könnt.

Dennis Zirkler auf GameStar

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Kritik gibt es derweil vor allem an der Transparenz. Bei aller Komplexität fehle es Menace an einem guten „Onboarding“. Das Tutorial erkläre nicht genug und, wie die GameStar kritisiert, lüge das Spiel ab und zu sogar direkt. Hier handelt es sich teilweise um Bugs, teilweise müssen die Devs vermutlich noch nachpolieren, aber: „Wer Battle Brothers geliebt hat und bereit ist, sich durch sperrige Menüs zu beißen, bekommt hier schon jetzt eines der anspruchsvollsten Taktik-Erlebnisse der letzten Jahre.“

Wenn euch Menace nicht düster genug ist und ihr tiefer in die Welt von Warhammer 40.000 eintauchen wollt, bekommt ihr mit Dawn of War 4 bald ein neues Strategiespiel im Grimdark-Universum – und sogar ebenfalls aus Deutschland: Warhammer 40.000: Dawn of War kommt aus Deutschland, und die Entwickler wissen genau, was Strategie-Fans wollen

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