Die Supermutanten sind eine ziemlich bekannte Spezies aus Fallout. Dass es so viele von ihnen im Ödland gibt, ist vor allem einer Kreatur zu verdanken, die auf den ominösen Namen „Der Meister“ hört.
Wer ist der Meister? Lange bevor er unter diesem Namen im Ödland bekannt wurde, lebte ein Mensch namens Richard Moreau während des Großen Krieges im Jahr 2077 in Vault 8. Auf diese Weise überlebt er die Zerstörung, die an der Oberfläche für Chaos sorgte.
2092 wurde er jedoch aus dem sicheren Bunker geworfen, da er des Mordes verdächtigt wurde – was genau damals in der Vault geschah, ist nicht bekannt. Moreau musste an die Oberfläche und zog Richtung Süden. Er gab sich einen neuen Namen und nannte sich fortan Richard Grey – unter anderem, um ein neues Leben zu beginnen.
Im sogenannten „Hub“, einem Ort, an dem sich viele Händler trafen, lernte er Harold kennen. Dieser Händler hatte den Krieg in Vault 29 verbracht und teilte einige Erfahrungen mit Richard. Die beiden schlossen sich zusammen und zogen mit wenigen anderen in Richtung der Militärbasis Mariposa.
Der Grund: Nicht nur trieben sich dort viele Kriminelle und Roboter herum, sondern auch mutierte Kreaturen. Ziel der Expedition war es, die Wurzel der Mutation zu finden. Dabei ging aber einiges schief und Richard geschah etwas Ähnliches wie schon dem Joker aus Batman.
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Eine Abscheulichkeit entsteht
Was geschah in der Militärbasis? Dort angelangt stieß die Gruppe auf Widerstand. Roboter und mutierte Wesen töteten die meisten der Erkunder. Harold schaffte die Flucht, doch Richard hatte nicht so viel Glück: Er wurde von einem Kran in einen Tank voller FEV gestoßen.
FEV steht für „Forced Evolutionary Virus” und ist ein Stoff, der die DNA verändert und mutieren lässt. Ganz ähnlich wie also der Joker fiel Richard in die giftige Brühe. Anstatt darin zu ertrinken oder sich aufzulösen, schaffte er es aus dem Tank, und kroch voller Schmerzen in den Kontrollraum der Basis.
Dort veränderten sich Richards Geist und Körper. Seine Haut wurde grün und brach auf, und nach einer Weile ließen die Schmerzen nach. Richard wurde zu einem neuen, mutierten Wesen, das sich lange Zeit von kleinen Tieren wie Ratten ernährte. Das tat er, indem er mit ihnen verschmolz und sie regelrecht aufsaugte.
Auf diese Weise erstarkte das Wesen und wurde deutlich intelligenter, als es Richard als Mensch je gewesen war. Er, der „Meister“, glaubte sogar, sein eigenes Gehirn zu spüren, und setzte sich fortan mit tiefgreifenden, philosophischen Fragen auseinander. So entstand sein Wille, eine große Einheit im Ödland zu erschaffen.
Der Traum von der eigenen Armee
Was wollte der Meister erreichen? Sein Anspruch war es, Harmonie und Zusammenhalt zu erreichen. Dieses Unterfangen begann er damit, Experimente an Ratten durchzuführen. Anstatt sie einfach zu konsumieren, tauchte er sie ebenfalls in FEV und ließ sie mutieren.
Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd, weswegen sich der Meister bessere „Probanden“ suchen musste. Die wenigen Menschen, die zur Militärbasis kamen, waren die erste Wahl, doch auch diese Experimente waren nicht sonderlich erfolgreich.
Inzwischen konnte der Meister sein eigenes Nervensystem mit den Computern in der Basis verbinden und wurde noch intelligenter – ähnlich wie Mr. House aus Fallout. Er verstand, dass es nur eine kleine Menge des Virus benötigte, um effektive Mutanten zu züchten.
Das Ergebnis der weiteren Versuche mit Menschen waren schließlich die Supermutanten, die über Intelligenz verfügten. Schon zuvor waren solche Wesen im Ödland entstanden. Das klügste Exemplar von ihnen war ein Mutant, der schlicht „Leutnant“ getauft wurde. Er wurde zum Anführer der kleinen, doch stetig wachsenden Armee des Meisters. Die Supermutanten verließen die Basis, um weitere Menschen zu entführen. Weiterhin lag die Erfolgsquote der „Umwandlungen“ aber nur bei 15-20 %.
Schließlich kam der Meister zu einer Entscheidung: Er wollte die Basis verlassen und an einen sicheren Ort umziehen. Gleichzeitig gründete er seine eigene Bewegung, wobei ihm ein Kult half.
Die Kinder der Kathedrale
Wo fand der Meister seine neue Heimat? Südlich von Los Angeles fand er eine Vault, die sich als neue Basis eignete. Der Meister scharte zudem einen Kult um sich, die sich fortan die „Kinder der Kathedrale“ nannten. Sie dienten dem Meister als Spione, ohne selbst Opfer seiner Experimente zu werden.
Der Meister selbst zog sich in die Vault zurück. Dort gab es viele Informationen über andere Bunker und somit Daten zu den Aufenthaltsorten von Menschen, die sich für die Umwandlungen eignen würden. Diese von Strahlung bislang verschont gebliebenen Exemplare wurden zu sehr intelligenten Supermutanten, die sich „Nachtvolk“ nannten und meist im Verborgenen agierten. Sie standen in direktem Kontakt mit dem Meister und bekamen dank seiner telepathischen Kräfte Anweisungen.
Nach und nach wuchs die „Einheit“, die Bewegung des Meisters, und wurde im Ödland bekannt. So hätte die Erfolgssträhne immer weitergehen und der Einfluss der Einheit immer größer werden können. Doch das gottähnliche Verhalten des Meisters fand sein jähes Ende, als im Jahr 2162 ein Vault-Bewohner auftauchte. Dabei handelte es sich um die Spielfigur aus Fallout 1, die ihre Vault verlassen hatte, um einen Wasserchip aufzutreiben.
Der Vault-Bewohner drang in die Kathedrale ein und zerstörte sie durch eine große Explosion, der auch der Meister selbst zum Opfer fiel. So starb er und seine Bewegung zersplitterte ohne seine Führung. Die Supermutanten, die der Meister erschaffen hatte, zogen jedoch weiter durch das Ödland. Eine Variante dieser mutierten Wesen gilt als besonders gefährlich: Heute wandert ein riesiger Fleischklops durch die Welt von Fallout, dabei sollte er die bessere Version von Captain America sein
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