Ein mächtiger Elb aus Herr der Ringe kämpfte gegen Sauron persönlich, aber nur seine Schwester steht im Rampenlicht

Galadriel ist eine bekannte Elbin aus Herr der Ringe. Ihr Bruder war jedoch nicht minderbedeutend für die Geschichte von Mittelerde. Unter anderem sorgte er dafür, dass sich Elben und Menschen besser kennenlernten.

Wer war Galadriels Bruder? Finrod war der älteste Bruder der berühmten Elbin. Er wurde im Jahr 1300 des Ersten Zeitalters in Eldamar geboren, das in Aman, den Unsterblichen Landen liegt.

Finrods Vater Finarfin und seine Mutter Earwen hatten neben ihm noch drei weitere Kinder: Angrod, Aegnor und eben Galadriel, die jüngste unter ihnen. Im selbem Jahr wie Finrod kam auch sein Cousin Turgon zur Welt, die beiden standen sich nahe.

Als Finrods Onkel, der große Elb Feanor Richtung Mittelerde aufbrach und zahlreiche Anhänger mit sich nahm, rebellierte Finrod erst gegen diese Entscheidung, kam anschließend jedoch trotzdem mit, da er verhindern wollte, dass Feanor volle Kontrolle über die eigenen Leute erhielt.

Dieser führte den ersten von einer Reihe an Sippenmorden durch, als die Falmari-Elben ihm nicht ihre Schiffe für die Überfahrt nach Mittelerde geben wollten. Finrod beteiligte sich nicht an diesem Verbrechen. Anschließend zog man weiter, die Küste von Araman hoch. Nachdem eine mysteriöse Gestalt, der Vala Mandos, die Noldor traf und ihnen großes Unglück prophezeite, kehrte Finrods Vater Finarfin um. Finrod selbst blieb jedoch bei der Expedition.

Die Festung Nargothrond

Wie ging es mit Finrod weiter? Die Noldor siegten in der Schlacht von Dagor-nuin-Giliath gegen die Schergen von Morgoth. So verbreiteten sich die Elben in Beleriand und Finrod baute den Turm von Minas Tirith – der allerdings nicht mit der Stadt selben Namens in Gondor zu verwechseln ist. Sie sehen wir unter anderem in „Die Rückkehr des Königs“.

Finrod reiste eines Tages mit seinem Cousin und Freund Turgon zum Fluss Sirion. Dort erschien ihnen der Vala Ulmo, den man auch „Herr des Wassers“ nannte. Er versetzte die beiden Elben in einen Schlaf und flüsterte ihnen ein, dass sie sich zum Schutz vor Morgoth einen sicheren Ort für ihr Volk suchen sollten.

Inspiration dafür fand Finrod, als er mit seiner Schwester Galadriel bei König Thingol und Königin Melian im Reich Doriath zu Gast war. Die Hauptstadt Menegroth, die zahlreiche verborgene Hallen und Höhlen aufwies, machte großen Eindruck auf Finrod.

Von Thingol erhielt er den Tipp, sich die Höhlen am Fluss Narog genauer anzuschauen. Sie eigneten sich gut für eine verborgene Festung nach dem Vorbild von Menegroth, und so erbaute Finrod dort Nargothrond – ein sicheres Heim für seinesgleichen.

Die Zwerge von Ered Luin halfen beim Bau, und als Dank schenkte ihnen Finrod Juwelen aus Valinor. Abermals im Gegenzug überreichten die Zwerge ihm das Halsband Naugliamír, eines der berühmtesten Schmuckstücke des Volkes aus jener Zeit. Außerdem gaben sie Finrod den Namen „Felagund“, was so viel heißt wie „Meister der Höhlen“.

Das Treffen mit den Menschen

Wann traf Finrod auf die Menschen? 300 Jahre vergingen. Eines Tages fuhr Finrod mit Maglor und Maedhros, zwei Söhnen von Feanor, nach Sirion, wo sie auf die Jagd gingen. Als Finrod genug davon hatte, verließ er die beiden anderen und zog in Richtung der Berge von Ered Lindon weiter.

Im Osten von Beleriand traf er schließlich als erster Elb auf ein Menschenvolk. Dort lebten Beor der Alte und die Gefolgschaft seines Hauses. Finrod lernte die Menschen kennen, spielte ihnen auf Beors Harfe Musik vor und übte sich in ihrer Sprache, während er ihnen Sindarin, die Sprache der Elben beibrachte.

Als die Elben von Ossiriand dachte, die Menschen würden ihre Heimat bedrohen, führte Finrod Beor und seine Leute in den Osten von Belriand nach Estolad, wo sie sich niederließen. Beor wurde ein guter und treuer Freund von Finrod und folgte ihm später sogar zur Festung Nargothrond, wo er sein Vasall wurde. Als Beor im hohen Alter von 93 eines natürlichen Todes starb, löste das großes Fassungslosigkeit unter den Elben aus, die die Sterblichkeit der Menschen bis dahin nicht gekannt hatten. Finrods eigenes Leben würde bald eine dramatische Wendung erfahren.

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Barahir und der Schwur

Was war das für eine Wendung? Im Jahr 466 des Ersten Zeitalters kam es zur Schlacht von Dafor Bragollach, bei der die Noldor gegen Morgoth antraten. In einer brenzligen Situation wurden Finrods Brüder Angrod und Aegnor getötet. Orks kesselten Finrod selbst ebenfalls ein, er wurde jedoch im letzten Moment vom Menschen Barahir gerettet, der zum Haus Beor gehörte.

Als Dank überreichte Finrod seinen Ring an Barahir und schwor ihm und seiner Familie ewige Freundschaft und Treue. Dieses Versprechen konnte der Elb bereits zehn Jahre später einlösen. Barahirs Sohn Beren, der selbst Teil einer spannenden Liebesgeschichte ist, kam nach Nargothrond, um Finrod um Hilfe zu bitten.

Sein Problem: Er wollte die wunderschöne Elbin Lúthien heiraten, doch ihr Vater Thingol würde das nur erlauben, wenn Finrod ihm einen Simaril bringt. Die Simaril waren die mächtigen Edelsteine, die von Feanor geschaffen worden waren, und die das Licht der Zwei Bäume von Valinor gespeichert hatten. Thingol wusste, dass diese Aufgabe eine Selbstmordmission war, und auch Beren war das bewusst.

Deshalb trat er vor Finrod und erinnerte ihn an seinen Schwur, indem er Barahirs Ring vorzeigte, den er von seinem Vater erhalten hatte. Mit nur zehn Kriegern brachen die beiden auf. In der Nähe der Schattenberge überwältigten sie eine Gruppe an Orks, nahmen ihre Ausrüstung und Waffen an sich und gelangten getarnt weiter nach Norden.

War die Expedition erfolgreich? Leider nein, denn bei Tol-in-Gaurhoth, der „Insel der Werwölfe“, wurde die Gruppe von Sauron aufgehalten. Es kam zu einem epischen Duell zwischen Finrod und Sauron, wobei sich die beiden mit Liedern der Macht bekämpften. Finrod unterlag jedoch. Sauron nahm ihm und seinem Gefolge die Verkleidung ab, erkannte aber nicht, wen er da vor sich hatte.

Dennoch ließ er einen nach dem anderen von Werwölfen töten. Als Beren an der Reihe war, befreite sich Finrod und tötete das Biest. So rettete er den Menschen, wurde aber selbst schwer verletzt und starb. Aufgrund seiner Taten wurde es Finrod nach seinem Tod erlaubt, in Valinor neue Gestalt anzunehmen und so wurde er wiedergeboren.

Er ist für die Historie von Mittelerde bedeutend, da er den ersten fruchtbaren Kontakt zwischen Elben und Menschen herstellte, und so eine Freundschaft wie jene zwischen Legolas und Aragorn erst möglich machte. Barahirs Ring ging durch die Zeit weiter und erreichte schließlich auch Aragorn. Die Popularität seiner kleinen Schwester Galadriel hat Finrod leider in der allgemeinen Wahrnehmung nie erhalten. Welche Elben aus der Handlung von Herr der Ringe die stärksten sind, haben wir auf MeinMMO geklärt: 9 mächtige Elben aus Herr der Ringe, die es spielend mit Saurons Orks aufnehmen könnten

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