WoW hat gerade das düsterste Cinematic aller Zeiten bekommen

Wie finster World of Warcraft ist, zeigt ein neues Cinematic, mit einigen Horror-Elementen, die richtig unangenehm sind.

„World of Warcraft wird immer mehr Disney“ und „Seit wann ist WoW so niedlich?“ sind Kommentare, die es etwa bei dem letzten Housing-Cinematic gab. Viele meinen, WoW hätte die Ernsthaftigkeit und seine Ansätze von Dark Fantasy verloren, die es in der Vergangenheit gab. Dass das noch immer zur Kern-DNA von WoW gehört, zeigt jetzt ein neues Cinematic namens „Überlegenheit“.

Der Ursprung von Xal’ataths sterblicher Gestalt

Was ist im Cinematic zu sehen? Das Cinematic zeigt Nexus-König Salhadaar und seine Untergebenen, die im Kampf gegen die Diener der Leere kämpfen. Er bezwingt einen Leerwandler und versucht ein Portal zu öffnen, um sein verbliebenes Volk zu retten.

In diesem Augenblick taucht Xal’atath auf, sie scheint die Zeit für alle anderen einzufrieren und sich mit Salhadaar zu unterhalten. Xal’atath will den König als ihren Diener, doch dieser lehnt ab – er werde keine Marionette einer weiteren Kraft sein. Xal’atath verrät ihm daraufhin, dass vieles über sie nicht stimmt und zahlreiche ihrer Namen nicht der Wahrheit entsprechen, um ihm dann die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten:

Xal’atath offenbart, dass auch sie einst zu einem sterblichen Volk gehörte. Wir sehen dabei eine recht kleine Gestalt, die durch eine dunkle Wüste irrt. Überall aus dem Boden ragen erstarrte Körper von humanoiden Charakteren, die offenbar getötet wurden. Am Himmel ist ein Leerenstrom zu sehen, aus dem sich letztlich Leeren-Ranken nach Xal’atath recken und beginnen, ihren Leib zu verzehren. Sie schreit, während ihr Leib langsam entstellt und aufgezehrt wird, bis von ihr nichts anderes bleibt als eine leere Hülle – verschlungen von der Leere.

Xal’atath wird von der Leere verschlungen. Was für ein Wesen war sie zuvor?

Ob Xal’ataths Herkunft der Wahrheit entspricht, können wir zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht sagen. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass Xal’atath bisher nie gelogen hat, auch wenn sie äußert manipulativ agiert.

Was macht das Cinematic so finster? Das Video hat mehrere Horror-Elemente, von kleinen Jumpscares bis hin zu verzerrten Gesichtern mit kreischenden Geräuschen, doch auch die Darstellung des Gezeigten ist ungewohnt düster. Immerhin hat Xal’atath in ihrer „Ursprungsform“ ein recht kindliches Aussehen, was aber nur ihrer Spezies zugrunde liegen könnte – vielleicht sahen so einfach die Wesen aus, zu denen Xal’atath gehörte.

Dennoch ist es ungewohnt, zu sehen, wie ein „kindlicher Charakter“ bei lebendigem Leib quasi verbrennt und die Essenz den Leib verlässt, bis dieser zu Asche zerfällt.

Ist Salhadaar nicht tot? Salhadaar war der vorletzte Boss im Raid Manaschmiede Omega und die letzte Verteidigung, bevor es zum Endboss Dimensius ging. Allerdings wurde Salhadaar nicht getötet. Im Moment seiner Niederlage taucht Xal’atath auf und absorbiert den gefallenen König, um ihn als „nützlichen Diener“ zu behalten. Er wurde offenbar in den Leerensturm gebracht und versucht dort, seine Astralen zu beschützen, bis er von Xal’atath in diesem Cinematic zu einem Pakt überredet wird.

Auch in Midnight spielt Salhadaar noch eine wichtige Rolle und es gibt ein Wiedersehen mit dem König. Doch wie treu er Xal’atath wirklich dient und was seine eigentlichen Pläne sind, verraten wir an dieser Stelle noch nicht.

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Cortyn meint: Das Video ist ein starkes Beispiel dafür, dass zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig wahr sein können. Zum einen kann World of Warcraft niedlich, verspielt und fast ein wenig albern sein, wie eben im Housing-Cinematic mit Orcs, die pinke Flamingo-Dekos durch die Nachbarschaft tragen.

Zum anderen kann das Universum ungeheuer düstere Ecken besitzen und Thematiken ansprechen, die in das exakte Gegenteil kippen. Das war im Grunde schon immer der Fall, heute sind beide Sachen nur etwas ausgeprägter – und man beschwert sich lauter darüber.

Ich finde, dass gerade das die Vielfalt von WoW ausmacht, dass es sowohl helle als auch finstere Momente gibt, und ich will beides nicht missen. Vor allem will ich aber mehr dieser 2,5D-Videos haben. Die gehören zu dem Besten, was Warcraft je hervorgebracht hat.

Falls ihr noch mehr von der komplexen Geschichte von World of Warcraft wissen wollt – keine Sorge. Wir haben alle wichtigen Handlungsstränge der letzten 30 Jahre auf die wichtigsten Ereignisse kondensiert, in unserer großen Story-Zusammenfassung von World of Warcraft.

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