Pokémon Pokopia muss ein Feature aus Rubin und Saphir unbedingt umsetzen, um richtig gut zu werden

In Pokémon Pokopia wird es möglich sein, die Welt so zu gestalten, wie man möchte. Das hat MeinMMO-Redakteurin Jasmin in ihre Kindheit zurückversetzt.

In einem Interview auf VGC sprach der Senior Game Director Shigeru Ohmori über seine Anfänge in Pokémon Rubin und Saphir. Dort war er nämlich für das Design der Map zuständig. Er spricht davon, dass die Habitate aus Rubin und Saphir, in denen man die Monster zum ersten Mal trifft, als Inspiration den Prototypen für Pokopia dienten.

Tatsächlich gibt es auch in Pokopia Habitate, die für die Taschenmonster hergerichtet werden müssen. Sobald sie sich angesiedelt haben, entwickeln sie nämlich Bedürfnisse und Wünsche, die in Form von Items oder Möbelstücken erfüllt werden müssen.

Als ich die Editionen Rubin und Saphir gelesen habe, hat mich das direkt in meine Kindheit zurückversetzt. Für mich braucht es ein anderes Feature als die Habitate, um das perfekte Pokémon-Spiel zu sein.

Ein Feature hat Rubin und Saphir liebenswert gemacht

Im Kindesalter habe ich alle 8 Orden gesammelt und bin durch die Hoenn-Region gestreift. Die Map bestand aus unterschiedlichen Arealen wie steinigen Lavagebieten oder dem großen weiten Meer. Ab und zu gab es besondere Stellen, in denen Spieler ihre Geheimbasis aufbauen konnten.

Mit der TM43 Geheimpower konnte man nämlich in Bäume oder Felswände ein Loch schlagen. Dahinter tat sich ein Raum auf, der dekoriert werden konnte. Das war mein erster Berührungspunkt mit Videospielen, die mit dem Einrichten von Räumen zu tun haben.

Zunächst einmal will die richtige Geheimbasis ausgesucht werden. Je nachdem, wo sich dieser Geheimraum befindet, gibt es nämlich ein anderes Design. Geheimbasen in felsigen Gebieten haben beispielsweise Steinmauern und -böden. Mir hat dabei immer das Baumhaus am besten gefallen, da ich mich als Kind dann so gefühlt habe, als wäre ich tatsächlich hoch oben in der Luft in einem Baum.

Dann ging es ans Dekorieren. Meine Geheimbasis hat sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie voller rosa Möbelstücke war und kein Zentimeter des Raumes mehr frei war, ohne dass ein Plüschtier dir in die Seele geblickt hat.

Wie kreativ geht es wohl in Pokopia zu?

Mein Bruder war da etwas kreativer: Er hat sich die Geheimbasis des Gegnerteams als Inspiration genommen und überall Pfeile auf dem Boden platziert. Sobald man auf diese Pfeilfläche trifft, wird man in die Richtung geschleudert, in die der Pfeil zeigt. So haben Besucher gut und gerne mal mehrere Minuten in seinem Raum verbracht, weil sie von Pfeil zu Pfeil geschleudert wurden.

Im Nachhinein betrachtet gab es nicht so viele Optionen wie bei heutigen Cozy Games. Die Farben der einzelnen Möbelstücke oder die Wände und Böden konnten beispielsweise nicht angepasst werden, was heutzutage in vielen Spielen möglich ist.

Pokémon Rubin und Saphir waren aber die ersten Spiele, in denen ich mich kreativ ausleben konnte. Mir war es nicht so wichtig, alle 8 Orden zu sammeln. Viel wichtiger war es für mich, die Sammlung an Postern, Kissen und Puppen zu vervollständigen.

Das Schöne war zudem, dass man sein Werk Freunden und Familie zeigen konnte. Obwohl Pokémon Rubin und Saphir auf das Sammeln von Pokémon und die Kämpfe ausgelegt sind, war für mich die Funktion der Geheimbasen die wichtigste überhaupt. So habe ich nämlich meine Liebe für Cozy Games entdeckt.

Pokopia wäre perfekt dafür

Wenn sich ein Spiel für eine Weiterentwicklung dieses Systems eignen würde, dann wäre es doch eigentlich Pokopia, oder? Im 10-minütigen Trailer gab es bereits einige Szenen zu sehen, in denen eigene Häuser mit Blöcken gebaut werden konnten. Es soll auch einen Raum geben, den man frei gestalten kann.

Hier muss sich allerdings noch zeigen, in welcher Form der eigene Raum ins Spiel kommt. Am Bauen von Gebäuden hätte ich selbst nicht so viel Spaß, da ich lieber vorgefertigte Räume wie in Animal Crossing einrichte – oder eben die Geheimbasen aus Rubin und Saphir. Auch die Blockoptik der Welt schreckt mich bislang eher ab, als dass sie mich zum Terraforming motiviert.

Wenn es jedoch einen eigenen Raum gibt, den man freigestalten und in den man seine Freunde einladen kann, wäre Pokopia ein wahrgewordener Traum für mich. Es ist noch mal etwas anderes, ob du die komplette Welt frei gestalten kannst oder ob du den dir zur Verfügung stehenden Ort bestmöglich herrichtest.

Außerdem bin ich gespannt, wie sehr man sich in seiner Kreativität beim Einrichten in Pokopia ausleben kann. Bei Rubin und Saphir hat mir gerade so gut gefallen, dass es Bodenplatten mit Funktionen gibt, wie die erwähnten Pfeile oder auch Musikbodenplatten, die einen Ton abspielen.

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Es gibt aber auch einen Aspekt, der mich bei Pokopia abschreckt. Normalerweise habe ich meine Spiele gerne im Regal stehen – als komplett physische Version. Doch das Pokémon-Spiel kommt als Game Key Card, was für viele Spieler zum Boykott führt: Pokémon legt sich mit Palworld an, doch Fans wollen das Spiel aus einem ganz anderen Grund boykottieren

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