Viele halten Geoff Keighley für den Grund für das Scheitern von Highguard. Doch hochrangige Entwickler sagen, das Spiel wäre auch so gescheitert. Das habe mit dem Moderator der Game Awards wenig zu tun, der das Spiel bloß vorgestellt habe.
Der Raid-Shooter Highguard gilt unter Spielern als hochumstritten und konnte seine hohen Erwartungen zum Release nicht erfüllen : von den rund 100.000 Spielern zum Release sind nur noch ein paar tausend übrig, wenn man sich die Zahlen auf SteamDB ansieht.
Viele sehen vor allem in einer Person den „Henker“ des Spiels: Geoff Keighley, der Moderator der Game Awards. Keighley stellt am 11. Dezember 2025 bei den Game Awards am Ende den Shooter Highguard vor. Bis kurz vor Release war unklar, was für ein Spiel einen mit Highguard überhaupt erwarten würde.
Doch der Release von Highguard wurde zum Fiasko und viele sagen, dass Geoff Keighley dafür verantwortlich sei, da er so hohe Erwartungen geschürt habe. Nun hat sich Michael Douse, Publishing Director von Baldur’s Gate 3, klar gegen diese Annahme ausgesprochen. Das Problem sei laut Douse nie Keighley gewesen. Und ein anderer Entwickler ergänzt: Highguard sei nie ein gutes Spiel gewesen.
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Douse und andere hochrangige Entwickler nehmen Keighley in Schutz
Das sagt Douse: In einem Post auf X.com erklärte Douse, dass Keighley nicht die Schuld an dem Release-Chaos tragen müsse. Die Probleme seien laut ihm viel vielschichtiger. Jetzt alle Probleme auf eine Person zu schieben, wäre keine gute Idee. So erklärt er:
Die Entlassungen bei Highguard sind, wie viele andere auch, eine traurige Erinnerung an die wirtschaftliche Instabilität einer Branche, die viel verlangt, aber wenig verspricht. Allerdings ist es unreif, einen Mann dafür verantwortlich zu machen, dass er einen Trailer in seiner Sendung gezeigt hat, und zeugt von wenig Verständnis für die Branche.
Eric Arraché, Gründer von Critical Hits, ergänzt, dass Keighley dem Spiel sogar die beste Chance gegeben habe, aber das Spiel sei einfach nicht gut gewesen und dafür könne Keigley nichts:
Wenn überhaupt, dann hat [Keighley] Highguard die beste Chance gegeben, die es haben konnte. Das Problem war, dass das Spiel nicht so gut war (die Karte war zu groß für 3v3) und ich glaube, dass es am ersten Tag einige Serverprobleme auf dem PC gab. Abgesehen davon scheinen sich die Unternehmen seit dem Concord-Fiasko viel schneller zurückzuziehen.
Dass Highguard trotz seiner Probleme großen Spaß machen kann, erklärte beispielsweise bereits MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus in seinem Artikel. Viele würden das Game nur einfach falsch spielen und würden deswegen keinen Spaß daran haben.
Vom „One Last Thing“ zum nächsten Branchen-Meme: MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski analysiert, wie der Fall Highguard das gefährliche Spannungsfeld zwischen idealistischer Spieleentwicklung und gnadenloser Algorithmus-Logik des Jahres 2026 offenlegt: Vom „One Last Thing“ zum Concord-Meme: Highguard ist die fatale Fehleinschätzung eines Marktes, der von Wut lebt
Der Beitrag Spieler machen Moderator für das Scheitern von Highguard verantwortlich, doch ein Mitarbeiter von Larian sagt: Das ist Unsinn erschien zuerst auf Mein-MMO.
