Viele Völker in World of Warcraft sind bei der Auswahl ihrer Anpassungen massiv benachteiligt. Blizzard will das ändern – aber das braucht Zeit. Viel Zeit.
Die neue WoW-Erweiterung Midnight startet in wenigen Tagen und damit kommt auch ein neues Volk ins Spiel – die Haranir. Die sind vor allem deswegen interessant, weil die mehr Anpassungen bieten, als jedes andere Volk im Spiel. Doch genau das stört manche Veteranen, die auch gerne so viele Optionen für bereits bestehende Charaktere hätten. Ein Kritikpunkt, den Blizzard hört und in Zukunft angehen will.
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Was ist das Problem an den Völkern? Auch wenn viele das kommende, neue Volk der Haranir feiern und sich darauf freuen, es zu spielen, gibt es auch eine große Menge an WoW-Fans, die unzufrieden mit den Zähnen knirschen. Denn während neue Völker wie die Haranir oder die Dracthyr mir Anpassungsmöglichkeiten überschüttet werden, schauen viele ältere Völker in die Röhre. Gerade Gnome, aber auch Leerenelfen würden sich über weitere Optionen freuen.
Daher wünscht sich ein immer lauter werdender Teil der Community: Es soll keine neuen Völker mehr geben, stattdessen soll Blizzard erst alle alten Völker auf den aktuellen Stand bringen.
Große Überarbeitungen – aber wir sollten nicht bald damit rechnen
Was will Blizzard machen? In einem Interview mit Windows Central sprach Maria Hamilton vom WoW-Team über die Anpassungsmöglichkeiten bestehender Völker. Die sind immer wieder ein Thema im Team. In der Vergangenheit hatte man hier „kleine Drops“ mit neuen Anpassungen, wie etwa bei der Erfüllung der Questreihe von Traditionsrüstung.
Künftig soll das aber anders sein, denn Hamilton sagt, auf die Frage, ob es weitere Anpassungen für alte Völker geben werde:
Ich würde sagen: Ja. Aber wir haben dafür noch keine feste Roadmap. Wir haben immer wieder kleine Anläufe von Zeit zu Zeit gehabt und wir wissen, dass die Spielerschaft das liebt. Aber jetzt sehen wird das eher als ein größeres Projekt anstelle von kleinen Einschüben, wie bei der Traditionsrüstung. Wir diskutieren sogar, ob wir die Charakter-Animationen und solche Dinge verbessern können und welche Verbesserungen möglich sind. Das wird kommen, aber nicht bald.
Generell scheint bei Blizzard allerdings die Nachricht angekommen zu sein, dass viele Spielerinnen und Spieler sich schlicht mehr Optionen wünschen, um sich selbst in Azeroth darstellen und ausdrücken zu können. Denn Jay Hwang von Blizzard fügte auf die Frage hin an:
Gerade mit der Überarbeitung des Transmog-Systems wird deutlich, dass wir den Bedarf sehen. Wir fangen an, diesen Weg zu gehen. Deshalb investieren wir gerade in Dinge wie das Housing, die nichts mit Charakter-Kraft zu tun haben und sich eher auf Möglichkeiten des persönlichen Ausdrucks fokussieren. In der Zukunft werden wir vermutlich mehr Ohren und Nasen für eure Goblins haben. Das sind Sachen, an denen wir definitiv auch selbst ein Interesse haben.
So sieht es die Community: Auch in den sozialen Medien, wie dem Subreddit von WoW, wird immer wieder darüber gesprochen. Einige der Stimmen aus der Community dazu sind:
„Hört … einfach damit auf, immer neue Völker zu bringen, bis alle auf dem gleichen Stand sind. Bitte.“ – LadyTalah
„Sie müssen einfach mehr Anpassungen veröffentlichen, bis jedes Volk so viele Optionen hat, wie die Haranir und die Dracthyr. Beginnt mit dem am meisten gespielten Volk und arbeitet dann die ganze Liste ab.“ – Tristalien
„Blizzard ist wirklich gut darin, Pläne anzukündigen. Leider sind sie nicht so gut darin, die Pläne auch umzusetzen.“ – DaveMoTron
Was haltet ihr von Blizzards Plänen, die Völker drastisch mit neuen Optionen auszustatten – aber erst in fernerer Zukunft? Hättet ihr lieber kleine und dafür häufiger neue Anpassungen? Oder findet ihr es gut, dass sich Blizzard Zeit lässt, um das als großes Projekt anzugehen?
An einer anderen Sache könnte die Community derweil arbeiten: Der Tank-Mangel, denn den haben sich die Spieler selbst gebaut.
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