Spieler meckern regelmäßig über teure Skins in Diablo 4, aber für ein Feature würden sie trotzdem Geld ausgeben

Teure Skins in Diablo 4 sind regelmäßig ein Diskussionsthema bei den Spielern. Für ein optisches Feature ihrer Spielercharaktere würden manche aber sogar Geld bezahlen.

Was hat es mit den Skins in Diablo 4 auf sich? Die Preisgestaltung im Ingame-Shop steht seit jeher in der Kritik. Schon vor dem offiziellen Release im Juni 2023 sorgten die ersten Einblicke in den Shop für Unmut, da viele die Preise schlicht als absurd empfanden.

Zum Release des Paladins gab es etwa mehrere neue Sets für die Klasse, die jeweils 2.800 Platin kosten, also rund 25 Euro. Dafür erhält man meist ein Rüstungsset, zwei Waffen-Skins und eine Bemalung. Hier meinten die Fans sogar: Beim Paladin ist das kostenlose Zeug ohnehin viel schicker.

Neben den Outfits ist auch der Körperbau der Helden ein großes Thema. Bisher habt ihr in Diablo 4 lediglich die Wahl zwischen zwei festen Körpertypen – männlich und weiblich. Zwar lassen sich Details wie Frisur, Hautfarbe oder Schmuck anpassen, die eigentliche Statur der Charaktere bleibt jedoch unveränderlich. Und das stört viele Spieler.

Mit dem Warlock kommt im Rahmen des DLCs Lord of Hatred Ende April eine weitere Klasse ins Spiel:

„Wie Statisten aus Breaking Bad“

Wofür würden Spieler Geld bezahlen? In einem Thread auf Reddit schreibt ein Spieler, dass er Geld für ein Feature bezahlen würde, mit dem er alle Körpertypen für alle Klassen freischaltet. „Ich möchte einen männlichen Totenbeschwörer spielen, der mit dem Körpertyp des Barbaren so gebaut ist, als könnte er eine Lkw-Tür aus den Angeln reißen“, erklärt er.

Damit ist er offenbar nicht allein, ihm stimmen über 150 Personen in Form von Upvotes zu. Viele Nutzer wünschen sich mehr Auswahl bei der Statur ihrer Helden. Die Userin MrsLustymama77 hätte gerne einen Totenbeschwörer, der genauso „badass“ rüberkommt wie ihr Jäger. Ein anderer Spieler merkt an, dass er den Necro viel öfter spielen würde, wenn dieser die aufrechte Haltung und den Körperbau eines Paladins hätte.

Der Nutzer DrkBlueXG scherzt über seine Versuche, eine möglichst „normale“ Totenbeschwörerin zu erstellen: Am Ende habe sie trotzdem ausgesehen wie eine Statistin aus Breaking Bad.

Es gibt jedoch auch Gegenstimmen: Einige weisen darauf hin, dass ein muskulöser, gesund aussehender Totenbeschwörer gar nicht zur Lore passe. Schließlich raube die dunkle Magie diesen Charakteren jegliche Vitalität.

Was sagt Blizzard zu dem Thema? Die Entwickler haben sich bereits vor dem Release zu den eingeschränkten Anpassungen geäußert. In einem Interview erklärte uns Lead Game Producer Melissa Corning im April 2023, dass sich jede Klasse einzigartig anfühlen soll. Das betrifft nicht nur die Skills, sondern eben auch das Aussehen, damit man die Klassen optisch sofort unterscheiden kann.

So haben etwa Druiden und Totenbeschwörer sehr klare Klassenphantasien – von einem gestaltwandelndem Meister des Sturms und der Erde zu einem dunklen Beschwörer, der Knochen und Fleisch manipuliert.

Außerdem sei jedes Ausrüstungsteil für jede einzelne Klasse handgefertigt. Das würde im Umkehrschluss also bedeuten, dass Blizzard bei neuen Körpertypen jede einzelne Rüstung neu anpassen und animieren müsste.

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Trotz Kritik, die es hier und dort an Diablo 4 gibt, scheint das Spiel aktuell auf einem guten Weg zu sein. Seit dem Release im Juni 2023 hat Blizzard viel Zeit und Ressourcen in die Weiterentwicklung des Action-RPGs gesteckt. Und Spieler sagen jetzt, Diablo 4 fühlt sich so gut wie nie an: Bietet bald einzigartige Inhalte, anstatt nur die Konkurrenz zu kopieren.

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