Wird es Zeit, die World of Warcraft noch einmal zu überarbeiten? Ja, denken manche. Denn einige Goblins verdienen sich seit Jahren eine goldene Nase.
World of Warcraft Cataclysm war die erste Erweiterung für Blizzards MMORPG, die als richtig umstritten galt. Die Überarbeitung der alten Welt wurde damals als notwendig erachtet, doch viele fanden es auch schade, dass die „geliebte, alte Spielwelt“ jetzt nicht mehr in der ursprünglichen Form zugänglich war.
Seit Cataclysm sind inzwischen über 15 Jahre vergangen. Manche Details in der Spielwelt wirken nahezu absurd, wenn man bedenkt, wie lange einige NPCs schon Schäden reparieren, die von Todesschwinge angerichtet wurden. Allen voran sind dabei einige Goblins in Beutebucht, die offenbar den Job ihres Lebens gefunden haben.
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Um welche Goblins geht es? Die Rede ist von den Goblins auf den Dächern der Stadt Beutebucht im Schlingendornkap. Während der Cataclysm-Erweiterung hat Todesschwinge die Stadt überschwemmt und die meisten Behausungen wurden zerstört. Klar, dass da Reparaturen notwendig sind. Allerdings hat wohl damals keiner gedacht, dass diese Reparaturen über 15 Jahre andauern würden – denn die Goblins machen das noch immer. Daher fragt jemand im Subreddit von WoW zu recht: „Wie lange reparieren die dieses Dach eigentlich schon?“
Die Antworten fallen vielfältig aus:
„Zeit ist Geld, mein Freund. Und die beiden werden nach Stunden bezahlt.“ – MayuIwatani
„Das nennt man Geldwäsche.“ – mekolayn
„Zeug wie dieses ist, warum ich denke, dass wir mal wieder eine Überarbeitung der Welt wie in Cataclysm brauchen. Das ist schon lange überfällig.“ – RobotBoy221
Viele Cataclysm-Gebiete sind schlecht gealtert
Was ist das Problem mit den Cataclysm-Gebieten? Ein wenig ernster wird die Diskussion, wenn es um die Überarbeitung der Gebiete von Cataclysm geht. Während manche Zonen durchaus gut gealtert sind, gibt es auch einige, die fast nur aus Film- und Subkultur-Referenzen bestehen.
Immer wieder wird hier vor allem das Rotkammgebirge genannt, das im Grunde von Anfang bis Ende in allen Quests Anspielungen auf die Rambo-Filme hat.
„Ich wünschte, das Rotkammgebirge wird endlich von den 180 Rambo-Anspielungen befreit.“ – Mallyveil
Auch Westfall kommt nicht gut weg. Obwohl die Story rund um die Tochter von Edwin van Cleef interessant ist, sind große Teile der Questreihe Anspielungen auf CSI: Miami – eine Serie, die auch langsam in Vergessenheit gerät.
Viele dieser Geschichten waren damals lustig und amüsant, altern aber ausgesprochen schlecht, weil die Popkultur sich eben weiterentwickelt hat. Zeitlose Geschichten, die nur in Einzelfällen aktuelle Ereignisse parodieren oder aufgreifen, halten deutlich besser stand.
Allerdings darf man bei NPCs, die offenbar in einer Zeitschleife gefangen sind, auch eines nicht vergessen, wie Jaggiboi anmerkt:
„Ein Typ in Silbermond hämmert seit 20 Jahren am Stück und bald schon wird sich das richtig auszahlen.“
Cortyn meint: Die immer größer werdende Welt von World of Warcraft stellt Blizzard im Grunde vor ein unlösbares Problem. Denn auch wenn punktuell immer mal wieder einzelne Gebiete überarbeitet werden – wie in Midnight Quel’thalas – ist es nahezu unmöglich, sämtliche Gebiete des Spiels auf einem modernen Stand zu halten. Das ist schlicht ein zu großer Aufwand.
Vielleicht sehen wir nach der Erweiterung „The Last Titan“ endlich eine größere Überarbeitung der alten Welt, wenn die kosmischen Mächte ein wenig in den Hintergrund rücken. Das wäre auch der perfekte Zeitpunkt, um viele alte Gebiete zu modernisieren und ihnen etwas „zeitlosere“ Geschichten und wieder etwas mehr Persönlichkeit zu verleihen. Die modernen Gebiete von WoW machen das bereits recht gut und reduzieren Popkultur-Anspielungen auf ein moderates Maß, das auch nach Jahren nicht übermäßig störend auffällt. Aber gerade bei Cataclysm merkte man doch, dass das teilweise Überhand genommen hat.
Dass die alte Welt aber auch immer mal wieder Schauplatz für neue Geschichten sein kann, erleben wir in der kommenden Erweiterung Midnight. Denn dort reist ihr an der Seite von Arator um die halbe Welt, um ikonische Orte zu besuchen und mehr über das Licht in Erfahrung zu bringen.
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