Der ehemalige Chef von Path of Exile hat sich zu Diablo 2 und seinem Geburtstagsupdate geäußert. Er findet, die Entwickler hätten einen klaren Fehler gemacht, den er selbst lernen musste.
Um wen geht es? Chris Wilson ist einer der ehemaligen Chefs von Path of Exile und war jahrelang das Gesicht von Grinding Gear Games für die Fans. Vor einiger Zeit schied er jedoch aus dem Unternehmen aus und gibt seitdem immer wieder seine Analysen zu Videospielen auf seinem YouTube-Kanal preis.
In seinem neuen Video, spricht er dabei über das Geburtstagsupdate von Diablo 2. Hier kam mit dem Hexenmeister/Warlock eine neue Klasse per Shaddowdrop ins Spiel und überraschte damit die Fans. Doch für den Experten fehlte dem Patch das Wichtigste.
Hier könnt ihr die neue Klasse von Diablo 2 sehen:
Autoplay
Der Inhalt fehlt
Was kritisiert der Experte? Der Ex-Chef von Path of Exile kennt sich bestens damit aus, Spieler mit neuen Patches wieder in das eigene ARPG zu locken. Auch dank seiner Entscheidungen entwickelte sich Path of Exile über die Jahre zum Dauerbrenner auf Steam.
Für ihn ist jedoch klar, dass Blizzard beim Update die Inhalte vergessen hat. So erklärt er in seinem Video, die Entwickler hätten mit der neuen Klasse zwar das Interesse der Spieler geweckt, gleichzeitig gäbe es aber keine neuen Dinge zu erkunden.
Quality of Life-Updates, wie das bessere Lager, seien zwar nette Features, würden aber ohne echte neue Gebiete kaum jemanden zur Rückkehr bewegen. Zudem habe Blizzard den Fehler gemacht, die Klasse vorab schon im absoluten Endgame zu zeigen, wodurch bei vielen Fans das Gefühl entstand, man habe ohnehin bereits alles erlebt.
Ich denke, das könnte ein strategischer Fehler gewesen sein […] Mein Problem mit diesem Update ist, dass es ohne einen Akt im Wesentlichen auf eine neue Charakterklasse, einige Features zur Verbesserung der Lebensqualität und einige neue Endgame-Inhalte hinausläuft.
Chris Wilson
Hier könnt ihr das Video dazu sehen:
Was hätte Blizzard seiner Meinung nach tun sollen? Für ihn ist klar: Diablo 2 hätte zum Geburtstag neben der neuen Klasse auch einen neuen Akt gebraucht. Mit den neuen Orten zu erkunden und Bossen zu bekämpfen wären viel mehr Spieler zurückgekehrt.
Er ist sich sicher: „Ein neuer Akt hätte so gut wie garantiert, dass jeder, der die Möglichkeit hatte, sich wieder mit Diablo 2 zu beschäftigen, das Update gekauft und gespielt hätte.“
Doch Chris Wilson hat auch eine Theorie, warum Blizzard keinen Akt hinzugefügt hat. So hätten die Entwickler wohl klar den Geburtstag als Release-Datum erhalten, während ein neuer Akt ein „zusätzliches Entwicklungsjahr“ gebraucht hätte.
Die Analyse von Chris Wilson zeigt: Blizzard hätte einen größeren Erfolg haben können. So bleiben Diablo 2 und sein neues Update vorrangig etwas für die größten Fans. Aber auch der Preis des DLCs sorgte bei unseren Lesern für Diskussionen: Fans von Diablo 2 verteidigen nach starkem Start auf Steam den Preis des neuen DLCs: „Ein Schnäppchen“
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