Für 1.600 Euro bekommt ihr in meinen Augen den besten Gaming-PC, um die RAM-Krise sicher zu überstehen

Ihr sucht eine Option, die Speicherkrise zu überstehen? MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann stellt einen Gaming-PC vor, mit dem ihr der RAM-Krise trotzen könnt und trotzdem nicht auf Gaming verzichten müsst.

Die RAM-Krise lässt viele Komponenten im Preis steigen. Wer seinen alten Gaming-PC aufrüsten möchte, wird von teilweise unbezahlbaren Preisen konfrontiert. Wollt ihr jedoch nicht aufrüsten, sondern komplett neu bauen oder alternativ kaufen, dann ist meine persönliche Empfehlung derzeit ein Gaming-PC für 1.600 Euro vom Anbieter CSL.

Zum Vergleich habe ich noch bei One.de, bei Dubaro und bei Memory PC die Preise verglichen. Bei Memory PC bekommt ihr ein ähnliches Angebot, bei Dubaro zahlt ihr fast 500 Euro mehr für die Konfiguration.

Mit CSL habe ich selbst ziemlich gute Erfahrungen gemacht: Ich habe privat schon über CSL für meinen Schwager bestellt und einige Freunde und Kollegen ebenfalls. Zu anderen Anbietern kann ich persönlich nichts sagen, da ich dort nie bestellt habe.

Hinweis: Zu CSL gehört auch Boostboxx, die Marke, über die GameStar ihre eigenen PCs verkauft. GameStar ist ein Schwestermagazin von MeinMMO.

Was steckt hier drin?

Der AMD Ryzen 7 7800X3D gilt als eine der besten Gaming-CPUs, die ihr kaufen könnt. Ich würde den Ryzen 7 7800X3D auch immer dem neueren Ryzen 7 9800X3D vorziehen, weil das neuere Modell immer noch mit defekten Mainboards zu kämpfen hat.

Mit der Radeon RX 9070 XT bekommt ihr derzeit die Grafikkarte mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Grafikkarte reicht locker für WQHD mit hohen Details und die 16 GB VRAM sind zukunftssicher. Außerdem kann die Karte AMDs FSR 4.0 und die Liste mit unterstützen Spielen wird länger

16 GB DDR5-RAM reichen für Gaming 2026 noch aus, zukunftssicherer wären jedoch 32 GB. Mit Blick auf die hohen Preise sind aber 16 GB in meinen Augen zu rechtfertigen. Ein paar Entwickler haben bereits die RAM-Anforderungen für ihre Spiele gesenkt

Hinzu kommt eine M.2-SSD mit 1 TB SSD. Für die meisten Blockbuster reicht das vollkommen aus, wollt ihr jedoch viele Spiele gleichzeitig installieren, könnte es irgendwann eng werden.

Ich nutze ein sehr ähnliches Setup und bin mit der Performance absolut zufrieden

Wie schnell ist der PC? Ich selbst nutze derzeit einen Selbstbau-PC mit ähnlicher Ausstattung: Den Ryzen 7 7800x3D habe ich mir vor einigen Jahren günstig gekauft, die RX 9070 habe ich 2025 gekauft und halte das bis heute für meine beste Kaufentscheidung. In meinem System ist jedoch deutlich mehr Speicher (4 TB) und etwas mehr RAM (32 GB) verbaut. Ich nutze mein System aber auch für Videoschnitt, dafür ist mehr Speicher und RAM unerlässlich. Der Video-Maustest oben zum Beispiel ist auf meinem System entstanden.

Ich spiele seit 3 Jahren auf UWQHD-Auflösung und kann hier die meisten Spiele mit stabilen 100 FPS oder mehr spielen. Moderne Shooter wie Marvel: Rivals laufen mit FSR 4.0 sogar mit 180 FPS. Das umstrittene Highguard läuft bei mir ebenfalls mit stabilen, gedeckelten 100 FPS und bei Forza Horizon 5 komme ich bei Ultra-Settings ebenfalls auf über 100 FPS.

Die hier genannte Konfiguration von CSL oder von Memory PC kann ich daher aus Leistungssicht problemlos empfehlen. Solltet ihr nur auf Full-HD spielen wollen, könntet ihr auch zur RX 9060 XT downgraden, dadurch spart ihr noch mal etwa 200 Euro.

Aus langfristiger Sicht würde ich persönlich auf jeden Fall zur Kombination aus Ryzen 7 7800x3D und RX 9070 XT greifen. Damit habt ihr auch in den nächsten Jahren noch ein zukunftssicheres System und müsst maximal den Arbeitsspeicher und die SSD auf- oder nachrüsten.

Lohnt sich das Angebot bei CSL? Ich habe die Preise einmal durchgerechnet und mir die günstigsten/gängigsten Preise auf Geizhals für die entsprechenden Komponenten herausgesucht. Aktuell (Stand: 20.02.2026) kommt man auf folgende Preise.

Bauteil (Geizhals)Preise (in Euro, Stand: 20. Februar 2026)AMD Ryzen 7 7800X3D345,00Radeon RX 9070 XT699,9916 GB DDR5250,001 TB M.2-SSD100,00Mainboard (AM5)ca. 130,00Netzteil + Gehäuseca. 110,00Gesamtkosten:1.634 Euro

Der Vorteil ist, dass CSL und MemoryPC fast nur auf normale Komponenten setzt, die man alle auch tauschen kann. Ihr bekommt kein proprietäres Monster wie etwa bei Dell/Alienware, wo alle Teile spezisch auf das Gehäuse zugeschnitten sind und ein Austausch später fast unmöglich ist. Später noch mal Arbeitsspeicher dazuzukaufen oder eine zweite SSD einzubauen, ist in der Regel bei Firmen wie CSL oder MemoryPC kein Problem.

Hinzu kommt noch eine 2 Jahre Garantie, falls doch mal etwas schiefgeht. Ihr müsst also nicht euren PC auseinanderschrauben und den Fehler selbst suchen.

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Aufpreis auf Nvidia ist teuer, außerdem fehlt eine Windows-Lizenz

Wo gibt es Einschränkungen?

AMDs RX 9070 XT kann „nur“ FSR 4.0. Die Technik ist zwar mittlerweile ausgereift, kann es aber noch nicht ganz mit DLSS 4.5 aufnehmen. Der Aufpreis auf eine ähnliche RTX 5070 sind immerhin 150 Euro. In meinen Augen lohnt sich das nur bedingt.

Die 1 TB SSD wird außerdem recht schnell knapp, wenn ihr viele große Spiele installieren möchtet. Speicher lässt sich aber leicht aufrüsten.

Beispiele für große Spiele: Marvel Rivals: 100 GB; Path of Exile 2: 115 GB; Where Winds Meet: 104 GB, Conan Exiles: 113 GB und Forza Horizon 5: 176 GB

16 GB DDR5 sind 2026 ausreichend, zukunftssicher wären 32 GB. Sollte die Speicherkrise doch mal vorbei sein, dann könnt ihr an dieser Stelle leicht nachrüsten.

Eine Windows-Lizenz fehlt. Auf offiziellem Weg zahlt ihr 145 Euro, ihr könnt den Key aber auch legal für 20 Euro erwerben (via GameStar.de). Oft handelt es sich hier um sogenannte Volumenlizenzen. Ihr müsst dennoch aufpassen, dass ihr die Lizenz bei einem seriösen Händler kauft. Alternativ könnt ihr kostenlos Linux, etwa Ubuntu, installieren.

Eine günstigere Alternative: Das Steam Deck ist in Deutschland noch verfügbar und eine günstigere Option, wenn ihr nur spielen wollt. Für wen sich die Investition von knapp 700 Euro lohnen können und wer davon absehen sollte, das lest ihr auf MeinMMO: Das Steam Deck ist bald ausverkauft: Wer es kaufen sollte und wem ich vom Kauf dringend abrate

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