In Diablo 4 geht es um den ewigen Krieg zwischen den Engeln des Himmels und den Dämonen der Hölle. Dabei wird die Welt der Sterblichen, Sanktuario, zum Schauplatz blutiger Konflikte. Und Fans meinen jetzt: Eigentlich war die grausame Dämonin Lilith die Einzige, die wirklich einen Plan für die Menschheit hatte.
Das hat es mit Lilith auf sich:
Die Dämonin Lilith ist die Tochter von Mephisto, dem Herrn des Hasses. Gemeinsam mit dem Engel Inarius erschuf sie Sanktuario und dessen Bewohner, die Nephalem – aus denen später die Menschen hervorgingen.
Lilith ist damit gewissermaßen die „Mutter“ aller Menschen und somit auch all jener Charaktere, die wir seit Diablo 1 verkörpern. Sie war es sogar, die uns vor der Auslöschung durch Inarius bewahrte, als dieser in den Nephalem eine Bedrohung sah und sie vernichten wollte.
In der Story von Diablo 4 kehren Lilith und Inarius als zentrale Gegenspieler zurück. Beide sind in den Trailern und der Lore allgegenwärtig, und der gesamte Plot des Spiels dreht sich um ihren Konflikt.
Was ist Liliths Plan? Lilith beabsichtigt, sowohl die Nephalem als auch die Menschen für ihre eigenen Zwecke zu benutzen. Ihr Markenzeichen sind Manipulation und Verführung – sie ist eine meisterhafte Lügnerin, die es versteht, „einfache“ Menschen in die Irre zu führen.
Ihr Ziel war es, die Menschheit durch extremes Leid und die Absorption von Mephistos Macht gewaltsam zu ihrer ursprünglichen Nephalem-Stärke zurückzuführen. Hätte sie die Macht ihres Vaters absorbiert, würde sie den Hass kontrollieren, statt von ihm beherrscht zu werden. So wollte sie Sanktuario als unabhängige Festung gegen Himmel und Hölle absichern – mit sich selbst als absoluter Herrscherin.
Und Fans diskutieren jetzt darüber, ob das nicht vielleicht doch die beste Lösung gewesen wäre.
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„Lilith hatte recht. Bringt sie zurück“
Das sagen Fans zu Liliths Plänen: In einem Thread auf Reddit diskutiert die Community aktuell über Liliths Pläne. Der Nutzer GlassCuttingQueer behauptet in seinem Post etwa, dass Lilith die Einzige war, der Sanktuario und die Menschheit wirklich am Herzen lagen. Sein Fazit: „Lilith hatte recht. Bringt sie zurück.“ Über 1.600 Personen stimmten ihm bisher zu.
Eine ausführliche Erklärung liefert der Nutzer Drakyl-Skies auf Reddit:
Lilith wollte dem „Großen Spiel“ zwischen Himmel und Hölle entkommen. Da der Weltstein zertrümmert ist, könnten die Menschen ihr Geburtsrecht als Nephalem zurückerlangen. Aber das funktioniere nur, wenn sie unter extremen Druck gesetzt werden. Auf eine natürliche Entwicklung zu warten, würde schlicht zu lange dauern.
Hätte Lilith Mephisto absorbiert, würde das bedeuten, dass Diablo und Baal es nicht riskieren können, sie allein in Sanktuario zu bekämpfen.
Lilith wollte die Nephalem wieder zu voller Stärke führen, damit weder die Hölle noch der Himmel jemals wieder einmarschieren können. Und ohne einen bösen „Papa“ (Inarius), der ihre Kräfte wieder versiegelt, „weil sie den Himmel bedrohen“, gibt es keinen Grund, warum Sanktuario nicht wieder das werden kann, was es einmal war: ein Zufluchtsort für gottgleiche Wesen und ihre Mutter.
Sein Fazit: „Liliths gesamter Story-Arc bestand darin, dass sie eine Antwort auf ein Problem lieferte, die niemandem gefiel. Aber niemand hatte eine bessere Idee. Die Leute wandern lieber in der Dunkelheit und hoffen auf eine bessere Lösung, als sich dem Prozess zu stellen, der zwar viele töten würde, aber garantierte Sicherheit […] versprach.“
Fans warnen: Lilith ist eine Meisterin der Manipulation
Sehen das alle so? Keineswegs. Viele Nutzer weisen darauf hin, dass Lilith als Sukkubus-Königin die geborene Manipulatorin ist. Der Nutzer Tesdey erinnert daran, dass sie ihr Ziel auf Kosten unzähliger Menschenleben verfolgt, überall eine Spur des Todes hinterlässt und den Hass in den Menschen schürt. Damit bringt sie den Ewigen Konflikt erst recht nach Sanktuario. Für viele ist sie lediglich ein weiterer mächtiger Dämon, der die Menschheit für eigene Zwecke missbraucht.
Auch Tubtubsz warnt davor, sie als missverstandene Heldin zu sehen. Wer Lilith aus der Sukkubus-Perspektive betrachtet, erkennt schnell, dass sie ihre wahren Absichten zeigen könnte, sobald Sanktuario unterworfen ist, sich komplett gegen sie wendet und versucht, zum neuen „Obersten Übel“ aufzusteigen.
Dass ihr erster Impuls war, jeden zu töten, der nicht stark genug für ihre Ziele ist, beweist für viele Fans, dass ihre Sorge um die Menschheit nicht aufrichtig war. Zudem bleibt vollkommen unklar, wie ein Sanktuario unter ihrer totalen Herrschaft wirklich aussehen würde.
Was ist eure Meinung dazu? War Liliths Plan der einzig richtige Weg? Oder war es richtig, sie als Antagonistin in Diablo 4 zu bekämpfen?
Der aktuelle Top-Kommentar im Thread mit über 900 Upvotes stammt jedoch von Mountain_Compote_200. Er meint, dass der Ersteller des Posts hier offenbar von einem echten Sukkubus verführt wurde. Dass Spieler sich auf die Seite der bösen Dämonin schlagen und darüber diskutieren, ob sie vielleicht doch die Gute in der ganzen Geschichte ist, ist kein neues Phänomen: Ein Spieler will Lilith aus Diablo 4 verehren, aber Fans erklären: So nett ist die gar nicht
Der Beitrag In Diablo 4 hat laut der Community nur eine einen echten Plan: die Böse erschien zuerst auf Mein-MMO.
