Auf den ersten Blick erinnert Greed Corp an Brettspiele wie Catan oder Carcassone – mit dem Unterschied, dass die Rundenstrategie nicht Aufbau, sondern Zerstörung in den Mittelpunkt rückt. Und das in doppelter Hinsicht: Mit jeder Runde baut sich das Spielfeld durch Ressourcenabbau kontinuierlich ab, so dass schnell nur auf dem Luftweg erreichbare Inseln aus einzelnen Feldern entstehen. Auf der anderen Seite besteht das Ziel in jeder der 24 Missionen aus der Vernichtung der bis zu drei KI-Gegner, die sich glücklicherweise selten gegen Euch verbünden.
Das Taktik-Spiel setzt auf wenige Einheitentypen wie Angreifer, Lufttransporter oder Rohstoff-Ernter, die dafür geschickt platziert werden müssen – das knackige Zeitlimit von 60 Sekunden für alle Aktionen pro Runde verzeiht kaum Fehler, weshalb Ihr viele Missionen bis zur Frustgrenze neustartet. Ebenfalls für Kopfnüsse sorgen Kettenreaktionen, die sich durch die Verbindung der hexagonalen Felder untereinander ergeben. Sobald ein Landstück ressourcenerschöpft in vorzüglicher Comicgrafik zerbröselt, reißt es sichtbare Risse in den benachbarten Grund und diesen manchmal gleich mit in die sprichwörtliche Versenkung. Die teuren, jedoch effektiven Kanonen unterstützen den Raubbau. Neben der fordernden, aber motivierenden Kampagne lockt der Vierspieler-Modus mit 36 Karten.
Optisch elegante Rundenstrategie mit grüner Botschaft, die Taktik-Profis anspricht.
Singleplayer80MultiplayerGrafikSound
