WoW verrät, wie die neuen Raids schwerer werden, ohne schwerer zu werden

Ohne Interface-Addons können die Entwickler von World of Warcraft sich endlich austoben. Aber sie wollen nicht auf Altbekanntes setzen.

Die erste Saison von Midnight könnte die spannendste in der Geschichte von World of Warcraft werden. Denn zum ersten Mal beim Start eines neuen Raid-Tiers sind die Interface-Addons nicht mehr so mächtig, wie sie es seit den Zeiten von Vanilla-WoW waren. Das sorgt nicht nur dafür, dass Spielerinnen und Spieler auf viele Hilfen verzichten müssen, sondern auch, dass die Entwickler mehr Spielraum haben, um sich spannende Mechaniken ausdenken zu können.

Was ändert sich mit Midnight? Bereits seit dem Pre-Patch hat die „Addon-Apokalypse“ in WoW begonnen. Viele Interface-Erweiterungen, die in Kämpfen eine Hilfe waren, funktionieren nicht mehr – allen voran „WeakAuras“. Dieses Addon war so mächtig, dass es ganze Berechnungen durchführen konnte und dann gezielt ansagte, welcher Charakter welche Aufgabe übernehmen soll, damit alles ohne Problem vonstattengeht.

Müsste der Raid kommunizieren, würde das vermutlich mehrere Sekunden in Anspruch nehmen, die über Leben und Tod des Charakters entscheiden. Doch dank dieses Addons war das nicht nötig.

Mehr als nur immer weitere Effekte

Was sagt Blizzard dazu? In einem Interview mit PC Gamer sprach der Encounter Designer Dylan Barker darüber, wie die neuen Raids ablaufen werden und was sich geändert hat:

Ich denke, in dem Eröffnungs-Tier gibt es einige Mechaniken, die jetzt in Midnight möglich sind, aber vorher nicht vorstellbar gewesen wären. Wir sind jetzt in der Lage, die Spieler durch Puzzle, über Kommunikation und Koordination und über Strategie stärker zu fordern.

Es ist cool, weil die Art und Weise, wie es von Normal über Heroisch zu Mythisch schwieriger wird, ist nicht einfach ‘Wir schießen mehr Kugeln auf euch’. Es ist schwerer auf der Kommunikations- und Koordinations-Ebene.

Diese Puzzle und Kommunikationsaufgaben waren in der Vergangenheit immer von Interface-Addons gelöst worden – wie eben WeakAuras. Das ist auch der Grund, warum viele Profi-Gilden, die etwa um den „World First Kill“ bei einem Boss kämpfen, eigene Mitspieler haben, die sich vornehmlich darum kümmerten, die WeakAura-Einstellungen vorzunehmen und entsprechende Konfigurationen zu erschaffen, die dann den entscheidenden Vorteil gaben.

Weil das nun wegfällt, kann Blizzard sich auf solche Mechaniken konzentrieren und muss sich nicht mehr nur auf mehr Effekte, mehr zum Ausweichen verlassen.

Die Zukunft allerdings sieht gut aus, glaube zumindest Barker. Denn nachdem die Entwickler jahrelang einen Kampf gegen Addons geführt haben und interessante Mechaniken immer wieder auf WeakAuras reduziert wurden, kann man sich nun austoben und neue Mechaniken entwickeln:

Ich glaube, viele Encounter-Designer haben das bereits über die Jahre versucht und waren nicht so ganz in der Lage, das umzusetzen. Daher ist das jetzt super spannend für uns.

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Ob die neuen Raids in Midnight halten können, was sie schon jetzt versprechen, bleibt natürlich abzuwarten. Aber es dauert nur noch wenige Tage, bis wir es selbst erleben können, denn schon diesen Freitag startet der Vorabzugang. Welche 5 Dinge ihr bis dahin noch erledigen solltet, erklären wir hier.

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