Das neue Resident Evil ist so gut, dass ich es schon zum 3. Mal spiele

Als riesiger Fan von Resident Evil konnte MeinMMO-Redakteur Niko den neuen Teil Requiem vorab spielen und war trotz kleinerer Kritikpunkte begeistert. Vor allem, weil ein alter Charakter in seiner Bestform ist.

Resident Evil Requiem ist nicht einfach nur ein neuer Teil der Resident-Evil-Reihe, es ist die Rückkehr von Leon S. Kennedy. Klar, es gab das Remake zu Resident Evil 4 im Jahr 2023, doch seit dem 6. Teil im Jahr 2012 ist es seine erste Storyrückkehr.

Das ist etwas Besonderes, nicht nur weil er der klischeehafte coole Typ ist, sondern weil Resident Evil 4 für viele Fans, mich eingeschlossen, der beste Teil der Survival-Horror-Serie ist. 

Requiem hat also große Fußstapfen, in die es treten muss. Um es kurz zu fassen: Resident Evil Requiem ist ein verdammt gutes Action-Spiel und vor allem Fans von Leon kommen auf ihre Kosten, denn er fühlt sich so gut an, wie kaum ein Charakter der Reihe.

Trotz seines höheren Alters ist Leon so fit wie noch nie

Im Spiel übernimmt man die Kontrolle von 2 Charakteren. Zum einen gibt es die neue Figur Grace, zum anderen Veteran Leon Kennedy. Während sich Grace meist anfühlt wie Ethan in Resident Evil 7, erinnert Leon an die Action aus dem 4. Teil.

Hierbei könnt ihr euch auch für die First- oder Third-Person-Perspektive entscheiden. Ich ließ es bei der Standardeinstellung: Also Grace in der Ego-Sicht, Leon mit der Schulteransicht.

Vor allem bei Leon fühlt man sich direkt wie zu Hause. Das Ballern hat angenehmes Trefferfeedback und auch seine anderen Moves fühlen sich brachial und wuchtig an. Vor allem das Beil, seine Nahkampfwaffe, habe ich lieben gelernt. Damit kann man nicht nur angreifen, sondern sie auch als Parier-Werkzeug benutzen.

Das gibt den Kämpfen direkt eine andere Dynamik und mehrere Herangehensweisen. Unterstützt wird das Ganze dann noch von coolen Finishern und den gelegentlich in den 80er-Jahren hängengebliebenen Sprüchen des Protagonisten.

Auf der anderen Seite steht Grace. Sie ist weniger ein Supersoldat und hat ein deutlich kleineres Arsenal. Bei ihr waren die Planung der Wege, die richtige Munition und das Craften verschiedener Werkzeuge, wie einer Spritze, um Gegner schnell zu erledigen, essenziell.

Auch das fühlte sich gut an. Anfangs hatte ich die Befürchtung, die beiden Figuren würden sich bezüglich des Flows beißen, doch beim ersten Durchspielen hat Capcom eine gute Balance getroffen. Keine Sequenz ist zu lang und das Gameplay beider Figuren bekommt genug Luft.

Beim 2. und 3. Spielverlauf gab es aber bei Grace ein paar Passagen, die sich etwas zäher angefühlt haben. An diesen Stellen muss man manchmal warten, was dem Flow etwas schadet. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Ab und zu darf Leon sogar eine Kettensäge benutzen

Starke Atmosphäre und ein Traum für die Fans

Atmosphärisch fängt das Spiel direkt spannend an. Ich wollte schon nach der ersten Zwischensequenz wissen, was es mit Grace auf sich hat und wie sie in die ganze Story hineinpasst. Zum Ende hin hätte ich mir mehr Ausarbeitung von ihr als Figur gewünscht, aber es ist auch einfach schwer, neben Leon zu existieren.

Mit der Geschichte hatte ich meinen Spaß, auch wenn sie an manchen Stellen vorhersehbar ist. Ansonsten könnt ihr euch als Fans nicht nur über unzählige Easter-Eggs freuen. Die Story ist erneut im bekannt-übertriebenen Resident-Evil-Stil. Leider sind die Schurken nicht so einprägsam wie Nemesis, Wesker oder Lady Dimitrescu.

Leon als Figur fügt sich da auch gut ein und auch hier fühlte ich mich wieder an Resident Evil 4 erinnert. Der Fanservice an sich hat mir oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, doch an manchen Stellen gab es dann doch etwas zu viel. Das hätte gerne noch etwas zurückgefahrener sein können, um eine stärkere Wirkung zu erzielen.

Im Verlauf des Spiels gibt es diverse tonale Änderungen bezüglich der Atmosphäre, aber dank der beiden Figuren passt das ziemlich gut. Die Atmosphäre funktioniert, ich selbst bin aber auch Fan beider Resident-Evil-Ausrichtungen: Horror und Action.

An der Stelle will ich auch mal die Controller-Steuerung loben. Die hat nicht nur beim Ballern Spaß gemacht, dank der Vibrationen und dem Einsatz der Lautsprecher beim PS5-Controller wurde auch die Atmosphäre passend übertragen.

Grace ist interessant, aber Leon ist der wahre Star

Natürlich spielte ich das Spiel direkt mehrmals

Aktuell befinde ich mich in meinem dritten Playthrough und allein das sollte schon zeigen, wie spaßig der neue Teil ist. Ich will noch einiges im Gameplay ausprobieren und schauen, wie man bestimmte Gegner schneller oder effizienter erledigen kann.

Direkt beim 2. Durchlauf fiel mir auch auf, wie gut das Leveldesign der einzelnen Gebiete ist. Wenn man weiß, wie man optimal läuft, spart man viel Zeit, und das ist eines der coolsten Elemente der Reihe. 

Ich kenne zwar die Story, lerne aber trotzdem immer wieder etwas Neues. Dabei motivieren mich die verschiedenen Herausforderungen und freischaltbaren Extras. Wer die Reihe so kennt, wird sich ziemlich wohlfühlen.

Dabei kam ich auch schnell wieder in einen Flow und konnte das hervorragende Gameplay noch einmal mehr lieben lernen. 

Ich kann euch nur empfehlen, die Spiele der Reihe öfter durchzuspielen, denn erst dann merkt man, wie clever das Leveldesign ist. Um das Austoben mit dem Gameplay noch abzurunden, hätte ich gerne einen Söldner-Modus gehabt, also eine Art „Challenge-Mode“, den es in vorherigen Teilen gab, aber wer weiß, vielleicht liefert Capcom den noch nach, denn Resident Evil Requiem hat es auf jeden Fall verdient.

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Ich bin mir jetzt schon sicher, dass Requiem eines der besten Action-Spiele des Jahres, sogar der letzten Jahre sein wird. Es ist eine würdige Rückkehr von Leon, die mir als großem Fan der Reihe unglaublich viel Spaß bereitet hat. 

Jetzt begebe ich mich aber erstmal zurück zu meinem 3. Playthrough, es gibt noch einige Zombies zu erledigen. Mehr zu Leons Design erfahrt ihr hier: Weibliche Capcom-Angestellte nahmen Leon im neuen Resident Evil so streng unter die Lupe, bis selbst seine Falten perfekt aussahen

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