In Warhammer Fantasy gibt es untote Piraten, neben denen selbst die aus den „Fluch der Karibik“-Filmen handzahm wirken. Ihr König ist ein wahnsinniger Vampir mit zersplitterter Persönlichkeit.
Warhammer Fantasy ist das älteste der drei großen Warhammer-Universen und die Heimat vieler Völker, die man bereits aus anderen High-Fantasy-Settings kennt: In den Bergen leben sture, aber auch mächtige Zwerge und es gibt gleich drei einzigartige Elfen-Völker, die deutlich gemeiner sind als die vieler anderer Fantasy-Welten. Menschen gibt es ebenfalls – von den Rittern Bretonias über das Imperium unter der Herrschaft von Imperator Karl Franz bis hin zum östlichen Großreich von Cathay.
Es gibt aber auch Piraten in der Welt von Warhammer Fantasy. Die machen das, was Piraten eben so tun und durchkreuzen die Meere auf der Suche nach Reichtümern. Wie jede Fraktion in diesem Universum kommen sie mit einem Twist, und dieser lässt sich schon aus ihrem Namen ableiten: die Vampirküste.
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Diese Piratenkapitäne sind nämlich keine gewöhnlichen Menschen, sondern blutsaugende Vampire. Und ihre Mannschaften bestehen auch nicht aus irgendwelchen Haudegen, sondern aus Horden von Zombies und anderen schrecklichen Untoten sowie Kreaturen der Tiefe. An ihrer Seite kämpfen krabbenähnliche Prometheaner und Leviathane, aber auch Necrofex-Kolossse – wandelnde Gerüste, die aus dem Holz zerstörter Galeonen, Eisen und Menschenfleisch bestehen und nur durch Magie belebt werden.
Die Alte Welt ist Heimat einiger berühmt-berüchtigter Piratenkapitäne, doch nicht jeder von ihnen ist ein Vampir oder gar untot. Die bekanntesten stellen wir euch hier vor – ungeachtet dessen, ob sie von ihrer Lore her der Vampirküste angehören. Wir fangen gleich mit einer Piratin an, auf die das nicht zutrifft.
Aranessa Saltspite
Streng genommen ist Aranessa nicht Teil der Vampirküste: Weder ist sie Vampirin, noch auf irgendeine Art und Weise untot. Ihre Crew ist es ebenfalls nicht. Eine gefürchtete Piratin ist die sogenannte „Königin der Gezeiten“ dennoch und zudem kein gewöhnlicher Mensch. Aranessa war bei ihrer Geburt von Gräten und Schuppen überzogen, besaß Schwimmhäute zwischen den Fingern und ihre Beine wuchsen von den Knien abwärts zu einer Art Flosse zusammen. Einige sind daher überzeugt, sie sei die Tocher von Manann, dem Meeresgott höchstselbst.
Ihr Vater, der Häuptling eines Stammes der Norsca (Menschen, die im hohen Norden leben und oft den Chaos-Göttern dienen), sah darin jedoch nur unerwünschte Mutationen und warf sie ins Meer. Daraufhin soll sie von einer Schule Dolchfische gerettet und in eine Bucht getragen worden sein. Dort sollen sie drei Seenymphen großgezogen haben. Aus Schiffen, die in der Nähe der Bucht auf Grund liefen, lernte sie von der Welt außerhalb ihrer kleinen, abgelegenen Heimat.
Autoplay
Eines Tages beschloss sie jedoch, die Bucht zu verlassen. Wohl wissend, dass sie in der Welt da draußen aufgrund ihrer Mutationen verfolgt werden würde, amputierte sie sich ihre „Flosse“ mit einem Säbel. Die Stümpfe ihrer Beine verödete sie und schnürte sich die Schnauzen zweier Sägefische daran. Auf denen lief sie nun wie auf zwei Holzbeinen.
Mit einem kleinen Ruderboot fuhr sie aufs offene Meer hinaus, wo sie von der Besatzung einer Galeone – der „Swordfysh“ – aufgegabelt wurde. An Bord des Schiffs arbeitete sie sich schnell hoch, vom Ausguck zum Ersten Maat und schließlich zum Kapitän. Unter ihrem Kommando wurde die Swordfysh zu einem berüchtigten Jäger norscanischer Räuber.
Aranessa kämpfte sogar gegen einen echten Vampir-Piraten, und zwar den Anführer der Flotte der Verdammten. Wer das ist, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
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