Ihr wollt als Neuling in World of Warcraft einsteigen, habt euch bisher aber nicht getraut? Wir haben Tipps und Tricks, damit der Einstieg gelingt.
World of Warcraft Midnight ist fast da und Blizzard rührt die Werbetrommel ordentlich. Da wird der eine oder die andere dazu verleitet, doch endlich mal in das große MMORPG reinzuschauen. Aber die Einstiegshürden sind groß. Immerhin existiert das Spiel seit über 20 Jahren und bietet so viel Content, dass man sich denken könnte: Das lohnt gar nicht, damit anzufangen.
Außerdem heißt es immer wieder, je nachdem, welche Seite man fragt, das Spiel sei viel zu einfach, weil man es nur mit einer Taste spielen kann – oder aber viel zu schwer, weil man zusätzliche Programme benötigt, um erfolgreich oben mitmischen zu können.
Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen. Falls ihr komplette Neulinge seid und bisher nicht den Schritt in die World of Warcraft gewagt habt, wollen wir euch mit diesen Einsteiger-Tipps ein wenig die Sorgen nehmen.
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Welche Erweiterungen muss ich kaufen?
In manchen Köpfen hängt noch immer der Gedanke: World of Warcraft hat inzwischen 11 Erweiterungen veröffentlicht – und die muss man alle einzeln kaufen. Das ist grundsätzlich falsch.
Schon seit mehreren Jahren ist es so, dass man nur noch das Grundspiel und die jeweils aktuelle Erweiterung benötigt. Das Grundspiel kostet die Abo-Gebühren (also 11 € bis 13 € pro Monat, je nach Angebot). Die neuste Erweiterung „Midnight“ kostet in der günstigsten Version 50 €. Das ist alles, was ihr braucht, wenn ihr mit WoW durchstarten wollt. Die unterschiedlichen Midnight-Versionen haben wir euch hier vorgestellt.
Eine kostenlose Test-Version bis Stufe 20 gibt es zwar, allerdings vergeht die Zeit bis Level 20 sehr schnell und zu diesem Zeitpunkt hat man noch gar kein richtiges Gefühl für die Spielweise der eigenen Klasse.
Welche Interface-Addons muss ich installieren?
Ein weiterer Punkt sind die sogenannten „Interface-Addons“, manchmal auch nur „Addons“ genannt (und daher mit den großen Spielerweiterungen leicht zu verwechseln, die auch „Addons“ heißen).
Interface-Addons sind kostenlos und können dazu eingesetzt werden, die Benutzer-Oberfläche des Spiels anzupassen. Wer etwa möchte, dass die eigenen Lebensbalken und das Mana aussehen wie in Diablo oder einem anderen RPG, kann das damit erreichen.
Interface-Addons sind vollkommen optional und nicht notwendig, um World of Warcraft zu spielen.
Besonders für Midnight wurden Interface-Addons in ihren Funktionen deutlich eingeschränkt, um weniger Vorteile zu bieten.
Wir empfehlen, das Spiel erst einmal komplett ohne solche Addons zu spielen und sich mit den Optionen anzufreunden, die es von Haus aus gibt. Das ist in den allermeisten Fällen vollkommen ausreichend und bietet bereits umfassende Anpassungsmöglichkeiten.
Falls ihr dennoch ein paar Addons installieren wollt, um Funktionen zu haben, die WoW nicht von Haus aus anbietet, haben wir hier ein paar Anregungen von besonders nützlichen Addons und dem jeweiligen Download-Link auf CurseForge:
MapCoords: MapCoords fügt eurer Karte und Mini-Karte Koordinaten hinzu. Das ist nützlich, wenn ihr etwa Guides befolgt, in denen oft über Koordinaten die Positionen von wichtigen NPCs angezeigt werden.
WIM (WoW Instant Messenger) v3: WIM verändert die Art, wie ihr Flüster-Nachrichten von anderen Spielern bekommt. Die werden dann sauber in einzelnen Fenstern sortiert und die Nachrichten auch für die Zukunft gespeichert. Praktisch, wenn man noch einmal etwas nachlesen will.
Total RP 3: Falls ihr auf einem Rollenspiel-Realm spielt und RP betreiben wollt, empfiehlt sich Total RP 3. Dort könnt ihr eurem Charakter eine Beschreibung und Nachnamen geben und außerdem die Beschreibung anderer Charaktere lesen oder sogar auf der Karte sehen, wo gerade RP gespielt wird.
Wie man Addons installiert, haben wir in diesem Artikel erklärt.
Welche Klasse ist die Beste?
Wichtiger noch als die Auswahl des Volkes ist die Wahl, welche Klasse man spielen soll. Denn welche Klasse ist „die Beste“? Und welche Klasse „spielt niemand, weil sie so schlecht ist“?
Ganz grundsätzlich gilt hier: Wählt die Klasse, die euch optisch am meisten anspricht. Wenn ihr gerne mit Feuer um euch schmeißt und Dämonen beschwört, spielt eine Hexenmeisterin. Mögt ihr es klassisch und haut gerne mit übergroßen Zweihandwaffen zu, wählt einen Krieger. Wenn ihr einen Hang zu Tieren oder tierischen Begleitern habt, probiert euch am Jäger oder Druiden.
Alle 13 Klassen in World of Warcraft sind gut. Ja, zu jedem Zeitpunkt gibt es immer einen „Favoriten“, der mathematisch ein kleines bisschen besser ist. Aber das ist zum einen nur für die Profis wirklich wichtig und zum anderen bringt Blizzard alle paar Wochen einen Patch, um die Balance anzupassen.
Falls ihr ein paar Empfehlungen wollt, welche Klassen sich für Neulinge am besten eignen, haben wir einen Artikel mit den Klassen, die für den Einstieg hervorragend geeignet sind.
Jede Klasse hat ihre Daseinsberechtigung und ist in jeder Form von Spielinhalt gut spielbar.
Wichtig hier ist aber auch: Eine neue Klasse lässt sich in World of Warcraft im Verlauf von ein bis drei Abenden auf die Maximalstufe bringen. Die Wahl der Klasse ist also keine permanente Entscheidung, die ihr im Zweifelsfall bereut. WoW ist inzwischen sehr freundlich, wenn es um das Spielen von Zweitcharakteren geht. Experimentiert also ruhig mit allen Klassen und schaut, welche euch am meisten Freude bereitet.
Auf der nächsten Seite gibt es weitere Tipps – zu falschen Entscheidungen und dem Schwierigkeitsgrad.
Der Beitrag World of Warcraft für komplette Neulinge – 7 Tipps für den leichten Einstieg erschien zuerst auf Mein-MMO.
