Ein ehemaliger Mitarbeiter von PUBG hat den Frust von Shroud über ARC Raiders mitbekommen und erzählt, wie er unerlaubt Cheater bannte.
Was war das mit dem Shroud-Frust? Der Twitch-Streamer „Shroud“ war frustriert, weil er und sein Team mal wieder in ARC Raiders von einem Cheater zerlegt wurden. Er fluchte, ARC Raiders sei scheiße und war überzeugt, die Entwickler interessiere das Problem nicht.
Ein Clip der Szene wurde auf X über 1,2 Millionen Mal angezeigt, weshalb auch ein ehemaliger Community-Manager von PUBG auf die Situation aufmerksam wurde. „Hawkinz“, wie dieser auf X heißt, teilte dann seine Erfahrungen, die er beim Battle-Royale-Shooter machte.
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Community-Manager bannt Cheater heimlich im Feierabend
Was hat er im Kampf gegen Cheater gemacht? Hawkinz berichtet, er sei während seiner Zeit bei PUBG oftmals den Runden von Shroud beigetreten und habe Cheater und Stream-Sniper gebannt. Teilweise soll er Stunden damit verbracht haben, Namen aufzuschreiben:
Als ich bei PUBG war, habe ich mich in Shrouds Spiele eingeklinkt und Cheater und Stream-Sniper manuell gebannt. Ich habe stundenlang zugeschaut und Namen in Tabellen eingegeben, bis es früh am Morgen wurde. Ohne manuelle Überwachung kann man gegen Cheater, die Streamer stören wollen, nicht viel ausrichten.
Hawkinz via X
Anschließend beichtet Hawkinz, dass dieses Vorgehen gar nicht erlaubt war: „Das war nicht von PUBG genehmigt, ich durfte es eigentlich gar nicht.“ Das sei auch der Grund, weshalb ein ähnliches Vorgehen für Spiele wie ARC Raiders nicht infrage komme: „Embark hat wenig Anreiz, diese Zeit speziell für Shroud aufzuwenden… es würde wahrscheinlich mehr Probleme verursachen als lösen“, führt er aus.
Hawkinz erklärt, dass dieses Vorgehen bedeuten würde, dass man Shroud und andere Streamer bevorzugen würde und die Community, „die breite Masse“, damit vernachlässige (via X). Das sei nicht im besten Interesse der Unternehmen.
Auf die Frage, ob er damit den Rest der Community den Cheatern überlassen hätte, um seinem liebsten Streamer eine Sonderbehandlung zu geben, antwortete Hawkinz: „Ich war Community-Manager und habe das hauptsächlich außerhalb der regulären Arbeitszeit gemacht. Das Anti-Cheat-Team kümmerte sich um Cheater, das war nicht meine Aufgabe. Aber ich habe Tausende Meldungen über Cheating von Randoms auf Twitter, Discord, Reddit und so weiter bearbeitet.“
Das sagt Shroud zu der Erzählung: Für Shroud ist das natürlich etwas, das ihn tierisch freut – auch wenn er den Satz, dass sich so etwas für ARC Raiders nicht lohne, wohl überlesen hat. Auf X antwortet der Streamer auf die Erzählung des ehemaligen Community-Managers:
„Heilige Scheiße, was für ein Win… dieses Problem betrifft nicht nur Streamer. Jeder, der in High-Level-PvP-Lobbys spielt, hat mit endloser Belästigung und Cheatern zu kämpfen. Alles, worum wir bitten, sind mickrige 20 % Einsatz von Embark… es ist einfach frustrierend für alle, die dieses Spiel lieben (für mich übrigens immer noch das Game of the Year).“
Für ARC Raiders ist der Kampf gegen die Cheater also noch lange nicht vorbei. Und mit der steigenden Anzahl gebannter Spieler, spüren die Entwickler auch immer mehr die Auswirkungen dieses Kampfes – etwa durch ungewünschte Besucher beim Büro: Spieler von ARC Raiders verstoßen gegen die heilige Regel des Online-Gamings, bedrängen die Entwickler und schwören, sie seien unschuldig
Der Beitrag Nach dem Shroud-Frust bei ARC Raiders beichtet ein Ex-Mitarbeiter von PUBG, er sei dem Streamer nachgejoint, um Cheater zu bannen – Aber das durfte er gar nicht erschien zuerst auf Mein-MMO.
