The Elder Scrolls V: Skyrim begleitet MeinMMO-Autorin Johanna schon seit dem Release in 2011. Nach unzähligen Durchgängen und Jahren des Spielens hat sie endlich neuen, frischen Ersatz gefunden.
Als The Elder Scrolls V: Skyrim 2011 seinen Release hatte, war ich direkt gefesselt. Das Spiel gibt unzählige Möglichkeiten, durchgespielt zu werden, die ich auch immer wieder nutzte.
Ich kehrte vom Spielstil zwar immer wieder auf den Bogen zurück – es ist einfach meine Lieblingswaffe –, aber ich probierte viele der Möglichkeiten für meinen Charakter aus. Fast alle zwei Jahre hatte ich mindestens einen Monat, in dem ich exzessiv Skyrim spielte.
Doch irgendwann ist die Luft raus. Ich habe schon sehr viel in dem Spiel gesehen: eben genug, um nicht mehr wirklich Lust auf allzu viele Durchgänge zu haben.
Einen Ersatz für das Loch, das das Mittelalter-Action-RPG seitdem hinterlassen hat, suchte ich schon lange. Ich habe viele Spiele ausprobiert, auch unter anderem Oblivion, aber kein Spiel hat genau das in mir ausgelöst wie Skyrim. Bis MeinMMO-Redakteurin Jasmin Beverungen mir in einem Nebensatz mitteilte: „Tainted Grail soll so ähnlich wie Skyrim sein.“
Autoplay
Der Ersatz: Tainted Grail: Fall of Avalon
Ich schaute mir einige Bilder und den Trailer auf Steam an und stellte fest: Das könnte durchaus etwas sein. Von der Aufmachung sah es wie ein „besseres“ Skyrim aus, also genau das, was ich suchte.
Tainted Grail: Fall of Avalon hatte seinen Release bereits im Mai 2025, ist jedoch seitdem komplett an mir vorbeigegangen, sonst hätte ich es schon sehr viel früher ausprobiert.
Die Story des RPGs ist grob zusammengefasst eine düstere Neuinterpretation der Artus-Sage und spielt auf der Insel Avalon. Vor den Geschehnissen des Spiels kommen Artus und seine Gefolgsleute auf die Insel Avalon, um dort eine neue Heimat zu finden. Doch auf der Insel gibt es die Wyrdness, die Verderbnis, die Menschen verrückt werden lässt und in Monster verwandelt.
Im Spiel ist der König Artus längst gestorben und ich beginne meine Reise als Gefangene, die aus dem Kerker in Cuanacht entkommt. Dabei stoße ich auf Fragmente von König Artus’ Seele, die ich zukünftig mit mir herumtrage.
Das Ziel ist es, alle Fragmente der Seele zu finden und die Seele ganz werden zu lassen. Denn nur so kann König Artus sich an die Vergangenheit erinnern und wieder zurückkehren.
Dabei streife ich durch 3 große Gebiete, kann über 100 Nebenquests abschließen und muss in der Hauptquest auch Entscheidungen treffen.
Was mich besonders fasziniert: Es gibt kein Schwarz oder Weiß in der Geschichte. Bei Entscheidungen kann ich nicht zwischen gut oder böse wählen, sondern zwischen „Oh nein“ und einem schlimmeren „Oh nein“.
Es gibt zum Beispiel einen Punkt in der Hauptstory, an dem ich etwas, sagen wir mal, „Dunkles“ über Artus erfahre. Ein NPC stellt mich daraufhin vor eine Entscheidung, ihm entweder bei seinem Plan einer Verschwörung zu helfen oder gegen ihn zu sein.
Beide Optionen waren blöd für mich: Ich wollte dem NPC nämlich nicht vertrauen, aber ihn auch nicht gegen mich haben. Schließlich würden sonst seine Leute bei jeder Gelegenheit auf mich losgehen.
Das Spiel stellte mich also vor die schwierige Entscheidung, das kleinere Übel für mich zu wählen. Das mag ich, denn das Spiel fordert mich in meinen Überlegungen und moralischen Entscheidungen.
Komme ich in einer Quest nicht weiter, weil ich beispielsweise etwas mühselig sammeln muss, so erkunde ich einfach die Karte und stoße dabei auf einige Gebäude oder Dungeons, die ich auskundschaften kann. Hier fällt mir auf, dass auch ohne große Quests ein Ort eine Geschichte erzählen kann.
Überreste eines Schiffs mit Leichen und Monstern drumherum erzählen mir beispielsweise, dass die Mannschaft dieses Schiffs hier gestrandet ist und von Monstern überfallen wurde.
Eine der besten Mechaniken im Spiel ist außerdem das Ausweichen. Auch wenn ich mir beim Drücken der Alt-Taste vor Panik manchmal fast den Finger breche, bin ich froh, diese Möglichkeit zu haben. In Skyrim war das nämlich nicht möglich, nur stupides Wegrennen, wenn man nicht mit dem Schild blocken will.
Insgesamt stopft Tainted Grail das Mittelalter-Action-RPG-Loch bei mir, allerdings erweitert es auch gleichzeitig. Das dunkle RPG hat einfach so viel mehr zu bieten und zieht mich mit seiner Story komplett in den Bann. Etwas, was Skyrim nie wirklich geschafft hat.
Mit meiner Meinung bin ich auf jeden Fall nicht allein. Auf Steam sprechen Reviews von dem „geistigen Nachfolger von Skyrim“ und die 91 % der positiven Bewertungen auf Steam unterstreichen den Spielspaß, den ich selbst auch habe.
Wer nach meiner Review noch skeptisch ist, kann sich auch die Demo auf Steam zum Ausprobieren herunterladen.
Noch bin ich mit dem Hauptspiel nicht durch, aber selbst wenn, wäre ich nicht allzu traurig. Schließlich gibt es noch ein Story-DLC, das ich als Nächstes zocken kann: Düsteres Rollenspiel auf Steam spielt sich wie geistiger Nachfolger zu Skyrim, begeistert mit neuem Story-DLC: „In einer Sitzung durchgespielt“
Der Beitrag Ich habe 15 Jahre lang nach einem Ersatz für Sykrim gesucht und jetzt habe ich das Spiel auf Steam gefunden erschien zuerst auf Mein-MMO.
