Ihr habt noch alte Hardware im Schrank oder einer Kiste liegen? Die Sachen könnten gerade deutlich mehr wert sein. Denn die Preise für fast alle Komponenten steigen gerade auf ein Rekordhoch und selbst der Weiterverkauf kann sich unter Umständen lohnen.
Wer seinen Computer aufrüstet, räumt die alten Bauteile oft in irgendeine Kiste, um sie möglicherweise noch einmal als Ersatzteil oder für einen Zweit-PC zu nutzen. Eine HDD ist schnell durch eine bessere SSD ersetzt und die HDD landet erst einmal im Schrank und wird höchstens noch als Datenspeicher eingesetzt.
Diese ganzen Komponenten gewinnen seit Wochen stark an Wert. Vielen Personen ist vermutlich gar nicht bewusst, welche wertvolle Hardware sie teilweise zu Hause liegen haben, die sie vermutlich irgendwo im Schrank vergessen haben.
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Preise für fast alle technischen Komponenten steigen
Warum sind die Sachen jetzt mehr wert? Der KI-Hype sorgt gerade dafür, dass viele Hersteller ihre Produktion für Rechenzentren umstellen. Außerdem kaufen Rechenzentren Hardware in großen Mengen auf, einige Hersteller erklärten bereits, dass sie für 2026 völlig ausverkauft seien.
Wo lohnt sich der Weiterverkauf? Festplatten, Arbeitsspeicher und SSDs sind alle deutlich im Preis gestiegen. Teilweise kostet die Hardware heute das doppelte oder dreifache.
Nur, um das einmal an zwei Beispielen zu demonstrieren:
Für ein Kit mit 32 GB von G.Skill habt ihr im September 2025 noch rund 70 Euro gezahlt (via Geizhals.de). Für das gleiche Kit zahlt ihr heute (März 2026) etwa 200 Euro. Das ist eine Steigerung von 200 % und teilweise noch mehr.
Ein Nutzer kaufte vor ein paar Monaten 1 TB RAM und 20 TB Speicher für rund 1.200 Euro, heute ist die Hardware über 8.000 Euro wert. Das zeigt allein, wie enorm der Wert für bestimmte Komponenten in wenigen Monaten gestiegen ist.
Solltet ihr noch alte Hardware zu Hause herumliegen haben, die ihr definitiv nicht benötigt, dann kann sich der Weiterverkauf lohnen. Solche extremen Preissteigerungen konnten wir das letzte Mal während der Corona-Pandemie beobachten, wo Scalper Nvidia-Grafikkarten für Millionen US-Dollar auf eBay weiterverkauften.
Einige Nutzer kaufen sogar 18 Jahre alte Hardware, darunter DDR3-RAM, um dem KI-Hype zu entgehen: Selbst hier steigen die Preise in einigen Ländern mittlerweile stark an.
Was solltet ihr behalten?
Komplettsysteme, die sich als Zweit-PC, NAS, Home-Server oder Testmaschine noch sinnvoll nutzen lassen.
Alles, was für euch als Reserve wichtig sein könnte: Etwa Ersatz-Arbeitsspeicher oder eine Grafikkarte, falls euer aktuelles Modell kaputtgeht, da ansonsten der Neukauf sehr teuer werden könnte.
Kleine Festplatten/SSDs mit geringer Kapazität, die sich eventuell noch als Backup-Medium oder für Testsysteme nutzen lassen. Hier lohnt sich der Weiterverkauf obendrein noch nicht wirklich.
Trennt euch daher nicht wahllos von eurer Hardware, nur weil ihr damit gerade viel Geld verdienen könnt. Denn am Ende benötigt ihr die Teile noch.
Günstiger chinesischer RAM galt lange als Geheimtipp. Mittlerweile ist die Chance auf günstigen RAM aus China vorbei. Denn auch chinesische Firmen setzen verstärkt auf Speicher für Rechenzentren. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Chinesischer RAM galt als Hoffnung vieler Spieler, doch die Chance ist bereits nach wenigen Wochen vorbei
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