Ein US-amerikanischer Talentmanager für große Twitch-Streamer beschrieb in einem Blogpost, was man benötigt, um als Content Creator erfolgreich zu werden. Eine unausweichliche Strategie sei dabei sogenanntes Viewbotting.
Wer ist der Twitch-Manager? In seinem Blogpost Es ist Zeit, mit dem Viewbotting anzufangen auf X sprach der Talentmanager Reed Duchscher über Viewbotting auf Twitch. Reed Duchscher ist Manager von einigen sehr erfolgreichen US-amerikanischen Twitch-Streamern.
Dazu zählen unter anderem Hasan Piker oder auch Kai Cenat. Von 2018 bis 2024 war auch MrBeast einer seiner betreuten Creatorn. Außerdem ist Reed Duchscher der Chef der Talent-Management-Firma Night.
Innerhalb der Content-Creator-Szene kennt sich Reed Duchscher dementsprechend aus. Er hat eine klare Meinung zum Viewbotting, wie schon die Überschrift seines Blogposts suggerierte.
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Warum solltest du es nicht auch tun?
Wie sollte man laut Duchscher schummeln? Reed Duchscher beginnt seinen Post auf X mit den Worten Was braucht es, um sich im Internet Aufmerksamkeit zu verschaffen, wenn alle anderen Bots einsetzen – warum solltest du es nicht auch tun?.
Duchscher ist sich sicher, dass gute Inhalte allein heutzutage nicht genug sind. Der Markt der Content Creator sei überfüllt, sodass man zu unfairen Mitteln greifen müsse, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Das Mittel: Viewbotting. Twitch-Streamer, die eine Karriere starten wollen, sollten sich Bots kaufen, die dann ihren Stream anschauen. So würden die Zuschauerzahlen künstlich gepusht und die Streamer kämen erfolgreicher rüber, als sie eigentlich sind. Ehrliche Creator, die keine Bots einsetzen, seien automatisch im Nachteil, so Duchscher.
Durch hohe Zuschauerzahlen wird ein positiveres Bild nach außen gesendet, als die Realität tatsächlich abbildet. So könnten Werbetreibende hinters Licht geführt werden oder auch andere potenzielle Zuschauer getäuscht werden.
Weiter meint Duchscher, dass Viewbotting auf Twitch schwierig nachzuweisen sei. Abgesehen von plötzlichen Sprüngen in den Zuschauerzahlen gebe es keine verlässlichen Methoden, Viewbotting zu beweisen.
Gleichzeitig merkt Duchscher aber auch an, dass Viewbotting nur eine kurzfristige Überlebensstrategie darstelle. Langfristig würde eine Normalisierung dieses Verhaltens das Vertrauen in die Plattformen schmälern.
In einem folgenden Post auf X stellte Reed Duchscher nochmals klar, dass er mit seinen Aussagen nicht meine, dass die aktuell großen Twitch-Streamer nur wegen Viewbotting so erfolgreich geworden sind.
Wie sind die Reaktionen? In den Kommentaren unter einem Post auf X von Dexerto zu dem Thema finden sich einige Meinungen. Ran meint beispielsweise, dass Viewbotting deswegen funktioniere, weil gute Content Creator allgemein Schwierigkeiten hätten, überhaupt entdeckt zu werden.
Der deutsche Twitch-Streamer Broeki meinte in einem Posting auf X: Es ist halt schon schwer, in der aktuellen Zeit noch ‘ne Viewerbase aufzubauen, wenn man nicht maximal manipulativ ist.
Eine ähnliche Meinung scheint auch der Streamer xQc zu haben. Er meint, man müsse auf Twitch vor allem reagieren, hinhalten und Fake-Drama produzieren. Mehr dazu auf MeinMMO: Kick-Streamer gilt als kontrovers, meint jetzt genau zu wissen, wie man als Twitch-Streamer erfolgreich werden kann
Der Beitrag Twitch-Manager ist sich sicher, man muss als Influencer für Erfolg schummeln: „Gute Inhalte allein sind nicht genug“ erschien zuerst auf Mein-MMO.
