Ein YouTuber forderte seinen Anteil am „Geld-Cheat“ auf Twitch, nur ein großer deutscher Streamer geht darauf ein

Reactions sind ein einfacher Weg, um auf Twitch, aber vor allem auf YouTube Geld zu verdienen. Das Reagieren auf fremde Inhalte ist simpel und finanziell lukrativ. Ein YouTuber fordert nun seinen Anteil an den Einnahmen, doch nur ein Twitch-Streamer ist bereit zu teilen.

Wer fordert seinen Anteil an was? Der YouTuber Jules ist dafür bekannt, aufwendige Videos zu produzieren. Er selbst meinte einmal, dass er für den Aufwand ziemlich unterbezahlt sei. Mittlerweile kann er sich aber Cutter leisten, die mit ihm die Videos schneiden.

Auch andere verdienen an seinen Videos: Twitch-Streamer, die in ihren Streams auf die Videos reagieren und diese Reaction anschließend auf ihrem eigenen YouTube-Kanal hochladen. Damit verdienen sie Geld mit fremden Inhalten, ohne einen besonders hohen Aufwand zu haben. Und vor allem ohne dem originalen Ersteller etwas von dem Geld abzugeben.

Im Dezember 2025 kündigte Jules an, es würden in dem Monat Videos von ihm kommen, bei denen er, sollte darauf reagiert werden, gerne einen Teil der Einnahmen haben wollte. Dafür schrieb sein Management die Twitch-Streamer, die in der Vergangenheit auf seine Videos reagiert hatten, an und fragte nach dem Geld.

Die Ergebnisse dieser Forderungen machte Jules nun öffentlich und anscheinend ging nur ein Twitch-Streamer darauf ein.

Twitch-Streamer (Singular) geht auf Split-Forderung ein

Wer ist auf Jules’ Forderungen eingegangen? Jules erzählt in seinem Post auf X von seinen Ergebnissen der Reaction-Forderungen. Nur Trymacs habe sich an seine Ankündigung, die Einnahmen teilen zu wollen, auch tatsächlich gehalten.

Laut Jules habe Trymacs ihm eine vierstellige Summe überwiesen und die Hälfte seiner Gesamteinahmen aus den Reaction-Videos zu Jules hergegeben. Jules lobte Trymacs und bedankte sich bei ihm, dass er die Arbeit des YouTubers auf diese Art unterstützen würde.

Andere Twitch-Streamer hatten laut Jules nur zwei Antworten: Entweder sie reagierten einfach nicht auf die Videos oder sie lehnten das Angebot ab, die Einnahmen zu teilen, weil es zu viel Aufwand sei.

Weiter meint Jules, einige Content Creator hätten sich sogar nicht an die Reaction-Regeln gehalten, die er aufgestellt hat. Jules erlaubt die Reactions auf seine Videos nur, wenn sie 48 Stunden nach seinem Video-Upload geschehen und sein Sponsoren-Segment nicht übersprungen oder rausgeschnitten wird. So beschützt er wenigstens einen Teil seines Einkommens der Videos.

Abschließend meint Jules, dass er natürlich niemanden dazu zwingen könne, ihm die Einnahmen zu geben, bis YouTube nicht eine offizielle Lösung liefere.

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Warum sind Reactions ein Problem? Sich fremde Inhalte in einem Twitch-Stream anzuschauen und danach diese Reaction auf einem YouTube-Kanal hochzuladen, ist vergleichsweise wenig Aufwand für vergleichsweise viel Geld, das dabei am Ende herausspringen kann. Dabei geht allerdings kein Geld an den Ersteller der Inhalte, zumindest nicht in automatisierter Form.

Der Twitch-Streamer ELoTRiX machte einmal seine Einnahmen von einem Reaction-Video auf Jules öffentlich. Das Ergebnis: Er verdiente 4.000 Euro mehr als der YouTuber selbst.

Seit Jahren fordern betroffene YouTuber eine Lösung für das Problem. Der YouTuber RobBubble lieferte eine Idee für ein eingebautes Tool bei YouTube. Mit dem sollte es möglich sein, den originalen Ersteller des Videos einzubinden, sodass die Einnahmen des Reaction-Videos noch bei YouTube gerecht aufgeteilt werden.

Doch von YouTube scheint bis jetzt kein wirklicher Versuch gestartet worden zu sein, um eine faire Lösung für Reactions zu finden. Der YouTuber Klengan, der ebenfalls von diesem Problem betroffen ist, stellte ein paar Recherchen an und präsentierte seine leider doch ernüchternden Ergebnisse in einem YouTube-Video vor: Creator verdienen mit fremden Inhalten ein Vermögen, deutscher YouTuber will das Problem lösen und stößt dabei auf Widerstand

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