In Crimson Desert steckt ungewöhnlich viel Zelda: Breath of the Wild und Tears of the Kingdom. MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz findet das super und hofft jetzt vor allem auf launige Physik-Spielereien.
Wo steckt Zelda in Crimson Desert? Das neue Open-Abenteuer von Pearl Abyss erinnert bei gleich mehreren Punkten an die Open-World-Hits Zelda: Breath of the Wild und Zelda: Tears of the Kingdom von Nintendo:
Man kann fast überall hoch- oder draufklettern und wird nur durch die eigene Ausdauer begrenzt.
Man erlernt recht früh einen Gleit-Skill, mit dem man aus größer Höhe durch die Luft gleiten und sicher tiefere Areale erreichen kann.
Dank der enormen Weitsicht sieht man am Horizont ständig spannende Points of Interests, die einen dazu animieren sollen, die Open World auch abseits der Hauptpfade zu erkunden.
Man hat Zugang zu einem Greifhaken, mit dem man Objekte greifen und durch die Luft bewegen oder mit diesen interagieren kann. Diesen Skill braucht man beispielsweise, um Rätsel zu lösen.
Viele der Objekte in der Welt sind interaktiv und man kann sich die physikalischen Gesetze der Spielwelt zunutze machen.
Keine Sorge: Den Waffen-Verschleiß aus den Zelda-Spielen gibt es in Crimson Desert nicht. Und bevor sich jemand beschwert: Crimson Desert mag die Rollenspiel-Einordnung zwar nicht so gern, besitzt aber eine ganze Reihe von RPG-Elementen.
Autoplay
Wie äußern sich diese physikalischen Spielereien in der Praxis? Ein konkretes Beispiel ist im neuen Preview-Video von den Kollegen der GameStar auf YouTube zu sehen: Hauptfigur Kliff zückt seinen Bogen und nähert sich mit dem aufgelegten Pfeil einer nahen Feuerschale, wodurch die Spitze Feuer fängt.
Mit dem Pfeil zielt Kliff dann auf eine Wand aus Gestrüpp, die einen Zugang zu einem Turm versperrt. Das dichte Grün geht daraufhin in Flammen auf und gibt so den Weg ins Gemäuer frei.
Ein ganz anderes Beispiel liefert ein Video-Clip von Leon_Dante_Raiden_ auf Reddit. In diesem sieht man, wie Kliff mit seinem Greifhaken die Spitze eines Baums schnappt und diese zurückzieht, um ordentlich Spannung aufzubauen. Einen Moment später wirbelt der zur Schleuder umfunktionierte Baum den Helden wild durch die Luft.
Eine Sandbox zum Verlieben
Dieser Mix aus spannender Open World, glaubwürdiger Physik und absurd-lustigen Sandbox-Momenten erinnert mich nicht nur an Zelda, sondern auch an Dragon’s Dogma 2 aus 2024, mit dem ich viel Spaß hatte. Dort passierten mir nämlich auch ständig überraschende Situationen, weil die Vasallen und die Bewohner der Welt ein gewisses Eigenleben besitzen.
Zudem mag ich es einfach, wenn mir an einer Stelle die Idee kommt: „Moment, eigentlich müsste es doch funktionieren, wenn ich …“, und dann funktioniert das beim Herumprobieren tatsächlich – wie bei dem Pfeil, der Feuerschale und der brennbaren Wand.
Oder wenn die Welt so interaktiv ist, dass man herumliegende Objekte auf Gegner schleudern, Gegner von Klippen werfen oder sich auf andere Art ungewöhnliche Vorteile verschaffen kann. Ich bin schon jetzt unglaublich gespannt darauf, welche absurden Ideen die Community beim Launch noch erfolgreich in die Praxis umsetzen wird, und was die Sandbox in den späteren Regionen der Welt zu bieten hat.
Beim jüngsten Preview-Event konnte man schließlich „nur“ einige Stunden in der ersten Zone verbringen und dann noch einen kurzen Abstecher in einen späteren Teil des Spiels wagen. Das reichte gerade einmal, um an der Oberfläche zu kratzen. Und um zu bestätigen, dass es eine der größten Schwächen aus der gamescom-Version leider auch in die Release-Fassung schaffen wird, aus Gründen: Alle klagen über die größte Schwäche von Crimson Desert, doch die Entwickler sagen: Das muss so
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