Kabel gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen. Die meisten haben unterschiedliche Varianten zuhause herumliegen. Dabei könnte manchen Nutzern schon mal ein kleiner zylinderförmiger Kern am Ende ihres Ladegerätes aufgefallen sein.
Was ist das für ein Plastikteil? Dieselbe Frage hatte auch der Nutzer Patrick_PJ05 gestellt, welcher in seinem Reddit-Post vom 02.03.2026 die Community um Auskunft bat. Er teilte ein Bild eines Laptopladekabels, auf welchem der kleine Zylinder am Ende erkennbar ist.
Innerhalb weniger Tage erhielt der Beitrag über 13.000 Aufrufe und 500 Kommentare, welche die Frage aufgreifen (Stand 05.03.2026).
Das Plastikobjekt beinhaltet einen sogenannten Ferritkern und seine Funktion ist es, mögliche Störsignale aus Kabeln zu filtern (via essentracomponents), denn solche Signale können schnell zu Beeinträchtigungen führen. Ein Nutzer berichtet sogar, dass er gruselige Stimmen hört, welche von seinem PC kommen.
Die Platzierung ist nicht zufällig
Wieso ist das wichtig? Den Kern findet ihr vorrangig an HDMI-, USB- und Stromkabeln. Sie sind meistens nahe am Endpunkt platziert, um möglichst viele Störungen auf einmal abzufangen, denn diese können über die gesamte Länge eines Kabels aufgenommen werden, weshalb sie meist am Ende gefiltert werden.
Solche Störgeräusche kennen vermutlich viele, wenn sie elektronische Geräte wie ein Handy in die Nähe von älteren Lautsprechern bringen. Hierbei kann es vorkommen, dass bestimmte Geräte Signale aussenden, welche den Ton des Lautsprechers beeinträchtigen und für einen brummenden Ton oder Rauschen sorgen (via YouTube).
Technik entwickelt sich weiter
Warum gibt es Varianten ohne Ferritkern? Seit den 50ern wurden sie in Telefonanlagen verwendet und fanden anschließend ihren Weg in die TV-Industrie und später in moderne elektronische Geräte wie zum Beispiel Netzteile und Kabel (fair-rite).
Früher waren solche Plastikteile noch öfter an vielen Produkten angebracht als heute. Grund dafür ist beispielsweise eine Entwicklung des genutzten Videosignals:
Analoge Videosignale, welche früher weiter verbreitet waren, haben sich heutzutage verändert und sind weniger anfällig für Störungen. Ein Beispiel dafür ist das HDMI-Kabel, welches statt seines Vorgängers VGA ein digitales Signal anstatt eines analogen nutzt (via anker).
Ob Kabel in Zukunft noch solche Ferritteile an ihrem Ende haben werden, ist noch ungewiss. Aber Technik entwickelt sich immer weiter und macht oft alte Technologien überflüssig. Es gibt aber auch witzige Experimente, die man machen kann, wenn Störsignale in der Nähe sind: Der Monitor eines Gamers schaltet sich immer ab – Schuld ist eine Getränkedose, die neben seinem Gaming-PC steht
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