Housing-Fans sind sauer über Midnight: „Wer sich das ausgedacht hat, versteht das System nicht“

Die Händlerpreise für viele Gegenstände in World of Warcraft sind ein Witz. Das meint zumindest die Community und analysiert das Problem.

Housing in World of Warcraft ist eines der großen, neuen Features von Midnight. Viele halten sich für zahlreiche Stunden am Stück in ihrem Haus auf, dekorieren und basteln, bis ihr Ingame-Eigenheim genau den Wünschen entspricht. Doch wer neue Belohnungen aus Midnight haben will, der dürfte relativ schnell vor einem Problem stehen. Denn Housing-Items sind so absurd teuer, dass man Wochen oder Monate farmen muss – und darunter leidet das System deutlich.

Was ist das Problem? Housing kann sehr zeitintensiver Content sein, mit dem man sich viele Tage am Stück beschäftigt, um das eigene Haus perfekt einzurichten – zumindest dann, wenn man sich genug Dekorationen für das Haus leisten kann. Doch gerade die neuen Gegenstände aus Midnight sind ziemlich teuer und benötigen die Ressource „Leerenlichtmergel“ (Void Marl), die es im Endgame aus verschiedenen Inhalten in kleiner Menge gibt. Zumeist zwischen 30 und 150 Leerenlichtmergel gibt eine Aktivität.

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Housing-Items kosten aber häufig 3.000 oder mehr Leerenlichtmergel, sodass man viele Stunden für nur ein einziges Item farmt. Genau das wird im Subreddit von WoW drastisch kritisiert von „JollySieg“, der in seinem Beitrag Housing-Deko-Preise sind absurd und es killt mein Interesse am Housing schreibt:

Das ist die klassische Zeitverschwendung-Taktik von Blizzard in seiner schlimmsten Form. Wer auch immer die Preise festgelegt hat, versteht das System grundlegend falsch und warum Leute Housing spielen. Es verkrüppelt das System in einem erbärmlichen Versuch, die Aktivität der Spieler zu steigern. Es stellt sich die Frage, wie zur Hölle jemand das Interesse am Housing behalten soll, wenn die Barriere für ein cooles Projekt so unfassbar gigantisch ist, dass es zu einem zweiten Job wird.

Das Problem ist ziemlich drastisch. Denn wer nur jeden Housing-Gegenstand einmal haben will, bekommt die zwar meistens durch Quests – doch wer mehr der gleichen Sorte braucht, wird daran viele Monate intensiv farmen.

(…) das bedeutet, dass die Erschaffung von neuen Häusern hinausgezögert wird, denn coole Ideen könnten buchstäblich Jahre benötigen, bis man sie jemals umsetzen kann, weil dieser Grind so schrecklich ist.

Jeder Preis muss eine Null verlieren, damit es sinnvoll ist

Wie kann man das beheben? Die Community hat mehrere Ideen, wie man das Problem beheben könnte. Die einfachste wäre natürlich eine drastische Reduktion der Preise für erspielbare Housing-Items. Unter dem Beitrag schreiben einige Leute etwa, dass Leerenlichtmergel viel häufiger im Spiel vorkommen sollte:

„Junge, die Leerenlichtmergel-Preise sind komplett irre. Jaja, ich weiß, wir haben die ganze Erweiterung zum Farmen und es ist gerade die erste Woche, aber wenn du nicht gerade eine Armee aus Zweitcharakteren hast, um alle Weltquests wiederholt zu machen, dann ist es nahezu unmöglich, das zu farmen. Sogar ein verdammter Wappenrock kostet 3.000.
Leerenlichtmergel sollte wie Bronze in Remix funktionieren. Der Mist sollte von ALLEM droppen. Mobs, Bosse, Sammelberufe. Alles.“
– paperdodge

Wie drastisch die Dekorationskosten reduziert werden müssen, ist für viele schmerzlich offensichtlich. Denn es hilft keine Halbierung oder Viertelung. Wenn Blizzard wirklich möchte, dass man die neuen Items auch benutzt, müsste man die Kosten eher um das Zehnfache reduzieren:

„Ich kann das nur immer wiederholen: Die letzte Null bei allen Dekor-Preisen muss weg und dann wäre es akzeptabel. Wer auch immer sich diese Preise ausgedacht hat, muss schon etwas irre sein.“ – unicornmeat85

„Ich glaube, sie haben einfach ganz hart die Leute verwechselt, die gerne Housing spielen wollen und zwar mit den Leuten, die bereit sind, unfassbar irre Grinds zu absolvieren.“ – One-Jury-6140

Ein weitere Vorschlag ist es, dass nur der jeweils erste Kauf einer Dekoration so teuer sein sollte. Weitere Exemplare sollten dann drastisch günstiger sein oder sogar für Gold kaufbar sein, da sich Gold deutlich einfacher farmen lässt.

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Cortyn meint: Ich kann den Unmut in der Community über die Preise wirklich verstehen. Wenn man jemand ist, der Housing mag und vor allem viel Zeit mit dem Dekorieren und Einrichten der Wohnung verbringen will, dann sind die Preise komplett überteuert. Obwohl ich seit Tag 1 der Erweiterung sehr, sehr viel gespielt habe, komme ich gerade mal auf 12.000 Leerenlichtmergel auf dem ganzen Account – das reicht für 3 bis 4 Housing-Gegenstände, im besten Fall.

Unmöglich erscheint das Ganze, wenn man Gegenstände mehrfach benötigt. Wer etwa ein Troll-Haus bauen möchte und mehrere Bänke oder Tische der Amani will, wird alleine daran Monate lang farmen. Das dürfte das Interesse am Housing für solche Spielerinnen und Spieler sehr schnell beerdigen.

Allerdings bin ich zuversichtlich, dass Blizzard hier in nicht so entfernter Zukunft nachbessert, wenn das Feedback anhält. Denn schon in den letzten Tagen haben die Entwickler auf viel Kritik reagiert und kleinere Probleme im Spiel behoben. Jetzt, wo alle langsam auf Stufe 90 ankommen und Housing-Fans merken, wie absurd hoch die Preise sind, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Entwickler von dem Feedback eingeholt werden. Hoffentlich.

Auch die Shop-Preise beim Housing – also die Echtgeld-Gegenstände – stehen seit einigen Tagen arg in der Kritik, denn Blizzard hat hier neue Bundles eingeführt. Die darin enthalteten Dekorationen waren aber so teuer, dass die Entwickler nach wenigen Stunden nachgebessert haben, aber die negative Stimmung dazu hält weiter an.

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