Chef von Overwatch sollte Blizzards Ziele erfüllen oder 1.000 Mitarbeiter fliegen raus, jetzt verrät ein Insider wer dahintersteckte

Der ehemalige Chef von Overwatch Jeff Kaplan erklärte in einem Podcast-Interview, wieso er sich dazu entschied, sein Spiel und Blizzard zu verlassen. Einen Namen hat er nicht genannt. Dafür meldet sich aber der bekannte Branchen-Insider Jason Schreier zu Wort.

Was verrät Jason Schreier? Der eng in der Industrie vernetzte Investigativ-Journalist, Autor und Branchen-Insider Jason Schreier meldete sich mit einem Post auf Bluesky. Dabei möchte er eine Sache bezüglich aktueller Berichterstattung rund um Blizzard und Jeff Kaplan klarstellen.

Kaplan, der ehemalige Overwatch Chef, brach in einem Podcast-Interview mit Lex Friedman auf YouTube sein Schweigen und offenbarte, dass er von einem CFO von Blizzard vor ein Ultimatum gestellt wurde: Wenn Overwatch nicht eine gewisse Summe verdienen würde, dann müsste man 1.000 Leute entlassen und die Schuld daran läge allein an Kaplan. Einen Namen hat Kaplan jedoch nicht genannt.

Jason Schreier reagierte auf einen Post, um den genannten Verantwortlichen für dieses Ultimatum zu korrigieren:

Das war nicht Dennis Durkin, sondern Armin Zerza, CFO und COO von Blizzard.

Jason Schreiers Post auf Bluesky

Armin Zerza war als Chief Commercial Officer bei Activision Blizzard tätig, bevor er im April 2021 zum Chief Financial Officer ernannt wurde (Quelle: LinkedIn). Das entspricht genau dem Zeitraum, in dem Kaplan das Overwatch-Team verließ.

Schreier fügt hinzu, dass er in seinem Buch „Play Nice: The Rise, Fall, and Future of Blizzard Entertainment” Zerza (den er als die „vielleicht umstrittenste Persönlichkeit in der Geschichte von Blizzard” bezeichnet) ausführlich behandelt.

Kaplan nennt es „den größte Fick dich-Moment” seines Lebens

Was sagte Kaplan zu seinem Entschluss, zu gehen? Kaplan verriet in dem Interview auf YouTube, dass das Team nach falschen Erwartungen an die Einführung der Overwatch-League immer mehr Ressourcen für die Liga aufwenden musste. 

Er sagt selbst, dass dementsprechend andere Pläne für Overwatch 2 aus dem Fenster geschmissen wurden und das Team einfach nur auf der Stelle lief. Neue Spielinhalte verloren an Priorität, um Skins, Mechaniken und weitere Inhalte für die Overwatch League zu schaffen.

Was jedoch der entscheidende Moment für Kaplan war, das Spiel zu verlassen, war das Gespräch mit dem CFO, bei dem es sich laut Schreier um Zerza handelte:

Er sagte: ‚Overwatch muss mindestens so und so viel in 2020 einspielen und jedes darauffolgende Jahr die Summe X.‘ Und dann fügte er noch an: ‚Wenn du diese Summe nicht erreichst, werden wir 1.000 Leute entlassen und das ist dann deine Schuld.‘ Und das war der größte ‚Fick dich‘-Moment, den ich jemals in meiner Karriere hatte, es fühlte sich surreal an, in dieser Position zu sein.

Jeff Kaplan im Podcast-Interview mit Lex Friedman auf YouTube

Mehr zu Overwatch

Die Stimme hinter dem nervigsten Helden in Overwatch liebt ihre Rolle, obwohl sie die Spieler terrorisiert

von Cedric Holmeier

Der ehemalige Overwatch-Chef spricht über Blizzard: „Das größte ‚Fick dich‘ meines Lebens“

von Cortyn

Blizzard hat klammheimlich das erste Mobile-Spiel angekündigt, das ich wirklich spielen will

von Cortyn

Overwatch 2 hatte nach dem Abschied von Jeff keine leichten Zeiten: Versprechen wurden verschoben und nicht mehr eingehalten, unbeliebte Änderungen sorgten für Frust bei Fans und die Stimmung sank deutlich ins Negative.

Allerdings erfuhr Overwatch vor Kurzem eine Art Renaissance. Die 2 wurde aus dem Namen gestrichen, neue Charaktere eingeführt und selbst ehemalige Spieler wurden nach jahrelanger Pause wieder neugierig. Auch MeinMMO-Redakteurin Caro hat sich geschworen, nie wieder Overwatch oder derartige Hero-Shooter zu spielen, doch wurde bei einem neuen Gesicht im Spiel schwach: Nach 2.500 Stunden in Overwatch wollte ich nie wieder einen Hero-Shooter spielen, dann zeigten sie mir eine Katze … mit Jetpacks

Der Beitrag Chef von Overwatch sollte Blizzards Ziele erfüllen oder 1.000 Mitarbeiter fliegen raus, jetzt verrät ein Insider wer dahintersteckte erschien zuerst auf Mein-MMO.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *