Wer Iron Man kennt, verbindet vermutlich auch das Gesicht des Schauspielers Robert Downey Jr. damit. Dabei war seine Besetzung erst gar nicht geplant und ein anderer Darsteller sollte im Film auftreten. Wer auch immer den Zuschlag erhielt, hatte eine schwere Bürde zu tragen.
Marvel Studios, ehemals als Marvel Films bekannt, beteiligte sich schon seit 1993, lange vor Iron Man (2008), an verschiedenen Spielfilmen zu Marken aus dem eigenen Comicverlag. Dabei ging es vor allem um die Vergabe von Lizenzen.
Mit Iron Man wollte man jedoch das eigene, hausinterne und unabhängige Filmuniversum starten, das Marvel Cinematic Universe. Wie wir heute wissen, ist das Vorhaben sehr erfolgreich gelungen. Bis März 2026 sind 37 Filme in sechs sogenannten Phasen erschienen, dazu mehrere Serien.
Dass der erste Film, Iron Man, ein Erfolg wird, war für das Unternehmen also sehr wichtig. Dabei hing viel vom Hauptdarsteller ab, der das Gesicht des neuen, fiktiven Universums sein sollte. Während Robert Downey Jr. eine sehr gute Figur in der Rolle machte, war er anfangs aber nicht die erste Wahl für Marvel.
Mittlerweile gibt der Darsteller einem Vorbild für Iron Man warnende Worte mit auf den Weg.
Autoplay
Der perfekte Mix
Wer sollte Iron Man spielen? Kevin Feige, der Präsident von Marvel Studios, sprach 2023 an der University of South California über die Entstehung von Iron Man – und über das Casting der Hauptrolle (via fandomwire.com).
Man habe sich viele verschiedene Darsteller angesehen und dabei wäre eine Sache wichtig gewesen:
„Wir mussten die perfekte Mischung aus Herz, Stärke und Charisma finden. Da es unser allererster Marvel-Film war, hätte der Einsatz nicht höher sein können. Der Erfolg des Films und die Zukunft unseres gesamten Studios ruhten auf den Schultern dieser einen Person.“
Kevin Feige
Die Suche wäre nicht einfach gewesen, schließlich fiel die Wahl jedoch auf Clive Owen. Ihn kennt man aus Filmen wie Children of Men, Inside Men, Sin City oder King Arthur.
Marvel wäre mit Owen glücklich gewesen, jedoch war der Schauspieler nicht daran interessiert, Iron Man zu verkörpern. Er sagte ab und das Studio musste weitersuchen. Wirklich traurig darüber zeigt sich Kevin Feige Jahre später nicht:
Das ist die ungeschriebene Regel des Lebens. Wenn man nicht seine erste Wahl bekommt, kann das vielleicht das Beste sein, was einem passieren kann. Denn wisst ihr, was besser ist, als seine erste Wahl zu bekommen? Die richtige Wahl zu treffen. Und in unserem Fall war diese Wahl natürlich Robert Downey Jr., und der erste Film, den wir als Studio gedreht haben, wurde schließlich zu einem der von Kritikern am besten bewerteten und umsatzstärksten Filme des Jahres.
Kevin Feige
Für Marvel war Robert Downey Jr. am Ende eine gute Wahl. Der Film spielte an der Kinokasse weltweit über 508 Millionen € ein (via boxofficemojo.com). Für den Schauspieler selbst bedeutete der Film einen deutlichen Karriereaufschwung.
Nach Erfolgen in den 80ern und 90ern in Filmen wie Chaplin, Natural Born Killers oder Short Cuts war Robert Downey Jr. gegen Ende des Jahrhunderts in eine Drogenabhängigkeit abgerutscht und war einige Jahre nur noch in kleineren Nebenrollen zu sehen gewesen.
Mit Streifen wie Kiss Kiss, Bang Bang, Zodiac oder Tropic Thunder kehrte er ab 2005 zurück. Die Figur Iron Man ist aber sicherlich sein bis dato publikumsstärkster Erfolg. Mit Oppenheimer gewann er 2024 sogar einen Oscar. Und auch für Marvel kehrt der Darsteller bald zurück: Robert Downey Jr. spielt bald Doctor Doom, obwohl er bereits eine Rolle im MCU hat – Damit ist er nicht allein
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