In der zweiten Staffel der Netflix-Serie One Piece wurden einige Dinge anders gestaltet als noch in Season 1. Eiichiro Oda selbst, der Autor des originalen Mangas, hat sich nun dazu geäußert und auch erklärt, wie er sich langsam mit der Adaption seiner Geschichte angefreundet hat.
Wer jahrelang an seiner großen, breit erzählten Geschichte arbeitet, hat das Recht, angesichts einer Serien-Adaption skeptisch zu sein. Das gilt auch im Fall von Eiichiro Oda, dem Schöpfer von One Piece.
Im offiziellen Begleit-Podcast auf Netflix sprach er gemeinsam mit Ruffy-Darsteller Iñaki Godoy über die Serie. Dabei ging es unter anderem darum, wie Oda anfangs über die Adaption dachte.
In der ersten Staffel sei sein Bild von Ruffy sehr vom Manga geprägt gewesen. Er habe darauf bestanden, dass der Charakter gewisse Dinge nicht tun oder sagen würde, und teilte sein Feedback dem Team mit.
Als er Iñaki Godoy schließlich als Ruffy sah und die fertigen Szenen zu Gesicht bekam, sei ein großer Teil seiner anfänglichen Skepsis abgefallen. Im Podcast lobte Oda die Leistung von Iñaki Godoy und betonte, dass nach Staffel 1 klar gewesen sei, wie sich diese Version von Ruffy verhalten würde.
So wurde es für Oda selbst einfacher, weiter an der Serie zu arbeiten. Änderungen in Staffel 2 wären anschließend sehr überlegt geschehen.
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Eine bewusste Veränderung
Was sagt Oda über die zweite Staffel? Die beiden Staffeln unterscheiden sich Oda bewusst voneinander, da sie Unterschiedliches erzählen wollen:
In der ersten Staffel war das zuständige Team für die Adaption sehr damit beschäftigt, die menschliche Seite der Geschichte hervorzubringen. Es ist keine absurde Fantasie, sondern eine Geschichte, in der die Menschen im Vordergrund stehen. Wenn wir die Fantasy-Elemente in Staffel 2 nicht mehr hervorheben als in Staffel 1, wäre Ruffy nicht in der Lage, seinen künftigen Gegnern entgegenzutreten.
Eiichiro Oda
Auch Iñaki Godoy ist im Podcast der Meinung, dass Staffel 1 dazu da gewesen sei, das Setting und die Charaktere zu etablieren. Staffel 2 und 3 können so nun deutlich außergewöhnlicher werden – sowohl was die Geschichte als auch die Figuren betrifft. Zwei Charaktere tauchen sogar deutlich früher auf.
Der Erzählrhythmus könne sich verändern und die Action einen größeren Raum einnehmen, wenn das Publikum die Welt und die Figuren bereits kennt.
Im Übrigen würden Veränderungen gegenüber der Manga-Vorlage zu einigen von Odas liebsten Momenten in der Netflix-Serie zählen. Im Podcast nennt er etwa die Szene, in der Ruffy mit Laboon singt. Sie wäre „unvergesslich“.
Auch die letzte Szene mit Chopper hätte Oda sehr begeistert. Er wolle der Serie nicht seine eigenen, persönlichen Vorlieben aufzwingen, sondern das Team unterstützen, damit es seine eigene Vision auf den Bildschirm bringe.
Insgesamt lobt der Schöpfer von One Piece die Arbeit des Teams und sagt, wie glücklich er darüber sei. Es zeigt einmal mehr, dass eine Adaption sich nicht sklavisch an die Vorlage halten muss, um gelungen zu sein. In Season 2 trieb die Baroque-Firma ihr Unwesen: One Piece verrät, was aus einem großen Feind aus Staffel 2 der Netflix-Serie wurde
Der Beitrag Oda hatte Zweifel an der Realverfilmung von One Piece, verteidigt jetzt Staffel 2 der Netflix-Serie erschien zuerst auf Mein-MMO.
