Neben Arbeitsspeicher steigen auch Speicher- und insbesondere SSD-Preise an. Das trifft nicht nur Gamer, sondern Firmen müssen ebenfalls mit den gestiegenen Kosten kämpfen. MSI wechselt nun seine Strategie und trifft damit Budget-Gamer, wo es am meisten wehtut.
Was ist passiert? In einem Live-Bericht aus Taipeh auf der United-Daily-News-Website vom 14.03.2026 erklärt der MSI-Manager Huang Jinqing, wie die momentane RAM-Krise das Unternehmen beeinflusst und welche Strategien sie in Zukunft verfolgen wollen.
Als Erstes sollen aufgrund der Lieferengpässe von NVIDIA-Grafikkarten und hohen Speicher-/SSD-Preisen Gaming-Produkte bis zu 30 Prozent teurer werden.
Deswegen will das Unternehmen laut Bericht drei Ziele verfolgen:
Der Fokus soll auf High-End-Produkten und die Reduzierung von Einsteigermodellen um bis zu 30 Prozent gelegt werden.
Die Umstellung von DDR4- auf DDR5-Mainboards und der Abschluss von langfristigen Verträgen mit Speicherherstellern von 3-5 Jahren sollen ebenfalls erreicht werden.
Ein erhöhtes Umsatzwachstum von 50-100 Prozent im Serverbereich soll innerhalb von fünf Jahren erreicht werden, um den Herausforderungen der Branche entgegenzutreten.
Damit sei laut Manager Huang das Jahr 2026 für das Unternehmen das schwierigste seit seiner Gründung.
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Budget-Nutzer müssen jetzt stark sein
Was bedeutet das für Gamer? Eine Preissteigerung von 15 bis 30 Prozent ist für alle Käufer von MSI-Produkten unschön, aber durch den wechselnden Fokus trifft es den Einsteigerbereich gleich doppelt. Laut dem Unternehmen machen günstige Modelle ca. 30 Prozent seiner Verkäufe aus.
Nicht nur sollen Budget-Produkte wie Laptops, GPUs und PCs durch den allgemeinen Preisanstieg ohnehin teurer werden.
Sondern da das Unternehmen sich verstärkt auf den Mittel- und High-End-Bereich konzentrieren will, sollen laut MSIs eigenen Angaben verfügbare Budget-Optionen um etwa 30 Prozent reduziert werden. Knapp ein Drittel aller Spieler darf dann mit zusätzlichen Einschränkungen, wie zum Beispiel geringerer Verfügbarkeit rechnen.
Welche Produkte genau betroffen sind, ist unklar, aber im Bericht steht, dass MSI sich auf Produktlinien wie die RTX-5060/5070-Grafikkarten fokussieren will. Dadurch ist die momentane Preissituation von Hardware für viele Nutzer ärgerlich. Für einige ist sie sogar so unerträglich, dass sie bereits zum Boykott von bestimmten Teilen aufrufen.
Wie hoch sind momentane Hardwarepreise? Seit Ende 2025 steigen nun die Kosten für Computerteile rapide an. Erst hat es den Arbeitsspeicher getroffen, nun folgen aber bereits andere Komponenten wie zum Beispiel SSDs:
Ein einfaches DDR5-16-GB-RAM-Kit kostete noch Mitte 2025 etwa 100 Euro und ist nun viermal so teuer mit ca. 400 Euro (via Geizhals).
SSDs sind ebenfalls davon betroffen. Eine einfache 1-TB-SSD von WD ist momentan mit etwa 150 Euro doppelt so teuer geworden, denn vor 4 Monaten kostete sie noch ca. 70 Euro (via Geizhals).
Damit ist unter anderem der Einsteiger-Bereich betroffen. Nutzer, die versuchen, einen günstigen Gaming-Rig zusammenzustellen, haben momentan keine Alternativen und müssen wesentlich mehr Geld für ihre Komponenten ausgeben oder auf einen Kauf komplett verzichten. Selbst Experten aus der Industrie sagen bereits: RAM ist gerade unfassbar teuer, Marktforscher sind sich sicher: das bleibt auch noch eine Weile lang so
Der Beitrag Hersteller verzichtet wegen RAM-Krise auf günstige Produkte, trifft damit Spieler, die sich nicht viel leisten können erschien zuerst auf Mein-MMO.
