Das „Death Korps of Krieg“ ist das vermutlich berühmteste Regiment in der Welt von Warhammer 40.000, zumindest bei den Menschen des Imperiums. Oft verbunden mit Memes rund um Schaufeln und einem Todeswunsch, steckt hinter dem Planeten „Krieg“ und seinen Menschen eigentlich eine tragische Geschichte mit einem Ende, das perfekt zu Warhammer passt.
Viele von euch wussten das sicherlich schon, aber: Ja, es gibt tatsächlich einen Planeten in Warhammer, der buchstäblich „Krieg“ heißt. Das Imperium der Menschheit ist so schon kein sonderlich angenehmer Ort zum Leben, aber Krieg steht in der Liste der Urlaubsparadiese auf jeden Fall sehr weit unten auf der Liste.
Der Planet ist klassifiziert als „Todeswelt“, also eine Welt, die aktiv gegen jedes menschliche Leben ankämpft und ein Überleben dort schwierig bis unmöglich macht – die berühmteste und tödlichste Todeswelt ist der Dschungelplanet Catachan.
Menschen, die von solchen Planeten stammen, zählen zu den zähesten Kämpfern überhaupt, weil sie schon von Kindesbeinen an ums Überleben kämpfen. Das gilt auch für die Infanteristen von Krieg, die mit ihren ikonischen Mänteln und Gasmasken an Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg erinnern.
Dabei war Krieg einmal eine florierende Welt mit Milliarden an Menschen. Dekadenz und Machtverderbtheit haben jedoch dafür gesorgt, dass aus Krieg eine nukleare Einöde wurde und seine Menschen zu stoischen Zeloten.
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Von der dekadenten Makropole zur nuklearen Todeswelt
Viel ist über die Vergangenheit von Krieg nicht bekannt, nur, dass sie einmal eine riesige Makropolwelt mit mehreren Hives gewesen sein muss. Ihr Fokus auf Produktion hat für Wohlstand gesorgt, den die Herrscher ihrer Welt aber irgendwann in ihrer Paranoia bedroht gesehen haben.
Um ihren Reichtum zu schützen, haben sie Krieg zur Festung ausgebaut und ihre Unabhängigkeit vom Imperium ausgerufen. Die Folge war ein Bürgerkrieg zwischen Loyalisten des Imperiums und den Rebellen von Krieg Mitte des 41. Jahrtausends.
Als letzte Makropole hielt der Hive Ferrograd den Rebellen stand und unter Colonel Jurten erging ein letzter Befehl: nukleares Bombardement des gesamten Planeten. Das Credo damals: Wenn der Imperator die Welt nicht haben kann, soll sie niemand bekommen.
Seitdem ist Krieg eine unbewohnbare Welt, eine atomare Wüste wie in Fallout, geplagt von nuklearem Winter und Strahlenstürmen. Menschen leben dort immer noch, in unterirdischen Bunkern und mit völliger Hingabe zum Imperator und dem Imperium.
„Stirb für den Imperator oder stirb beim Versuch“
Krieger … Kriegsleute … Kriegerianer? Die Bewohner von Krieg zählen zu den am stärksten indoktrinierten Menschen im ganzen Imperium. Ihr Geist wird bewusst gebrochen, um ihn neu aufzubauen mit einer absoluten Loyalität dem Imperator gegenüber.
In der Überzeugung, dass sie für die Rebellion vor vielen Jahrhunderten immer noch eine Schuld zu begleichen haben, ertragen die Menschen auf Krieg ohne Murren die widrigen Umstände. Gedanken an Rebellion sind quasi nicht existent.
Wer nicht kämpfen kann, arbeitet in unterirdischen Fabriken, um Kriegsgerät zu erschaffen. Diejenigen, die zu Soldaten ausgebildet werden, bringen wichtige Fähigkeiten und besondere Ausrüstung mit:
Die Standard-Rüstung von Krieg-Soldaten umfasst vor fast allen Umwelteinflüssen schützende Mäntel, Helme und die ikonischen Gasmasken, mit denen ihr sie vermutlich kennt.
Durch ihre Herkunft von einem strahlenverseuchten Planeten sind die Korps von Krieg bestens psychisch und physisch gewappnet für die größten Belastungen.
Jeder Soldat ist zudem ausgestattet mit einem rudimentären Werkzeug, um Schützengräben auszuheben – das absolute Spezialgebiet der Krieger. Daher kommt auch das bekannte Meme mit der Schaufel bzw. dem Klappspaten, der jedem dieser Soldaten als bester Freund gilt.
Zur Ausbildung gehört außerdem eine Schulung mit allen gängigen Waffen des Astra Militarum, insbesondere der bekannten Lasergewehre. Krieg ist vor allem bekannt für seine Infanteristen, Panzer und Co. dienen in der Regel nur der Unterstützung der Infanterie.
Ein Soldat des Todeskorps in Standard-Ausrüstung (Bildquelle: Warhammer)
Fanatische Hingabe und unbeugsame Moral
Die Menschen von Krieg zählen zu den zähesten Kämpfern des gesamten Astra Militarum, wenn auch nicht unbedingt zu den besten. Denn ihre Rücksichtslosigkeit und der mangelnde Respekt vor dem Leben, der an einen Todeswunsch grenzt, gefährden teilweise ganze Strategien.
Entsprechend haben etwa Kommissare, die normalerweise mit brutalen Mitteln für Moral sorgen, in den Todeskorps eine ganz andere Aufgabe: Sie sollen dafür sorgen, dass die Krieger nicht blind mit dem Bayonett in die Gegner rennen und sterben, sondern erinnern sie an die strategischen Ziele.
Angeblich verzichten die Menschen, oder zumindest die Soldaten von Krieg, auf individuelle Namen und sprechen sich nur mit ihren Kennziffern an. Es heißt: Nur wer sich beweist, bekommt einen Namen – und den oft erst nach dem Tod als Märtyrer.
Obwohl Krieg eine Todeswelt ist, von denen normalerweise nur ein geringer „Zehnt“ verlangt wird, liefert der Planet regelmäßig Regimenter an das Astra Militarum – sogar mehr als die meisten anderen Welten. Angeblich kommen allein von Krieg jährlich 50 Millionen Soldaten in die Imperiale Armee.
Menschen züchten, um dem Imperium zu dienen
Wie schafft es nun solch ein Planet, dessen Bevölkerung dezimiert wurde und auf dem Leben eigentlich gar nicht möglich sein sollte, so viele Soldaten zu produzieren? Die Antwort liegt in genau diesem Wort: „produzieren“.
Menschen auf Krieg werden buchstäblich gezüchtet. Wie genau, ist das Geheimnis der Wissenschaftler dort, aber über „Vitae-Schöße“ kommt es zu künstlichen Befruchtungen und ohne Eltern geborene Kinder.
Entsprechend kommt es zu selektiven Züchtungen. Abnormitäten wie Mutationen, die im Imperium meist unerwünscht sind, aber auch Psioniker, gibt es auf Krieg so gut wie gar keine.
Ähnlich sieht es bei der Ernährung aus. Wo viele Welten sich auf aus Leichen gewonnene Nährstoffe verlassen, gibt es auf Krieg meist Nährstoff-Paste und irgendeine Pampe aus dem Labor. Alles Dinge, die Krieger nicht stören – schließlich ertragen sie das alles für den Imperator.
Krieg ist eine der bekanntesten Welten in Warhammer 40.000, nicht nur wegen seines Namens, sondern auch wegen der Memes und seines absoluten Warhammer-Vibes. Bekannter ist – neben dem Heiligen Terra – vermutlich nur noch eine Welt: Der Fall von Cadia ist eine der größten Tragödien in Warhammer 40.000 – Was ist da passiert?
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