No More Heroes 2: Desperate Struggle – im Klassik-Test (Wii)

Seite 1

Spiel:No More Heroes 2: Desperate StrugglePublisher:Rising Star GamesDeveloper:Grasshopper ManufactureGenre:ActionGetestet für:WiiErhältlich für:WiiUSK:18Erschienen in:7 / 2010

”In dieser blutigen Form kommt das Spiel wohl nicht nach Deutschland”, lautete meine­ Prognose noch im Februar. Glücklicherweise war ich mit meiner Vorhersage ähnlich treffsicher wie Jörg Kachelmann treu – Desperate Struggle ist auch in Deutschland so überzogen saftig wie in Nordamerika. Ein Lob an die Prüfstelle für die Freigabe ab 18 Jahren – scheinbar hat man dort verstanden, dass ein Kunstobjekt wie No More Heroes 2 auch in dieser Hinsicht kein Blatt vor den Mund nehmen muss.

Warum Kunstobjekt? Weil jede Faser des Spiels konsequent und kompetent Style ausstrahlt: Die Menüs gefallen mit groben 8-Bit-Grafiken, das Endgegnerdesign ist extrem abwechslungsreich, die ­Sequenzen verwirren, verstören und verzücken gleichermaßen – absurde Elemente wie die Anzeige der Combo-­Energie in Form eines Tigers setzen Sudas Manifest die Krone auf.

Travis’ erneuter Angriff auf die Spitzenposition der Attentäter-Rangliste ist gepflastert mit einer Reihe charmanter Retro-Minispiele, schließlich muss auch ein Laserkatana-schwingender Otaku Bares ­löhnen, möchte er beim örtlichen Busenwunder neue Mordwaffen erstehen. Im Gegensatz zu Teil 1 bereist Ihr keine freie Stadt mehr – Läden, Nebenjobs oder den nächsten Einsatzort wählt Ihr über eine Karte aus.

Am Ort des Geschehens angekommen, schlitzt Ihr mit einer simpel-griffigen ­Mischung aus Button-Hieben und Remote-Ruck-Finishern Horden von mal mehr, mal weniger widerspenstigen Feinden, futtert Energie spendende Pixelpizzas und tretet schließlich den Boss-Killern gegenüber – freut Euch auf ein kreativ-chaotisches Sammelsurium abgefahrener Bosskämpfe.

Meinung

Matthias Schmid meint: Muss ich bei einem Spiel, das mich zum Speichern aufs Klo schickt, weitere Worte verlieren? Echt? Na gut! Obwohl Teil 2 manch cooles Feature des Erstlings (Telefongespräche per Remote, stattliches Katana-­Arsenal) vernachlässigt, wurde die Killermär unterm Strich stark verbessert. Der Spielverlauf ist straffer, die Grafik schicker, die Nebenjobs sind cooler; als Zuckerl winken zwei spielbare Nebenfiguren.

Wertung

ungeschnitten in Deutschland: Blut, Enthauptungen, etc. – alles drin
auf Wunsch deutsche Untertitel
Kämpfe langsamer als im Vorgänger

Verrückter Wii-Slasher mit viel Japano-Charme, spaßigen Retro-Minigames und erneut sehr coolen Bosskämpfen.

Singleplayer84MultiplayerGrafikSound

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *